Komische Dinge, die uns heilen
Dass das hier noch einmal passiert, hätte ich nicht für möglich gehalten. Dass ich eines Tages wieder hier sitze und einen Blogbeitrag schreibe. Ich weiss ehrlich gesagt auch nicht, was genau nun dazu führte, dass ich an diesem Freitagabend auf einem Futon in einem traditionellen japanischen Haus in Kyoto wieder beginne zu schreiben. Let me explain.
Ich habe intuitiv alles richtig gemacht – und bin dann irgendwo anders abgebogen
Vielleicht kennst du mich und erinnerst dich an meinen Blog, den ich 2017 gestartet habe. Bis heute kann ich dir nicht erklären, warum genau ich den damals gestartet habe. Ich hatte kein Ziel damit – und doch hat er mir alle Wege eröffnet. Auf ganz magische Weise.
Damals habe ich ganz einfach meine Gedanken und Lektionen des Lebens mit „der Welt“ geteilt. Jede Woche kam mindestens ein Artikel über irgendwas, was mich gerade beschäftigt hat. Es gab kein tieferes Ziel damit, als einfach die Freude am Schreiben und Teilen. Ich konnte mir schon vorstellen, dass dieser Blog irgendwann viele Leser hat und ich damit vielleicht sogar Geld verdiene. Es war aber auch völlig okay, falls das nicht passieren sollte. Und es ist nicht passiert.
Was aber definitiv passiert ist, ist dass mich Menschen entdeckt haben.
Damals war ich schon selbstständig, aber frag mich nicht, mit was eigentlich. Ich hatte viele Interessen und Leidenschaften und habe sie alle irgendwie ausgelebt und damit tatsächlich genug Geld verdient, um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren.
Durch den Blog kamen immer mehr Möglichkeiten hinzu. Menschen fragten mich an, ob ich für sie schreiben kann. Ob ich für sie Webseiten gestalten möchte. Ob ich sie grafisch unterstütze. Und das tat ich. So viele wundervolle Projekte, die ich mir mit meinem logischen Verstand nicht hätte ausmalen können, haben in mein Leben gefunden.

Wieso also bin ich dann „woanders abgebogen“?
Weil ich irgendwann meine gesunde Naivität verloren habe. Vielleicht aber auch mein blindes Vertrauen ins Leben. Und vielleicht auch, weil ich mich von fremden Meinungen habe beeinflussen lassen. Davon gab es nämlich viele. Es gab praktisch keine Stimme, die mich im Aussen unterstützte auf meinem Weg, als ich mich mit 20 ohne Ausbildung einfach in dieses Abenteuer called life gestürzt habe.
Ich versuchte mich dagegen zu wehren, dass irgendwann auch die Stimme in meinem Kopf mir einredete, ich müsste Strategien haben und die Dinge machen, die wirtschaftlich auch Sinn ergaben. Bis ich ihr irgendwann nicht mehr standhalten konnte.
Don’t get me wrong: Ich habe immer gemacht, was ich liebte. Nur nicht immer zu meinen Konditionen. Ich habe mich sehr oft unter Wert verkauft und so viel kreative Energie und Zeit in fremde Projekte investiert. So viel, dass ich irgendwann nicht mehr so viel Energie für die Dinge hatte, die mir einfach Spass machten. Zu meinen Konditionen und Regeln.
Was mir meine erste grosse Reise gerade beibringt
Gerade befinde ich mich auf meiner bisher grössten Reise. 3 Wochen durch Japan. Yes, that’s big for me. Und es ist das erste Mal, dass ich Europa verlassen habe. Wie ich es überhaupt geschafft habe, mir das zu ermöglichen, ist eine ganz andere Geschichte. Wer weiss, vielleicht findet sie hier auch irgendwann Platz.
Hier in Kyoto ist unser zweitletzter Stopp von insgesamt acht. So viel drufte ich schon erleben und sehen. Und vor allem durfte ich schon so viel über mich selbst lernen. So viel, das ich schon immer wusste, aber nicht mehr wahrhaben wollte. Es ist das erste Mal in meinem Leben als Erwachsene, dass ich 3 Wochen keine ToDo’s habe.
Und weisst du, was das Spannendste daran ist? Ich kreiere hier gerade so viel wie schon lange nicht mehr. Jeden Tag bin ich mit meiner Kamera unterwegs und bearbeite bis spätabends Fotos, die ich dann von Herzen gerne auf meinem Instagram Account teile, weil es mir einfach so unfassbar viel Spass macht. Jeden Tag öffne ich meine Notizapp und schreibe Ideen auf. Jeden Tag teile ich Dinge aus meinem Leben, ganz egal ob das gerade „sinnvoll“ ist oder nicht. Ich tue es, weil es mir Spass macht.
Wie geht mein Weg weiter?
Tatsächlich eröffnet sich mir hier eine neue alte Welt. Mein Zuhause. Ich erinnere mich daran, dass das, was wir gerne mache, den höchsten Sinn überhaupt erfüllt. Und so möchte ich meine eigene kleine Welt hier wieder teilen. Ohne dass ich ein Commitment eingehe von X Blogbeiträgen pro Monat. Aber ich möchte mich committen, meiner Seele diesen Space wieder zu geben. Den Space, einfach zu kreieren und zu sehen, wohin es micht führt.
Genau auf diesen Impuls habe ich so lange gewartet. Dieser Blog war für mich nämlich nie „gestroben“. Ich durfte mich nur zuerst durch 1000 Widerstände arbeiten:
- „Wen interessiert das noch in dieser schnelllebigen Zeit? Wer liest noch Blogs?“
- „Warum soll ich überhaupt noch schreiben in einer Welt, in der KI das Internet mit Texten überfüllt? Da gehe ich ja komplett unter …“
- „Ich muss doch Mehrwert liefern! Ich habe mir ein Business aufgebaut als Human Design Readerin, ich kann hier nicht einfach irgendwelche Texte aus meinem Leben teilen, sondern muss Human Design Wissen weitergeben.“
- „Ist es nicht ein wenig cringe, sich so zu öffnen vor potenziell vielen fremden Augen?“
- „Was ist, wenn mich jemand nicht mehr mag, wenn er XY veröffentliche?“
Oh ich könnte diese Liste noch so viel weiter führen. Es gibt so viele Zweifel, die für die jahrelange Stille gesorgt haben.
Heute entscheide ich mich jedoch dafür, meiner Intuition das Ruder wieder zu übergeben, statt meinem Verstand. Sie wusste es schon immer besser. Und gerade in diesem Augenblick erinnert mich das an mein Neumond-Commitment, das ich mir vor knapp einer Woche zum Waage Neumond gegeben habe: Ich lasse mich von meiner Intuition führen.
Es gibt komische Dinge, die uns heilen
Das hier heilt einen wunden Teil in meiner Seele gerade so sehr. Dieses Tippen auf der Tastatur. Ich liebe den Klang und das Gefühl davon. Genauso wie es mich vorhin ein Stückchen geheilt hat, durch schöne Shops und spannende Gassen zu schlendern. Die Ästhetik davon tut meiner Seele gut.
Was ist es, was dich jedes Mal ein Stückchen heilt? Was gibt deiner Seele diese Freiheit und dieses Gefühl, „ganz“ zu sein?
Das hier darf für mich wieder sowas wie mein „Tagebuch“ werden (das nicht auf täglicher Basis geführt wird) und doch möchte ich auch dich einladen, mitzureden und mit mir zu teilen, was dich bewegt und was die Gedanken und Impulse in dir ausgelöst haben. Schreib‘ mir doch gerne einen Kommentar!
Love,
Sam
Hier siehst du meine Journey auf Instagram.
Hier teile ich meine Moon Magic mit dir.
Und hier kannst du dir ein Human Design Reading bei mir buchen.