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Selbstständig | Wie verdiene ich mein Geld?

Wie ihr wahrscheinlich wisst, bin ich selbstständig seit zwei Jahren. Im November 2016 habe ich meinen Job gekündigt und mich selbstständig gemacht.

In den letzten zwei Jahren haben sich die Tätigkeiten immer wieder geändert und ich habe einiges gemacht und ausprobiert. In diesem Blog Artikel erzähle ich dir von den letzten zwei Jahren und von all den Dingen, die ich gemacht habe, um selbstständig zu bleiben.

Selbstständig mit 20

Es war schon immer mein Ziel, so schnell wie möglich selbstständig zu sein. Als ich 2016 gekündigt habe und von einem Tag auf den anderen nicht mehr da arbeiten ging, habe ich mir das sehr gut überlegt. Ich wollte 2016 eigentlich schon im Juli kündigen, fühlte mich da aber nicht bereit dazu. Schon während meinem normalen Job (als Kauffrau) habe ich nebenbei mein online Business aufgebaut. Damals war ich im Network Marketing unterwegs und habe so mein Geld verdient. Ausserdem habe ich einem Freund mit seiner Firma geholfen und sollte von da auch noch Geld verdienen. So habe ich dann also gekündigt…

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Wie es dann natürlich so ist, funktionierte das mit den Finanzen doch nicht so easy, wie ich dachte. Die Firma von dem Freund lief damals nicht richtig an und ich wurde dementsprechend auch nicht bezahlt. Nach 1-2 Monaten hörte ich auf, damit ich mich auf Dinge fokussieren konnte, die mich weiterbringen und auch meine Finanzen regeln.

Erstes WordPress Projekt für einen Kunden

Im Januar 2017 bekam ich dann überraschenderweise einen Auftrag. Ich soll eine Webseite für jemanden erstellen und werde natürlich dafür bezahlt. Das war mega geil und passierte genau zur richtigen Zeit.

Damals hatte ich aber noch gar nicht gross ne Ahnung von WordPress und Webseiten. Während ich also den Auftrag erledigt habe, habe ich mir sozusagen all das erst beigebracht. 😂 Es kam aber super raus schlussendlich und ich habe gemerkt, dass ich damit gerne weiterhin was machen will.

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Eigener Blog

So entstand dann 3 Monate später dieser Blog hier. Ich habe mit WordPress diese Seite hier aufgebaut und angefangen zu schreiben. Seit 1.5 Jahren mache ich das hier jetzt und ich liebe es immer noch so sehr!

Grafiken, Flyer, Texten

Network Marketing war immer noch mein „Hauptding“. Wir sind jetzt hier übrigens immer noch im Frühling 2017. Ich war also täglich damit beschäftigt, neue Kontakte zu knüpfen, Skype Calls zu führen und Menschen für mein Business zu begeistern versuchen.

Zwischendurch kamen immer mal wieder kleine Aufträge rein. Ich habe angefangen Flyer, Grafiken und Texte zu erstellen für Leute, die es eben gerade gebraucht haben. Das alles funktionierte über Mund-zu-Mund-Propaganda. Ich hatte keine Seite, auf der ich meine Dienste anbot oder so.

Erfolgreich im Network Marketing

Ab Herbst 2017 begann das Network Marketing Ding richtig zu laufen. Ich verdiente damit mehr Geld, als ich brauchte. Auf einmal lief alles wie am Schnürchen und ich hatte einige Monate hintereinander keine Geldsorgen mehr.

Das klingt jetzt, als hätte ich weiss ich wie viel Geld verdient; so ist das nicht. Ich komme mit SEHR wenig Geld klar, weil ich meine Fixkosten immer so tief wie möglich halte. Wenn ich also 2’000 CHF im Monat verdient habe, war das mehr als genug 😉

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Crypto Business und mehr WordPress

Im Januar 2018 hat mich ein Bekannter aus der Schweiz angeschrieben und mich gefragt, ob mein Freund und ich bei ihrer Firma mit einsteigen wollen. Es war eine Firma, die sich mit Krypto Mining beschäftigte. Mich wollten sie, um mit WordPress die neue Seite zu bauen und sonstige kleine Arbeiten im Marketing (Social Media) Bereich.

So habe ich dann also da gestartet und wurde dafür bezahlt. Die Firma war 2 Stunden von meinem Zuhause entfernt, deshalb habe ich von Zuhause aus weitergearbeitet und hatte so ca. 1-2x pro Woche Skype Calls mit den Mitarbeitern, um zu besprechen wie weit ich bin und was so ansteht.

Für mich war das super! Die Arbeit hat Spass gemacht und ich war trotzdem immer noch zu 100% frei. Konnte meine Zeit selbst einteilen und arbeiten wo ich will.

Nach drei Monaten meldete die Firma Insolvenz an, weil sie einige gravierende Fehler gemacht haben. Die Firma wurde aufgelöst und somit hatte ich keinen Lohn mehr.

Aufgehört mit Network Marketing

Als ich bei der Firma angefangen habe als Freelancerin zu arbeiten, habe ich aufgehört mit Network Marketing. Ich hatte nach fast zwei Jahren Network Marketing einfach keine Lust mehr drauf. Ich habe gemerkt, wo ich hin will und was mir Spass macht. Es waren die kreativen Arbeiten – nicht das Verkaufen von Produkten von irgendwem.

Als die Firma im Frühling 2018 dann weg vom Fenster war, stand ich ohne irgendwas da. Ich hatte keine Einnahmen mehr aus dem Network und auch keine Einnahmen mehr von Projekten, an denen ich für die Firma gearbeitet habe.

Ein paar wenige Monate habe ich dann nichts verdient und habe meine Ersparnisse aufgebraucht, die ich auf die Seite legen konnte, als ich „mehr als genug“ verdient habe.

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Photo by Tim Stief on Unsplash

Sicherheit gibt es nicht

Ich habe gerade nochmals alles durchgelesen, was ich bis hier geschrieben habe. Lustig, dass genau nachdem ich wieder einen Vertrag mit einer „greifbaren“ Firma hatte sowas passiert ist, dass ich plötzlich nichts mehr verdiene und mich neu orientieren muss.

Damals als ich mit Network Marketing angefangen habe, haben so viele Leute gesagt, dass das nicht funktionieren kann, weil die Firma so weit weg ist, es keine Verträge gibt und man nie weiss, was die mit dem Geld machen.

Man hat wirklich nie eine Sicherheit. Es kann immer was schief laufen und man steht wieder da ohne zu wissen wohin.

Zwischennotiz Ende. 😝 Weiter geht’s mit meiner Reise im selbstständig sein.

Erste Kooperation mit samcadosch.com

Dieses Jahr im März 2018 kam die erste Kooperation in’s Spiel. Ich verdiente zum ersten Mal Geld mit meinem Blog! Ich weiss noch ganz genau, wie ich mich da gefühlt habe. Mein Blog war nicht mal ein Jahr alt und schon kam eine Firma auf mich zu, weil sie eine Kooperation mit mir wollten.

Das wurde natürlich nicht zur Regel, aber es kamen seit da immer wieder mal Firmen auf mich zu und es entstanden Kooperationen.

Eigene Firma gegründet

In der Zeit nachdem die Crypto Firma den Bach runter ging, haben wir unsere eigene Firma gegründet. Da hatte ich dann auch eine Weile zu tun mit Webseite erstellen, Social Media, etc.

Natürlich bringt so ein StartUp nicht gleich Geld ein. Wir haben da alle eine Zeit lang Vollgas gegeben, bis wir uns wieder mehr um die Finanzen kümmern mussten.

Die Firma steht immer noch und läuft weiter mit Kunden, die wir uns in der „Vollgas-Zeit“ aufgebaut haben. Momentan ist aber der Fokus nicht mehr zu 100% bei der Firma, sondern bei persönlichen Projekten, die jeder selbst hat.

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Photo by Jeff Sheldon on Unsplash

Erste Fotoshootings und Videos

Im Sommer dieses Jahr hatte ich mein allererstes professionelles Fotoshooting. Ich durfte ein Paar fotografieren in einem wunderschönen Park an einem strahlenden Sommertag.

Danach kamen auch Videos in’s Spiel. Bisher habe ich ja nur Videos für mich selbst und meinen YouTube Kanal gefilmt. Nach dem Herbst kamen dann plötzlich auch Aufträge rein. Produktvideos filmen und schneiden oder Events filmen und fotografieren.

Wow! Darüber bin ich immer noch sprachlos. Ich fotografiere schon seit ich ein Gerät hatte, das Fotos machen konnte. Dass ich damit tatsächlich mal selbstständig Geld verdienen würde, hätte ich nicht gedacht.

Babysitting, Petsitting, Haushalthilfe

Selbstständig Geld zu verdienen ist nicht einfach. Man muss sich zuerst was aufbauen, das Geld reinbringt.

Dieses Jahr habe ich so wenig Geld verdient wie wahrscheinlich in keinem anderen Jahr. Und das ist völlig okay. Ich konnte meine Rechnungen immer irgendwie bezahlen und habe ausserdem gelernt, dass Geld mich nicht stressen kann, wenn ich es nicht zulasse.

Natürlich habe ich mir trotzdem immer wieder den Kopf darüber zerbrochen. Ich habe mich ständig gefragt, was ich denn machen kann, um genug Geld zu verdienen und nicht immer so einen Druck zu haben.

Im August oder September dieses Jahr habe ich dann angefangen mich nach kleinen Jobs hier in der Gegend umzuschauen. Das wichtigste ist für mich immer, dass ich flexibel bleiben kann und immer noch genug Zeit für mich und meine Projekte habe. Deshalb habe ich mich einfach mal auf 3 Plattformen angemeldet. Die eine ist für Petsitting, die andere für Babysitting/Haushalt und die dritte ist für Aufträge am Computer wie texten, Logos erstellen etc.

Auf allen drei Plattformen kommen jetzt immer mal wieder kleine Aufträge rein, mit denen ich was verdiene. Jetzt bin ich pro Woche ca. 5-8h irgendwo am babysitten, mit einem Hund am spazieren oder Texte für Firmen am schreiben.

Anfangs dachte ich, das könnte mich vom Weg abbringen, weil ich dann nicht mehr 100% den Fokus auf meinen Projekten habe.

Schlussendlich hat es aber den Fokus geschärft. Da ich jetzt nicht mehr die ganze Zeit Angst haben muss, wo mein Geld für Rechnungen herkommt, kann ich viel ruhiger und mit mehr Leidenschaft an meinen Projekten arbeiten. Zeit bleibt ja auch genug dafür. Was sind schon 8 Stunden, wenn ich 168 Stunden pro Woche zur Verfügung habe? ☺️

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Photo by Fabio Comparelli on Unsplash

Jeder Schritt öffnet neue Türen

Ja, es ist tatsächlich so. Jeder Schritt in irgendeine Richtung öffnet neue Türen.

Das ist die „Hauptlektion“, die ich gelernt habe, seit ich selbstständig bin. Es ist eigentlich egal, was ich mache. Hauptsache ich mache etwas! Natürlich nichts unüberlegtes/gefährliches – ihr wisst schon was ich meine.

Die Sache mit den kleinen Jobs (Babysitting etc.) hat mir schon SO viele neue Türen geöffnet, die dahin führen, wo ich langfristig hin will. Ich habe dadurch Aufträge für Videos, Fotos, und Webseitenprojekte bekommen. Ausserdem werde ich vielleicht ab Januar als Freelancer bei einer Firma aus meinem Dorf aushelfen und da an Webseiten und grafischen Arbeiten dran sein.

Das ist noch nicht fix. Zuerst gehe ich Anfang Januar da mal für einen Nachmittag vorbei, damit ich mir ein Bild von dem Team da machen kann und sie von mir.

Ich freue mich da sehr darauf, weil es genau das ist, was ich will. Kreative Arbeiten in meinem Bereich.🙏🏼

Ausprobieren und mutig sein

Mir war gar nicht wirklich bewusst, wie viele Dinge ich in den zwei Jahren ausprobiert und gemacht habe! Ist das nicht crazy? So viele verschiedene Wege, die mich schlussendlich hier hin gebracht haben.

Es ist nicht einfach. Aber ich bin sehr glücklich darüber, diese Entscheidung getroffen zu haben. Die Entscheidung selbstständig zu sein und mir was aufzubauen, das mich erfüllt und glücklich macht.

Auch in den Zeiten, in denen es richtig schwarz aussah, habe ich keine Sekunde lang bereut, dass ich damals im November 2016 meinen Job gekündigt habe. Es war übrigens nicht einfach ein Job. Es war eine Ausbildung, die ich da abgebrochen habe. Ich habe heute keinen Abschluss und das stört mich überhaupt nicht. Das alles ist bewusst so passiert, wie es passiert ist.

Hier kannst du mehr über meine Kündigung, meine Gründe und meine Zeit in der „normalen Arbeitswelt“ lesen. 🤗

Geh‘ deinen Weg

Wow, das hier ist länger und umfangreicher geworden, als ich gedacht habe. Aber so war eben mein Weg. Ein Weg mit vielen Zwischenstopps. 🙂

Schlussendlich sind es doch diese Geschichten, die wir später mit einem Lächeln auf dem Gesicht erzählen, oder nicht? 🙂

Wenn du etwas aus diesem Blogpost mitgenommen hast, dann bitte, dass du deinen Weg gehen sollst. Den Weg, der DICH glücklich macht. Egal wie der auch aussehen mag. Das Leben ist zu kurz, um viele Jahre in Situationen festzustecken, die uns nicht glücklich machen.❤️

Gehst du schon DEINEN Weg? Ich würde sehr gerne deine Geschichte oder Gedanken dazu in den Kommentaren lesen. ❤️


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