Ich denke wir sollten nicht an unseren VORsätzen arbeiten, sondern lieber mal unsere Glaubenssätze überarbeiten.

Das Jahr 2017 ist gleich schon vorbei und ich sehe wieder überall Menschen, die sich Vorsätze für 2018 aufschreiben.

Vorsätze… Das ist sowas, woran ich überhaupt nicht „glaube“. Denn wenn ich was ändern will, muss ich dafür nicht bis Ende Jahr oder auf sonst einen Tag warten 🙂 Für mich ist es viel wichtiger, mal den Fokus auf Glaubenssätze zu werfen. Denn die beeinflussen unser Leben mehr als wir vielleicht ahnen.

Deshalb erzähle ich euch mal von ein paar von meinen Glaubenssätze. Einige, die ich schon gelöst habe und andere, an denen ich noch arbeiten muss.

Sam Cadosch - Glaubenssätze - cover

Weihnachten ist scheisse

Mein erster Glaubenssatz, ist ein ungelöster. Einer, der perfekt zu dieser Zeit passt. Denn es geht um Weihnachten. Besser gesagt darum, dass ich Weihnachten nicht so toll finde. Und es ist auch nicht so, dass es mir einfach egal oder nicht so wichtig ist.

Es ist etwas, das ich nicht einfach ignorieren kann oder mit Gelassenheit die Zeit erleben kann. Ich sage jedes Jahr Anfang Dezember „Puh bin ich froh, wenn der 2. Januar kommt, wenn das Ganze endlich vorüber ist und die Menschen wieder normal sind.“

Ich will nicht unbedingt zum Weihnachtsfan werden. Das muss nicht sein. Aber ich würde das Ganze gerne gelassen nehmen und einfach ein paar gemütliche Tage verbringen.

Für mich ist Weihnachten immer eine Zeit, in der die Menschen nett sind, obwohl sie sich den Rest des Jahres wie Arschlöcher benehmen. Oder eine Zeit, in der es nur um Konsum geht. Eine Zeit, in der alle von Liebe sprechen und niemand wirklich mit Liebe auf die Menschen zugeht.

Ok, ganz so ist es nicht mehr, muss ich zugeben. Mittlerweile weiss ich nämlich, dass das nur in meinem Kopf ist und ich das Ganze sehen kann wie ich will. Nur schaffe ich das momentan noch nicht so ganz. ?

Sam Cadosch - Glaubenssätze - christmas weihnachten

Photo by Chad Madden on Unsplash

Zu wenig oder zu viel Essen

Einer meiner gelösten Glaubenssätze hat mit dem Essen zu tun.

Es gab eine lange Zeit in meinem Leben, in dem ich mit einer Essstörung zu kämpfen hatte. Da war es meine grösste Angst, zu viel zu essen. Jedes bisschen war eigentlich schon zu viel.

Und dann kam die Zeit, in der ich keine Zeit mehr hatte, mir darüber Gedanken zu machen, ob ich dünn genug bin oder nicht. Es war die Zeit, als ich meine Rücken Operationen hatte. Da war die schönste Zeit am Tag die, in der ich am Essen war. Denn viel anderes konnte ich (mit meinem damaligen Mindset) nicht tun. Was in dem Fall gar nicht mal so schlecht war. Denn so wurden irgendwie meine Probleme mit dem Essen unwichtig. Ich habe dann also 2 Jahre lang normal gegessen. Ich nenne es mal normal, weil das Essverhalten der meisten Menschen die ich kenne so aussieht.

Doch irgendwann merkte ich, dass ich unterbewusst immer Angst hatte, zu wenig zu bekommen. Ich verglich meine Portion auf dem Teller mit dem der anderen. Und dachte schon am Morgen daran, ob ich am Abend genug zu essen hatte oder ob ich noch einkaufen gehen muss.

Bis ich dann zum ersten Mal gefastet habe dieses Jahr. Ich habe 5 Tage nichts gegessen. Nur Wasser und Tee getrunken. Das war ein unglaublich schönes Erlebnis, welches ich dann ein paar Monate später wiederholt habe.

Lange Rede kurzer Sinn: Dadurch habe ich gelernt, dass egal wie viel oder wenig Essen ich habe, es ist genug. Denn ich weiss, dass wir nicht so viel essen müssen, wie wir es tun. Ich glaube das ist mehr Sucht als Notwenigkeit.

Sam Cadosch - Glaubenssätze - food

Photo by Maria Mekht on Unsplash

Alles muss so kommen

Ja, alles muss genau so passieren und laufen, wie’s eben passiert und läuft.

Zu diesem Glaubenssatz gibt’s gar nicht viel zu sagen.

Ich glaube fest daran, dass alles einen Sinn und einen Grund hat. Dass alles was passiert genau so sein muss, auch wenn es im ersten Moment vielleicht sogar ein schreckliches Ereignis ist.

Dieser Glaubenssatz gibt mir extrem viel Halt und vereinfacht mein Leben sehr.

Ich kann das nicht

Und hier noch einer meiner gelösten Glaubenssätze. „Ich kann das nicht!“.

Mein Horizont hat sich in den letzten 3 Jahren in’s unendliche vergrössert. Den Satz „Ich kann das nicht.“ gibt’s so nicht mehr.

Wenn du sagst das kannst du nicht, dann willst du nicht, ganz einfach! 

Ich meine abgesehen von dem was physikalisch nicht möglich ist. Ich würde nicht versuchen von einer Brücke zu springen und zu denken ich kann unten einfach so weiter spazieren ?

Aber ihr wisst schon was ich meine.

Vertrauen

Da sind wir an einem kritischen Punkt. Einer meiner Glaubenssätze, mit denen ich immer noch Mühe habe.

„Vertrauen fällt mir schwer“.

Es gibt wenige Menschen auf diesem Planeten, denen ich wirklich vertraue. Und es fällt mir auch nicht leicht,  Vertrauen zu Menschen aufzubauen oder wieder zu vertrauen, wenn ich mal enttäuscht wurde.

Ich würde gerne einfacher vertrauen können ohne mir ständig Sorgen zu machen.

Auch was, an dem ich arbeite. Und ich bin zum Glück auch schon viel weiter als ich mal war. Aber es liegt noch ein langer Weg vor mir. ?

Sam Cadosch - Glaubenssätze - river - fluss

Glaubenssätze bewusst machen

Ich denke der Weg der Galubenssätze sieht so aus:

Schlechte Glaubenssätze haben – sie erkennen – sie akzeptieren – sie lösen.

Als ich meine Glaubenssätze erkannt und akzeptiert habe, war ich schon fast am Ziel. Denn das schwerste ist meiner Meinung nach nicht die Lösung, sondern die Erkenntnis. Viele Menschen befassen sie nie mit diesem Thema und merken gar nicht, dass Glaubenssätze ihr Leben so schwer machen zu gewissen Teilen.

Wenn du sie erst mal erkannt und akzeptiert hast, macht das schonmal einiges leichter und du kannst in Ruhe an der Lösung dazu arbeiten ?

Wie siehst du das und was hast du für Glaubenssätze (gute und weniger gute)?


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