Gesunde Ernährung – so funktioniert’s!

Immer wieder erreichen mich auf Instagram Anfragen zum Thema gesunde Ernährung. Ich zeige ja sehr oft, was ich täglich so esse und teile manchmal sogar  die Rezepte dazu in meinen Stories. Das wirft anscheinend bei vielen Leuten die Frage auf, wie ich das überhaupt so hinbekomme. Ob mir dabei nichts fehlt und wie es sein kann, dass das bei mir so einfach aussieht.

Die Antwort auf Letzteres ist: Weil es sehr einfach ist. ☺️

Deshalb möchte ich hier mal ein paar Tipps und Gedanken zu diesem Thema für euch aufschreiben. Die Ernährung ist ein Thema, das uns täglich begleitet und irgendwie immer wie ein Mysterium scheint, vor allem wenn es um gesunde Ernährung geht.

Sammy C - gesunde Ernährung/ eating healthy pin

An dieser Stelle ein kleiner Disclaimer: Ich sage niemanden, wie er/sie sich ernähren soll und was das beste für euch ist. Das ist bloss meine Erfahrung und ein Einblick in mein Leben und meinen Wissensstand.

Gesunde Ernährung bedeutet für mich…

…dass ich mich damit gut fühle! Körperlich und seelisch.

Was für mich am besten passt und wie meine Mahlzeiten gestaltet sind: 

  • vegan
  • glutenfrei
  • zuckerfrei

Wie ihr mittlerweile bestimmt wisst, ernähre ich mich seit bald zwei Jahren vegan und (so gut es geht) zuckerfrei. Seit 2-3 Monaten habe ich auch Gluten aus meiner Ernährung gestrichen, weil ich mich darüber ein wenig informiert habe und für mich klar wurde, dass das für mich nicht gesund ist. Während den Recherchen habe ich auch festgestellt, dass ich Gluten gar nicht so gut vertrage. Nicht so, dass ich eine krasse Intoleranz hätte, aber meine Verdauung reklamiert auf jeden Fall, wenn ich Gluten zu mir nehme. Das ist mir davor gar nicht wirklich aufgefallen.

Soviel mal zu meinem „Ernährungsstil“. 

Wie war’s früher?

Wenn ich jetzt zurückdenke an früher, bin ich wirklich stolz auf meinen Körper, dass er das alles überlebt hat 🙈Früher hätte ich das nichtmal „Ernährung genannt“.

Jahrelang wurde meine Ernährung von Essstörungen kontrolliert und ich habe Essen als etwas schlechtes gesehen. Das fing schon in meiner Kindheit an. 

Vor ca. 4 Jahren habe ich angefangen daran zu arbeiten. Da ging’s noch gar nicht um gesunde Ernährung, sondern einfach mal darum, aus den Essstörungen rauszukommen. Und ich denke das hat auch ganz gut geklappt! 

Zu dem Zeitpunkt hatte ich aber immer noch keine Ahnung, was die Ernährung bewirken kann – im positiven- und im negativen Sinne. Ich habe mich hauptsächlich von Croissants, Chips, Red Bull, Pizza, Schnitzel, Pommes und Kebap ernährt.😂

Sammy C - gesunde Ernährung / eating healthy / junkfood
Photo by Evelyn on Unsplash

Mit der Zeit habe ich dann angefangen mich mit der Gesundheit in Verbindung auf Essen auseinanderzusetzen und fiel dabei oft fast vom Stuhl. Ich wunderte mich wirklich, dass man sowas nicht in der Schule schon beigebracht bekommt. 

Naja auf jeden Fall war dann für mich mit der Zeit klar, dass ich keine tierischen Produkte mehr essen will. Da hatte ich auch noch keine Ahnung von Umweltfaktoren etc. Ich habe mich rein nur mit der Gesundheit befasst und anhand von dem dann so entschieden. 

Hinter dieser Entscheidung stehe ich bis heute immer noch zu 100% und ich werde mir sogar immer sicherer dabei. Ich bin unglaublich dankbar heute da zu sein, wo ich bin und immer mehr zu lernen. Die Ernährung hat bei mir wirklich extrem viel zum Besseren gewendet und zeigt mir jeden Tag auf’s Neue auf, wie wichtig es einfach ist, seinen Körper gut zu behandeln.

Jetzt aber genug von meiner Geschichte. Ich wollte das hier nur ganz kurz anschneiden, damit auch ein bisschen von meinem Hintergrund hier zu sehen ist und es nicht immer so aussieht, als wäre alles immer so perfekt gelaufen.

Der Einstieg in die gesunde Ernährung

Vielen Menschen fällt der Einstieg in eine gesunde, bzw. gesündere Ernährung sehr schwer, weil sie zu viele ungesunde Gewohnheiten haben. Und genau das ist der Punkt. 

Die Gewohnheiten

Eine ungesunde- oder gesunde Ernährung ist auch nur Gewohnheitssache. Es geht also „nur“ darum, alte Muster durch Neue zu ersetzen. 

Am besten beobachtest dazu zuerst einfach eine Weile dein Essverhalten. Was isst du wann und wieso? Hörst du auf dein Hungergefühl oder isst du aus emotionalen Gründen? 

Oft hilft es auch, ein Tagebuch dazu zu schreiben und alles zu notieren, was dir in Bezug auf deine Ernährung auffällt. 

Erste Schritte in Richtung gesunde Ernährung

Nach dem Beobachten kommen die ersten Taten. Am besten geht das alles langsam und fliessend. Es bringt nichts von heute auf morgen alles umzustellen und sich danach völlig überrollt zu fühlen.

Jeder kleine Schritt zählt und jeder kleine Schritt bringt dich einen Schritt näher zum Ziel.

Sammy C - gesunde Ernährung / healthy eating / lunch / Mittagessen
So sieht bei mir z.B. ein Mittagessen aus 🙂

Ich denke es bringt auch nichts, einfach zu „verzichten“. Das schmerzt mit der Zeit zu sehr, bis du wieder da bist, wo du angefangen hast. Es geht mehr darum, Alternativen für die ungesunden Gewohnheiten zu finden. Ich wurde z.B. auch nicht von heute auf morgen vegan. Ich habe Anfang 2017 angefangen damit und brauchte fast ein Jahr, um bei 100% zu sein – was meiner Meinung nach völlig ok ist. 

So hatte ich aber nie das Gefühl, dass ich auf irgendwas verzichte. Ich habe dabei gelernt, dass es nur Verzicht ist, wenn ich es nicht durch etwas neues ersetzen kann, das mir genauso gut schmeckt. Mit der Zeit habe ich so viele neue Gerichte und Nahrungsmittel kennengelernt, dass die alten mit der Zeit sehr unkreativ und unspektakulär erschienen – bis sie irgendwann keinen Bestand mehr hatten. 🙂

Challenges helfen

Ausserdem finde ich es immer wieder hilfreich, sich Challenges zu setzen. Ich habe damals z.B. viele Challenges gemacht, wenn es um Essen ging. Mal ne Woche zuckerfrei, um zu lernen was da überhaupt so möglich ist und wo überall Zucker drin ist. Dann mal ne Woche ohne Milch (das war ganz früher), um zu sehen, was sich verändert. Meistens habe ich mir eine Endzeit für die Challenge gesetzt und danach aber trotzdem so weitergemacht, weil ich es einfach super fand! So kommst du mega spielerisch rein. 🙂

Fasten für Bewusstsein

Etwas, das mir auch extrem geholfen war, war das Fasten! Und nein, das ist kein Muss, um irgendwas zu erreichen. Aber ich kann es auf jeden Fall nur jedem empfehlen 🙂 Natürlich aber nur, wenn du dich darüber genug informiert hast! Es ist schon ne Leistung für unseren Körper, einfach mal ein paar Tage lang nichts zu essen, obwohl er sonst mehrmals täglich was bekommt. Immer auf die Gesundheit achten und auf dein Gefühl hören. 🙂

Auf jeden Fall ist Fasten etwas unglaublich schönes für mich. Die Beziehung, die ich danach jedesmal zum Essen habe ist wunderschön! Vor allem schmeckt das Essen wieder soooo gut und man beginnt das Essen wieder richtig zu schätzen. ❤️

Wenn Fasten für dich auch was ist, würde ich das ganz am Anfang machen. Zuerst deine Gewohnheiten beobachten und dann direkt fasten, wenn du das möchtest und dich dazu bereit fühlst. Wenn du das nämlich geschafft hast, weisst du zu 100000000%, dass alles andere auch möglich ist. ☺️

Warum überhaupt etwas ändern?

Das allerwichtigste ist aber immer in jedem Fall das Warum! Ich denke, wenn man wirklich erfolgreich etwas verändert hat, kam dieses Gefühl von innen. Du merkst einfach, dass es jetzt richtig ist. 

Bei mir war es auf jeden Fall so. 

Sammy C - gesunde Ernährung / eating healthy - fruity something
Das Rezept zu diesem komischen „Ding“ findest du hier. Du wirst nicht glauben, wie lecker das war! Ausserdem siehst du in diesem Blogpost auch gleich meine Art von kochen und backen. Ich mag’s nämlich sehr unkompliziert und kann mich nicht an Rezepte halten 😂

Als ich noch nicht vegan war, hatte ich einen Freund, der gerade „Neuveganer“ war und ständig davon geredet hat, wie schlecht Milch ist und dass wir doch auch alle vegan werden sollen etc. Also er hat das auf eine freundliche Weise gemacht. Trotzdem ist deswegen niemand vegan geworden. 

Ich hatte einfach irgendwann das Gefühl, dass es jetzt passt und ich jetzt was ändern will. Ich bin da „so reingerutscht“ während meinen Recherchen. Ich fühlte mich, als wäre ich zur Lösung hingeführt worden. 

Und so sollte es wahrscheinlich auch sein. Es muss von innen kommen. Egal ob’s darum geht, vegan zu werden, sich gesünder zu ernähren, keinen Alkohol mehr zu trinken, whatever. 

Alles was von Aussen kommt darf einfach als Inspiration da sein, aber die richtige Entscheidung kommt aus dem Herzen und dann wird dich auch nichts mehr vom Weg abbringen. 

Chips und Schokolade

Ich habe mich vorhin gerade gefragt, ob der Zeitpunkt jetzt gut ist, um so einen Blogpost zu veröffentlichen. Genau heute ist nämlich so ein Tag, an dem ich extra mit dem Zug in’s nächste Dorf gefahren bin, nur um mir Schokolade und Chips zu kaufen! Sind zwar vegan und so gesund wie’s geht 🤪aber trotzdem immer noch Chips und Schokolade.

Und JA! Ich finde genau diesen Moment passend, denn dazu habe ich auch was zu sagen. Nicht zu Junkfood oder wie auch immer man’s nennt, sondern dazu, sich nicht alles zu verbieten.

Zu viel gesunde Ernährung ist nicht mehr gesund

In den letzten 4 Jahren auf meiner Reise der Ernährung habe ich vieles gelernt, getestet und verändert. Wenn ich dabei aber EINS gelernt habe, dann, dass es nie gut ist, alles strikt durchzuziehen. Für mich auf jeden Fall nicht. 

Sammy C - gesunde Ernährung / eating healthy - coffee, chocolate

Sich zu viel zu informieren und zu viel durchzusetzen ist nicht immer gut. Bei mir ging das mit der Zeit so weit, dass ich sogar am Gemüse gezweifelt habe. Oder wenn ich mal auswärts gegessen habe und da Zucker drin war hatte ich echt ein schlechtes Gewissen danach. Eine Freundin von mir trinkt jeden Tag Eistee und hat immer eine Flasche davon dabei. Es ist die Art von Eistee, die keinen umbringt, die sogar nur aus Schwarztee und bisschen Zucker besteht. Ich sage das, weil es da ganz andere Varianten davon gibt 😂. Auf jeden Fall habe ich früher NIE einen Schluck davon getrunken, wenn ich Durst hatte und mit ihr unterwegs war, weil ich strikt gegen Zucker war. Total bescheuert. Ich weiss gar nicht, was ich mir damit beweisen wollte. 

Heute trinke ich gerne mal einen Schluck Eistee, esse Chips oder Schokolade – und genau so soll und darf es meiner Meinung nach auch sein. ❤️

Ja, ihr merkt, mein Weg war holprig 😂. Ich finde es aber wichtig, das hier auch zu erzählen, weil ich weiss, dass ich damit ganz sicher nicht die einzige bin. Ich kenne viele Leute, die sich übergesund ernähren, bis es irgendwann zum Zwang wird. Die meisten Menschen haben dieses Problem nicht – ist mir schon klar. Aber für all diejenigen, die das kennen: Ihr seid nicht alleine damit. 

Und genau deshalb passt es heute so gut über gesunde Ernährung zu schreiben, „obwohl“ ich mit ner Chipstüte und Schokolade im Bett liege und hier schreibe. 

Schlussendlich geht’s auch hier nur um die Balance und darum, einfach zu schauen, dass der Grossteil der Mahlzeiten gesund ist.

Was auch immer du erreichen willst: Solange du es aus vollem Herzen tust‘ wirst du es erreichen. Alles von Aussen dient als Inspiration, Anlaufhilfe oder Informationsquelle. Der Funken muss aber aus deinem Inneren kommen. ❤️

Was bedeutet gesunde Ernährung für dich? 🤗 Ich würde mich freuen, deine Erfahrungen in den Kommentaren zu lesen! ❤️


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4 Antworten

  1. ally shiny sagt:

    super interessanter post!!

    xoxo ally
    [ allyshiny.blogspot.de ]

  2. Hi Sam, ein wahnsinnig toller, ausführlicher Post ist das! Ich finde es toll, dass du deinen Weg gefunden hast und gebe dir vollkommen recht damit, dass sowas von innen kommen muss. Bei mir kam das auch von dem einen auf den anderen Tag, dass ich kein Fleisch mehr essen wollte. Und ich vermisse es nicht mal. Vegan (und weniger Zucker) ist mein Ziel und bis dahin gebe ich mir Mühe, immer ein Stückchen besser zu werden 🙂 Liebe Grüße, Julia

    • Sam Cadosch sagt:

      Hey Julia!

      Danke! Ja, siehst du 😀 Ungezwungen funktioniert es am Besten 🙂

      Sehr schönes Ziel! Mit dieser Einstellung wirst du es auch ganz bestimmt erreichen! Ich wünsche dir viel Freude und Energie auf diesem Weg ❤️

      Liebe Grüsse
      Sam

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