Heute war so ein Tag, an dem ich mir einiges vorgenommen habe und es aber überhaupt nicht auf die Reihe bekommen habe, daran zu arbeiten. Ich konnte mich überhaupt nicht konzentrieren und wenn ich es mal geschafft habe, meine Konzentration da zu haben, wie sie sein sollte, hat es sich richtig falsch angefühlt.

Sam Cadosch - Konzentration, konzentrieren

Vielleicht folgst du mir auf Instagram und hast meine Umfrage in den Stories gesehen. Wenn nicht: Ich habe da gefragt, was meine Follower machen, wenn sie solche Phasen haben. Aufhören und was anderes machen oder einfach durchbeissen und weitermachen?

Die Resultate dieser Umfrage sehen so aus: 62 % was anderes machen und 39 % weitermachen.

Ich habe mich für „Was anderes machen entschieden“.

Das schlechte Gewissen

Aber bevor ich mich entschieden habe, habe ich einfach nur darüber nachgedacht und mich gefragt, was wohl besser wäre. Und als ich daran dachte, dass ich doch lieber einfach was anderes mache, kam schon das schlechte Gewissen.

„Aber was ist denn mit deinen Zielen?“, „Willst du denn gar nichts hinkommen?“, „Immer diese blöden Ausreden.“ – solche Sätze kamen dann in meinen Kopf geschossen und ich fühlte mich gleich schlecht und dachte ich muss einfach durchbeissen.

Akzeptieren, dass die Konzentration eben weg ist

Und auch hier kommt wieder mein geliebtes Thema „Akzeptanz“ in’s Spiel. Denn die Gedanken, die ich euch eben beschrieben habe, sind weit weg von Akzeptanz.

Dieser Schritt hier ist jedoch das Akzeptieren. Denn ohne es zu akzeptieren, kann ich nicht weitermachen und Entscheidungen fällen. Ich denke manchmal ist es echt einfach das wichtigste, dass wir akzeptieren, dass wir nicht immer voll produktiv sein können und manchmal eben nicht alles gleich so gelingt, wie wir es uns vorstellen.

Und genau das habe ich gemacht.

Kreative Pause

Schlussendlich dachte ich mir, dass das alles sinnlos ist. Mir ein schlechtes Gewissen zu machen, um mich zu zwingen weiterzumachen. Und so habe ich mich bewusst entschieden jetzt für heute einfach keine Ansprüche an meine Produktivität zu haben.

Ich habe meine Eltern besucht, gelesen, Yoga gemacht und plötzlich sitze ich hier und schreibe diesen Blogartikel. Für mich war es genau die richtige Lösung, was anderes zu machen in der Situation und nicht einfach krampfhaft was weiter zu probieren.

Manchmal, wenn ich solche Blockaden habe, zwinge ich mich einfach weiter. Und manchmal funktioniert das auch. Aber Spass macht es nie. Und ich bin der Meinung, dass das was ich tu‘ mit Freude gemacht werden soll oder gar nicht. Weil fast alles, was ich mache ist kreativ. Und Kreativität lässt sich nicht erzwingen.

Wo ist die Konzentration dann?

Und ausserdem: Wenn die Konzentration da fehlt, wo man sie haben will, ist sie woanders. Etwas beschäftigt uns in solchen Momenten. Wieso also immer ignorieren, statt uns damit auseinanderzusetzen?

Früher habe ich das IMMER ignoriert und es hat mich immer wieder aufgehalten, weil ich mich nicht damit auseinandergesetzt habe.

Heute ist das nicht passiert. Ich hatte diese Phase vom Aufstehen bis zum späten Nachmittag. Als ich es am Mittag gemerkt habe, habe ich mich damit auseinandergesetzt und fühle mich jetzt wieder frei und habe neue Energie, um das zu machen was ich möchte und um produktiv zu sein.

Genau so möchte ich arbeiten und nicht anders.

Hustle, Baby

Sam Cadosch - Konzentration, konzentrieren, hustle

Photo by Jon Tyson on Unsplash

Wie ihr wahrscheinlich wisst, bin ich nirgends angestellt, sondern arbeite von zu Hause aus für mich selbst. Das heisst ich kann selbst entscheiden, wann ich was mache.

Und natürlich habe ich auch mit vielen Menschen zu tun, die den selben Liefstyle leben. Nur fällt mir da immer wieder diese „Hustle, Baby-Mentalität“ auf. Alle stehen auf und fangen an zu arbeiten. An ihren Projekten. Alles was zählt, ist, dass sie ihr Ziel erreichen. Und sie arbeiten, bis sie da ankommen.

Genau das habe ich letztes Jahr auch ein paar Monate lang gemacht. Ich dachte es stimmt, dass man einige Jahre im Leben Vollgas geben muss, und auf so ziemlich alles „unnötige“ verzichtet, um danach so zu leben, wie man will.

Heute denke ich jedoch nicht mehr so. Ich finde man sollte nicht das Leben beiseite schieben, um ein Ziel zu erreichen. Jedenfalls nicht über eine längere Zeit. Ich bin schon der Meinung, dass man einen Fokus haben soll und seine Konzentration dahin lenken soll, wo sie benötigt wird. Und ich bin auch der Meinung, dass man was leisten muss, um Ziele zu erreichen. Aber eben nicht in dem Ausmass auf so lange Zeit.

Mich hat es damals sehr unglücklich gemacht, als ich nur noch alles für mein Ziel gemacht habe und nicht mehr wirklich gelebt habe. Irgendwann wurde es krampfhaft. Und da musste ich aufhören.

Heute arbeite ich immer noch jeden Tag. Aber ich nenne es eigentlich nicht „Arbeit“, weil es Spass macht und ich eine Balance gefunden habe.

Ich dachte ich teile das hier mal in einem kurzen Blogartikel mit euch, statt es nur in der Instastory zu erzählen.

Was denkst du zu diesem Thema und wie verhältst du dich? Schreib’s mir in die Kommentare 🙂


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