Ich bin einige Male in meinem Leben ausgestiegen. Aus Situationen, Jobs, Beziehungen oder was auch immer. Und ich finde das ein sehr wichtiges Thema! Aussteigen ist nicht gleich aufgeben.

Aussteigen ist manchmal der Weg in die Freiheit

Sam Cadosch - Aussteigen, Freihiet, neuer WegViele Leute denken, dass du aufgegeben hast, wenn du aussteigst. Aber manchmal ist es einfach besser, auszusteigen. Wenn du in einer Situation gefangen bist, die dich nicht mehr weiter bringt oder die dir zu viel Energie raubt, ist es kein Aufgeben, wenn du gehst. Es ist ein Aussteigen.

Mein letzter Ausstieg war mein Job. Besser gesagt meine Ausbildung. Ich bin ausgestiegen 9 Monate vor den Abschlussprüfungen. Nicht weil ich Angst hatte, es nicht zu schaffen. Denn ich hätte es geschafft. Meine Noten waren gut und auch im Betrieb kam ich meinen Arbeiten nach.

Nur wollte ich gar keinen Abschluss von etwas, was ich nachher nie mehr will. Für mich war schon immer klar, dass ich einen anderen Weg einschlagen will. Ich wollte die Freiheit, selbst zu entscheiden, wann ich aufstehe am Morgen und was ich mache, um mein Geld zu verdienen. Ich wollte nicht meine Zeit gegen Geld tauschen, sondern Geld verdienen, wenn ich etwas geleistet habe. Und ich wollte arbeiten von wo aus ich will. Ich wollte mir nie Gedanken machen müssen, was mit meinem Job ist, wenn ich auf Weltreise gehe oder sonst wo hin. Und genau deshalb bin ich ausgestiegen.

Aussteigen ist mutig!

Viele Leute sagen, dass man lieber weiter „durchzieht“, weil es ja vielleicht bald besser wird und man dann gar nicht mehr aussteigen will. Und genau deshalb verlieren Leute so viel Zeit in Lebenssituationen, die für sie eigentlich nichts mehr bringen. Weil überall gesagt wird, dass Durchbeissen die Lösung für alles ist.

Aussteigen ist mutig – denn nur Leute, die wissen wohin sie wollen, steigen aus. 

Sam Cadosch - Aussteigen, Freiheit, neuer Weg, stark, Stärke

Wenn du einen neuen Weg vor Augen hast, der dich mehr erfüllt, dann geh‘ diesen. Es bringt nichts, einen alten Weg zu gehen nur weil das normal ist oder weil du diesen angetreten bist. Deine Bedürfnisse ändern sich und manchmal sind Situationen auch nur Zwischenlösungen und es ist dein Recht, auszusteigen, wenn der neue Weg mehr Frieden in dein Leben bringt.

Im Leben geht’s darum, das zu tun, was dich glücklich macht. Und nicht das, was normal ist. Es gibt viele verschiedene Wege.

Der neue Weg wartet

Aber er wartet nicht für immer. Ich sehe immer wieder, dass Menschen ihre Träume einige Jahre in die Zukunft verlegen. Weil sie es ja dann auch noch machen können. Wie zum Beispiel das Reisen. Ein gutes Beispiel. Die meisten Menschen möchten mehr von der Welt sehen und reisen gehen. Verschieben es aber auf ihre Pension oder sonst auf einen späteren Zeitpunkt. Fakt ist aber, dass du niemals weisst, was dann ist. Vielleicht lebst du dann nicht mal mehr! Das klingt jetzt hart – aber niemand von uns weiss, wo die Reise zu Ende ist. Und deshalb lebe ich mein Leben JETZT. Und um sein Leben JETZT zu leben und sich Träume zu erfüllen. muss man manchmal aus Situationen aussteigen, die das nicht zulassen.

Sam Cadosch - Aussteigen, Freiheit, neuer Weg, Weg

Überlegt soll’s trotzdem sein

Damit niemand meine Worte missversteht: Ich meine nicht, dass man nach dem Motto „YOLO – You only live once“ lebt und eine unüberlegte Tat nach der anderen macht. Sondern, dass man seine Ausstiege und die danach kommenden neuen Wege gut überlegt.

Sam Cadosch - Aussteigen, Freiheit, neuer Weg - pinAls ich aus meinem Job ausgestiegen bin, wusste ich ganz genau was ich danach wollte. Wie mein Leben aussehen sollte. Und ich wusste auch, dass es nicht leicht wird. Aber ich habe die Risiken abgewägt und mich danach entschieden, diesen Weg so zu gehen. Und DANN bin ich ausgestiegen.

Dieser Prozess hat nicht einen Tag oder eine Woche gedauert. Sonder Jahre. Gut ich wusste einfach schon immer, wo ich hin wollte beruflich, finanziell und wie mein Leben allgemein aussehen sollte. Viele Jahre davon waren jedoch nicht produktiv. Ich habe nicht aktiv was dafür gemacht. Sondern erst, als ich nach der Schule angefangen habe zu arbeiten. Als ich langsam alt genug war (gesetzlich), um eigene Entscheidungen zu treffen. Und dann habe ich aktiv angefangen mir nebenbei was aufzubauen, bis ich gesehen habe, dass mich das tatsächlich glücklicher macht. Und so bin ich dann ausgestiegen.

Der Ausstieg dauerte nicht einen Monat oder eine Woche. Sondern eine Stunde. Ich habe niemandem davon erzählt, damit mir niemand reinredet. Ich habe es einfach gemacht und am selben Tag, als ich das verkündet habe, war mein letzter Tag und somit mein erster Tag auf meinem neuen Weg.

Was ich damit sagen will

Leb‘ dein Leben, so wie du es möchtest. Es stimmt nicht, dass jeder Mensch „Opfer bringen“ muss für die Gesellschaft oder sonst wen. Du hast das Recht, dein Leben so zu leben, wie du es willst. Und bevor du am Ende deiner Tage bereust, nicht früher dies oder das gemacht zu haben – mach‘ es jetzt.

 

Dieser Beitrag liegt mir sehr am Herzen – und anhand der Schreibweise merkt man das vielleicht auch. Denn es ist ein sehr wichtiges Thema, welches da draussen zu selten angesprochen wird…

Dieser Artikel wird dich ebenfalls interessieren: Ich brauche Urlaub von meinem Leben! 

Ich freue mich natürlich wie immer auf deinen Kommentar!

Bist du schon mal ausgestiegen?