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Die Struktur hat meine Lebensfreude genommen!

Sam Cadosch - Struktur, Logik - cover

Wer meinen letzten Artikel wachsam durchgelesen hat, hat bestimmt gemerkt, dass ich mich mal wieder einem ziemlich intensiven Prozess befinde. Denn momentan bin ich auf dem Weg weg von der ganzen Struktur und der Logik.

Ich bin am lernen zu reden und versuche wieder planlos zu sein. Und ich sage bewusst „versuche“, weil mir das Ganze nicht so leicht fällt.

Das mag jetzt vielleicht für viele unvorstellbar klingen – aber für mich ist es einfacher, Pläne zu schmieden und nach ihnen zu leben, als einfach planlos zu sein.

Sam Cadosch - Struktur, Logik - cover

Am Sonntag vor drei Wochen hatte ich so einen „Wach-endlich-auf-Moment“. Durch eine Nachricht von einem Freund habe ich gemerkt, dass ich mich (mal wieder) völlig losgelöst habe vom Leben selbst. Dass ich irgendwo in der Luft schwebe und mich krampfhaft versuche an meinem Plan festzuhalten, damit ich nicht untergehe. Obwohl dieser Plan und die damit zusammenhängende Struktur das war, was mich überhaupt erst in diese Unbewusstheit gebracht haben.

Pläne, Organisation und Struktur

Ich war immer ein grosser Fan vom Planen und Organisieren. Und es ist auch etwas, was ich wahnsinnig gut im Griff habe. Ich kann Zeit einschätzen wie ein Profi und weiss ganz genau wie ein richtiger Plan aussieht und was ich tun muss, um ihn auch einzuhalten.

Das mag auch alles gut und recht sein. Es ist bestimmt nicht falsch, Listen zu führen und einen gewissen Plan zu haben. – Ich habe es aber einfach übertrieben. Masslos. Und zwar nicht ein paar Tage lang. Sondern mehr als ein Jahr lang. Und das obwohl ich immer wieder an den gleichen Punkt kam. An den Punkt, an dem ich sage „Ich musste wieder hören, was mein Herz mir sagen will.“. Und ich würde es auch nicht wagen, hier jetzt zu behaupten, dass das hier jetzt das letzte Mal ist. Denn das Ganze ist ein Prozess.

Sam Cadosch - Struktur, Logik - process

Eine lange Zeit lang habe ich immer geglaubt, dass ich „rückfällig“ wurde. Für mich sah es irgendwie immer so aus, als wäre ich wieder am gleichen Punkt angekommen, wie ich es vor Wochen oder Monaten schon war. So als wäre die Zeit dazwischen nutzlos gewesen, weil ich „ja anscheinend nichts gelernt habe“. Heute sehe ich das aber von einem ganz anderen Blickwinkel. Ich glaube nicht, dass irgend eine Sekunde verschwendet oder sinnlos war. Denn erst jetzt merke ich, dass jedes Aufwachen ein anderes war. Auch wenn die Beschreibung schlussendlich immer etwa gleich klingt: Es ist nie das gleiche. Es sind verschiedene Stufen und das Ganze bringt verschiedene Intensitäten mit sich.

Logik und Hinterfragen

Ich war schon immer ein Mensch, der alles hinterfragen musste. Egal wo, egal mit wem und egal worum es geht. Ich habe nie einen Sinn gesehen, wieso ich Dinge tun soll, die ich nicht verstehe. Und ich wollte auch andere Menschen verstehen. Ihr Handeln und ihre ganze Art. Ihre Sichtweisen. Und das finde ich persönlich gut. Ihr glaubt gar nicht mit welchen interessanten Themen ich mich im Leben schon so auseinandergesetzt habe, nur weil ich eben alles hinterfrage.

Obwohl „alles“ mich selbst ausschliesst. Oder ausgeschlossen hat. Denn ich habe immer nur meine Aussenwelt beobachtet und gesehen, was da so passiert. Aber nicht mich selbst. Wieso fühle ich mich so? Wieso bin ich krank? Wieso hat das nicht funktioniert? Das sind Fragen, die kenne ich erst seit wenigen Jahren – aber hey, besser jetzt als nie. 🙂

Dieses Hinterfragen finde ich immer noch gut und hilfreich. ABER – auch hier nur mit Mass.

Früher habe ich das Wort „Logik“ richtig gehasst. Einfach weil ich so viele Menschen kenne, die ständig den Satz „Ist doch logisch!“ von sich geben. Ich dachte mir immer „Haut doch mal ab mit eurer scheiss Logik!“, bis mir vor Kurzem aufgefallen ist, dass ich selbst es zwar nicht ausspreche, aber trotzdem ständig nach irgend einer Logik hinter Dingen suche.

Unser Unterbewusstsein und das Leben kennt aber keine Logik. Meiner Meinung nach nicht. Oder auf jeden Fall nicht die Art von Logik, die ich kenne.

Und genau das ist der Punkt.

Sam Cadosch - Struktur, Logik - universe

Struktur fallen lassen

Logik und Struktur sind irgendwie zwei so Dinge, die super zusammen funktionieren und die irgendwie zusammengehören.

Und zu viel davon tut (mir) aber überhaupt nicht gut. Im Gegenteil. Es nimmt die ganze Kreativität weg und der Alltag besteht einfach nur noch aus Struktur und sonst nichts. Und genau das ist mir passiert.

Meine Pläne waren so perfekt, dass ich einfach keine Zeit mehr zum leben hatte. Die Struktur hat mein Leben in der Hand gehabt und ich bin ihr einfach gefolgt. Auch wenn ich eigentlich genau gespürt habe, dass ich gestresst bin ohne Ende, habe ich nicht aufgehört, weil ich dachte, ich muss das doch alles so machen weil ich sonst nirgends hin komme.

Und damit habe ich am Sonntag vor drei Wochen schlagartig aufgehört.

Lustigerweise habe ich seit da sogar mehr erledigt als mit Plan. Einfach weil ich jetzt nach Gefühl handeln kann. Und mein Gefühl hat manchmal sogar Lust, lästige Telefonate zu führen, die sonst nicht mal mehr in den Tagesplan gepasst haben.

In den letzten 21 planlosen Tagen haben sich so viele Dinge ergeben und sind einfach so plötzlich an seinen Platz gefallen.

Und genau das will ich hier mit diesem Blogartikel weitergeben.

Einen ganzen Tag lang nichts tun

Gestern war auch mal wieder sowas wie ein „Durchbruch“ in meiner planlosen Zeit ohne grosse Struktur. Denn ich habe den ganzen Tag lang einfach gar nichts gemacht. Ich bin gestern Morgen schon mit meeega wenig Energie aufgewacht und das hat sich auch nicht unbedingt gebessert mit der Zeit. Deshalb habe ich einfach (fast) nichts gemacht und habe mich sogar mitten am Nachmittag hingelegt und geschlafen.

Und es hat sich SO GUT angefühlt! Ich weiss nicht, wie lange ich das schon nicht mehr gemacht habe. Und ich meine damit nicht, wenn ich mal wieder gezwungen wurde weil ich gesundheitliche Herausforderungen hatte, sondern wenn ich eigentlich gekonnt hätte.

Normalerweise hätte ich ein mega schlechtes Gewissen bekommen und mich gar nicht wirklich entspannen können, weil ich immer gedacht hätte, dass ich meine Zeit verschwende und doch eigentlich lieber was Sinnvolles machen sollte.

Gestern hatte ich das nicht. Es war völlig ok, nichts zu tun und es hat extrem gut getan!

Sam Cadosch - Struktur, plan, Planlos, pin

Wie weiter? Ohne Struktur?

Wie lange ich das so mache, kann ich noch nicht sagen. Eigentlich sollten es 2 Wochen werden. Ich habe mir das einfach als „Ziel“ gesetzt und dachte, dass ich nach 2 Wochen wieder zurück zum Plan gehen darf. Ich schreibe „darf“, weil ich gedacht habe dass es mir extrem schwer fallen wird, keinen Plan zu haben. Und das war am Anfang auch so. Jetzt  nach 3 Wochen macht es mir aber Spass, so zu leben und ich habe keinen Zeitpunkt festgesetzt, an dem ich wieder anfange zu planen.

Irgendwann wird die Zeit wieder kommen, aber dann werden meine ToDo Listen ganz anders aussehen 🤗

Wie gehst du mit deiner Struktur um? Wie sehen deine Pläne aus? Sind sie schon seit Ewigkeiten gleich oder passen sie tatsächlich zu deinem momentanen Leben? Hast du überhaupt Pläne?


Hast du meinen VLOG aus Luzern schon gesehen? Da habe ich einige Gedanken mit euch geteilt und euch mitgenommen auf dem Hof, wo ich die letzte Woche verbracht habe 🙂

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2 Comments

  1. Andrea sagt:

    Schön, dass du über das Thema schreibst! Ich persönlich mag Pläne gar nicht… sie engen mich total ein..ich bekomme die Krise, wenn meine Agenda für die nächsten Wochen überfüllt ist, aber das ist zum Glück selten!😊 ich lebe do gut es möglich ist nach Lust und Laune..beruflich brauch ich langsam mehr Struktur- daran arbeite ich! Alles in Maßen! Freiheit ist mir am wichtigsten!
    Liebi Grüessli!!!😘🙏🏻☀️

    • Sam Cadosch sagt:

      Danke, Andrea! ❤️ Und sehr cool, deine Einstellung!

      Ja, ich mach’s jetzt auch so! Für die ganz wichtigen Dinge, die ich nicht vergessen darf, mache ich mir Erinnerungen, und das klappt bisher ganz gut ☺️ Freiheit und Zeit ist echt das Wichtigste ❤️

      Liabi Grüassli zrugg! 😍😍

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