Mit 16 entscheiden, wohin dein Leben gehen soll? Ja genau. Macht Sinn. Oder auch nicht. Für mich auf jeden Fall nicht. Zwischen 18 und 30 Jahren ist für mich die perfekte Zeit, um Risiken einzugehen und Fehler zu machen. Zu lernen, umzufallen, alles zu verlieren, Lektionen anzunehmen und und und. Lustig, dass das auch einer der (meiner Meinung nach) erfolgreichsten Menschen sagt. Gary Vee. 

Vor ein paar Tagen habe ich ein Video von ihm gesehen, in dem er darüber redet, dass wir uns diesen Stress gar nicht geben müssen vom „all figured out haben“.

Wir leben in einer Welt, in der wir einem enormen Druck der Gesellschaft ausgesetzt sind. Eine Welt, in der wir mit 16 entscheiden sollten, was wir beruflich machen und was nicht. Eine Welt, in der man mit 30 spätestens Kinder haben und verheiratet sein soll. Fehler sollen am besten vermieden werden, weil sie „schlimm“ sind.

Diese Zeit ist da, um Risiken einzugehen, das Leben zu formen und Fehler zu machen

Mit 22 noch keine Ahnung, wohin mit dem Leben? Mit 25 alles verloren? Who cares? Die Zeit zwischen 18 und 30 sind die perfekten Jahre, um alles zu machen. Alles zu riskieren. Auf die Schnauze zu fallen und wieder aufzustehen. Träume wahr werden lassen und andere platzen lassen. Wünsche leben und ausrasten! Fehler sind ein wichtiger Bestandteil in diesem Prozess.

Es muss nicht immer alles nach einem Plan laufen und es muss auch nicht jeder mit 25 schon 7 Weiterbildungen abgeschlossen haben und verheiratet sein.

Erwachsene haben Ahnung vom Leben

Früher dachte ich mir immer, dass alle Eltern und Erwachsenen genau wissen, was sie wollen und was sie zu tun haben, um ihr Leben unter Kontrolle zu haben. Für mich kam es immer so rüber, als hätten sie sich mal einen Plan gemacht und den erreicht mit den Jahren.

Heutzutage glaube ich aber, dass  das einfach nur für Kinder gespielt wird. Dieses „Ich-weiss-wie-das-Leben-läuft-Getue“. Damals als ich „erwachsen“ wurde, kam es mir vor, als hätten die Erwachsenen und Eltern ihre Masken fallen gelassen. So als könnten sie jetzt endlich durchatmen und müssen nicht mehr so tun, als hätte irgend einer Ahnung vom Leben.

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Und das ist für mich etwas sehr Positives! Ich denke wir sollten gar nicht so viele Masken aufsetzen müssen. Am besten gar keine.

Damals als ich mit 17 Jahren von zu Hause ausgezogen bin, habe ich gemerkt, dass sich gar nichts ändert. Du weisst nicht mehr vom Leben oder bist besser, als du es als Kind warst. Du hast einfach mehr Verantwortung. Und somit mehr Angst vor Fehlern. That’s it.

Wahrscheinlich haben wir einfach alle eine komische Vorstellung vom Erwachsensein. Meiner Meinung nach sind wir Kinder bis wir 30 sind. Vielleicht sag‘ ich mit 30, dass wir Kinder bis 40 sind, wer weiss das schon. Aber momentan scheint mir 30 sehr logisch. 

Wieso sollten wir auch mit 18 schon wissen, was wir genau vom Leben wollen? Mit 18 sind wir noch SO jung! Nichtmal der Körper ist ausgewachsen – und wir sollen schon das ganze Leben begreifen und wissen wo wir hin wollen.

Kinder bis 30

Bis 18 sind wir Kinder, auf die noch aufgepasst werden muss. Wo es Sinn macht, nicht auf sich alleine gestellt zu sein. Ab 18 sind wir Kinder, die die Welt entdecken. 

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Genau die Jahre ab 18 sind die, in denen wir lernen wer wir sind, was wir wollen und was wir nicht wollen. Die Jahre, in denen wir die Welt bereisen und Menschen kennenlernen. Die Jahre, in denen wir es uns leisten können alles zu riskieren und zu verlieren. Die Jahre, die den Grundstein für’s weitere Leben legen.

Wieso also sollen wir diese wertvollen Jahre damit verschwenden, Dinge zu tun, die „normal“ sind für die Gesellschaft, nur um irgendwo reinzupassen? Wieso denken wir in diesen Jahren, dass unser Leben doch anders aussehen sollte? Wieso ist dieser Druck so präsent, dass wir alle den gleichen Weg gehen sollten. Wieso ist die Angst, Fehler zu machen so gross?

Dreamers take more time

Es ist schwerer, seine Träume zu leben, als eine Ausbildung zu machen und danach einen Job auszuüben. Viel schwerer. Und es braucht (meistens) auch länger. 

Es geht auch schneller, sich eine Zimmerpflanze in’s Haus zu holen, als einen Baum wachsen zu lassen. Genau so sieht es für mich im „Menschenleben“ auch aus. Die Zimmerpflanze ist der Weg, den viele glauben gehen zu müssen. Einen Baum wachsen zu lassen, ist, sich selbst die Zeit zu nehmen, zu wachsen und zu lernen.

Es ist ein nie endendes Spiel

Wie Gary Vee in seinem Video so schön sagt: “ Figuring everything out is a forever game.“

Es wird keinen Punkt im Leben geben, an dem man weiss was läuft im Leben. Bzw. WIE das Leben genau läuft. Kein Fehler, keine Lektion, keine Zeit kann uns an diesen Punkt bringen. Aber wieso sollte es das auch?

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Das Ganze ist eine Reise. Eine Reise, die so lange dauert, wie unser Leben. Vielleicht sollten wir das Leben wieder ein bisschen mehr als „das Leben“ wahrnehmen, satt immer in „Was ich bisher erreichen hätte sollen“. Das würde so viel Druck nehmen 🙂 

Das hier ist das Video, von dem ich hier immer wieder spreche und das mir den Impuls für diesen Beitrag gegeben hat: Damn inspiring! ✨


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