Ich bin „unfuckable“. Okay zugegeben, ich wäre es gerne 🙂 Und ich arbeite daran! Das Leben ist viel einfacher und schöner, wenn wir uns nicht die ganze Zeit aufregen müssen.

Die anderen…

Kennst du das, wenn du unglaublich schlechte Laune hast, weil irgend jemand dumm kam und dich falsch angesprochen oder sogar absichtlich angegriffen hat? Eine Beleidigung, die hängen geblieben ist und über die du noch stundenlang nachdenkst. Sie lässt dich nicht mehr los und du bist tieftraurig, weil du nicht verstehen kannst, wieso er/sie plötzlich sowas zu dir sagt… Oder jemand hat was Schlechtes über dich erzählt und du hast es gerade mitbekommen? Be unfuckable lautet auch hier die Devise.

Es gibt so viele Situationen im Leben, in denen wir wegen anderen Menschen schlechte Laune haben. Weil sie irgendwas machen oder sagen, was uns trifft und verletzt. Oder etwas, was wir einfach unverständlich finden.

Und genau hier gilt: Wir müssen unfuckable werden.

Liegt es wirklich an mir?

Im Laufe der Zeit habe ich mir diese Frage immer und immer wieder gestellt, wenn ich in Situationen kam, in denen mich Menschen die mir was bedeuten verletzt haben oder einfach was gesagt haben, was bei mir was Negatives auslöste.

Ich habe immer den Fehler bei mir gesucht. Was habe ich falsch gemacht? Wie kann ich das wieder gut machen? Wieso ist er/sie gerade so drauf gegenüber mir?

Und meistens konnte ich keine Antwort auf diese Fragen finden. Weil es darauf auch keine Antworten gab. Natürlich gibt es Situationen, in denen auch ich mal was falsch mache. Und dann merke ich das auch von selbst und kann mich dafür entschuldigen oder eben mit der Person reden, wenn ich etwas schlechtes gesagt oder gemacht habe.

Aber ich bin nicht an allem Schuld, was mir entgegenkommt! Wenn auf einmal jemand kommt und mich beleidigt oder persönlich angreift, dann habe nicht ich ein Problem sondern die Person, die das macht.

Und genau diese Ansicht hat mir jahrelang gefehlt.

Vielleicht denken sich jetzt die ein oder anderen was denn mit mir falsch ist, weil es doch logisch ist, dass man nicht für alles was kann. Für mich war es das nicht weil ich beim Thema Selbstbewusstsein erstmal einiges lernen musste und weil ich einfach extrem gefühlsbetont bin und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn habe.

Ich bin mir sicher, es gibt viele Menschen, die das hier verstehen – und genau für diese Art von Mensch schreibe ich hier 😀

Unfuckable werden

Irgendwann vor einem halben Jahr oder so habe ich ein Video von Jacko Wusch (Youtuberin) geschaut. Sie hat in einem Video erzählt was es für sie bedeutet, unfuckable zu sein. Und bis dahin habe ich das Wort noch nie gehört 😀 Auf jeden Fall ist es hängen geblieben, weil es einfach den Nagel auf den Kopf trifft und das ganze Thema in meinem Leben eine extrem grosse Rolle spielt.

Unfluckable sein heisst für mich:

Chill‘ und lass‘ dich nicht von jedem Scheiss aus der Ruhe bringen. Wenn die Leute denken es ist der richtige Weg, so einen Umgang zu haben, dann ist das ihr Problem. Aber ich lasse mir deswegen bestimmt nicht meinen Frieden nehmen! 

Du bist gut!

Ja, das bist du. Genau du. Und ich ebenfalls. Sehr gut sogar!

Und genau das ist so vielen Menschen nicht bewusst. Hier findest du übrigens einen Artikel zu dem Thema „Ich bin nicht genug„.  Und es gibt einen guten Grund, wieso ich diesen Artikel genau an meinem Geburtstag veröffentlicht habe – weil es ein extrem grosses Thema für mich persönlich ist.

Und ich finde dass es irgendwie Hand in Hand damit geht ob wir unfuckable sind oder nicht. Denn würden wir nicht so schnell an uns selbst zweifeln, wären wir auch nicht so schnell angreifbar oder anders gesagt, „fuckable“.

Und nein, das heisst nicht, dass du dich deswegen einfach von allen Leuten behandeln lassen sollst wie weiss ich was. Aber es heisst, dass wenn sowas mal passiert – oder au mehrere mal – dann lass‘ dir davon nicht deinen Frieden nehmen.

Ich habe in meinem Kopf so eine Nische gemacht in der Sätze entstehen wie „Schade, dass du DIR sowas antust.“ oder „Ich hoffe du wirst bald dein Glück finden, damit du aufhören kannst solche schlechten Dinge zu verbreiten und schlechte Energie auszusenden.“

Das hilft mir persönlich, um mir wieder klar zu machen, dass die Person ein Problem hat und nicht ich. Und hier ist es ganz egal welche Beziehung du zu dem Menschen hast.

Sam Cadosch - Balance, Gleichgewicht, ausgeglichen, peace - balance imperfection

JETZT ist’s Zeit

Wenn du meinen letzten Artikel gelesen hast, weisst du schon, dass ich mich momentan extrem mit dem Thema „Im Jetzt leben“ beschäftige.

Und auch hier passt das super hin. Denn alles was wir haben ist dieser Moment jetzt. Und sonst nichts.

Und genau deshalb ist es umso wichtiger so unfuckable wie möglich zu sein. Und das soll übrigens auch nicht heissen, dass du jedem Konflikt aus dem Weg gehen sollst. Du kannst natürlich auf alles eingehen, was dir so in den Weg springt. Würde ich persönlich nicht tun, weil es bei einigen Dingen einfach reine Energieverschwendung ist.

Bei anderen Dingen jedoch ist es wichtig zu reden und das Ganze zu klären. Und wenn dein Gegenüber laut wird oder aggressiv reagiert ist das ok. Solange du dich damit nicht identifiziert. Hier heisst es unfuckable bleiben und die Sache neutral betrachten. So entsteht von deiner Seite her keine Angriffsfläche und du wahrst deinen Frieden.

Alles andere bringt nichts 🙂

Ich bin ebenfalls selbst noch auf dem Weg, meine „Unfuckability“ zu trainieren und finde es nicht immer einfach. Aber das Wissen alleine schon hilft mir extrem weiter und so kann ich daran immer weiterarbeiten. Und deshalb teile ich diese Geschichte hier mit dir.<3

Wie sieht’s bei dir aus? Lässt du dich schnell aus der Ruhe bringen oder bist du schon ziemlich unfuckable? 


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