Fasten – Meine Erfahrungen und Gründe

Hallo zusammen! Dieser Artikel wird ein bisschen anders sein, als die anderen, da es um ein spezielles Thema geht. Und zwar um’s „fasten“. Ich habe das nun dieses Jahr schon zum zweiten Mal gemacht und möchte hier einige Gedanken dazu teilen. 🙂

Was ist fasten und warum macht man sowas?

Es gibt viele verschiedene Arten von fasten. Und fasten ist auch nichts neues. Viele Leute fasten, weil es in ihrem Glauben so verankert ist. Andere Leute (wie ich) fasten aber aus gesundheitlichen oder spirituellen Gründen.

Fasten heisst in jedem Fall, dass man seine Essensgewohnheiten für eine Zeit umstellt. Zum Beispiel gibt es da das Saftfasten. Da trinkt man drei Mal am Tag einen Saft und das ersetzt dann komplett die normale Nahrung. Oder so wie ich es mache: Ich esse 5 Tage gar nichts und trinke nur Tee und Wasser.

Sam Cadosch - Fasten, Tee, Tasse, Nahrung

Der Grund, wieso ich das mache ist ganz klar:

Zum einen, um mich zu entgiften. Denn es gibt auch bei mir mal Zeiten, wo ich nicht ganz so gesund esse, wie ich es eigentlich wollte. Wie die letzten 2 Wochen in Marbella. Da habe ich einfach alles gegessen was mit vor die Augen kam 😛 Und auch meistens viel zu viel. Manchmal hatten erst um 2 Uhr morgens Abendessen. Und solche Sachen vertrage ich nicht so gut auf die Dauer.

Ich fühle mich danach müde und ich bin viel weniger fit. Habe weniger Lust und Freude, etwas zu machen etc.

Das erste Mal, als ich gefastet habe, war der Grund meine Haut. Ich hatte von Kind an eine Hautkrankheit. Und dieses Jahr habe ich herausgefunden, dass das Ganze nicht von der Haut kommt, sondern vom Darm. Denn wenn der Darm überfordert oder „vergiftet“ ist vom falschen Essen, muss der Körper das irgendwie zeigen. Und das war bei mir dann halt die Haut. Also dachte ich mir damals im Februar oder März, dass ich fasten werde. Und das habe ich dann auch getan. Einfach um meinem Körper mal die Ruhe zu gönnen und damit er mal alles verarbeiten kann, was sonst zu kurz kommt wenn er immer mit Neuem belastet wird.

Danach ging es mir so viel besser, das könnt ihr mir nicht glauben! Meine Haut sah aus wie die von einem normalen Mensch und ich war überglücklich!

Deshalb habe ich es diese Woche gleich wiederholt. Der Auslöser war wie gesagt nicht nur die Haut, sondern einfach dass ich meine Ernährung vernachlässigt habe und meinem Körper mal wieder die Zeit geben wollte, sich zu regenerieren.

Meine Erfahrung als Kurzzusammenfassung

Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass ihr nicht trainieren geht während der Fastenzeit. Oder dass ihr auch sonst keine schweren körperlichen Arbeiten ausführt. Denn der Sinn ist es ja, dem Körper ruhe zu gönnen. Und nicht einfach nur im Sinn von nichts essen und so wenig bewegen wie möglich. Sondern komplett. Es geht darum, sich mal um seinen Körper zu kümmern zu hören, was er sagt. Sich einfach mal ein paar Tage Zeit nehmen, um die Erfahrung zu machen und zu sehen, welche positiven Auswirkungen das Ganze auf euren Körper hat.

Es gibt sogar Leute, die wochenlang fasten, um zu meditieren. Weil in diesem Zustand anscheinend ein ganz anderes Level erreichbar ist als sonst. Weil man „leer und offen“ ist, um solche Eindrücke überhaupt zu verarbeiten.

Und das habe ich ebenfalls gemerkt. Nicht, dass ich jetzt irgendwelche spirituellen Begegnungen hatte oder ähnliches. Aber in den Momenten, in denen ich wirklich in ruhe irgendwo gehockt bin mit einer Tasse Tee in der Hand fühlte ich mich ausgeglichener als sonst, wenn ich ganz „normal lebe“.

Damit ihr euch ungefähr vorstellen könnt, wie das war habe ich hier mal alle 5 Tage zusammengefasst. Viel Spass!

Tag 1 (Montag)Sam Cadosch - Fasten, arbeit, Tee, Nahrung, Tasse - Wasser

Am Montag habe ich angefangen mit dem fasten. Heisst, dass ich am Sonntag meine letzte Mahlzeit hatte und zwar auch da nur was leichtes.

Ich merkte schon am Sonntag in der Nacht, dass ich Hunger habe. Aber das war wohl nur mein Kopf, der verrückt spielte, weil er wusste, dass er jetzt einige Zeit kein Essen mehr bekommt.

Am Montag ging alls ziemlich normal. Der Hunger hielt sich in Grenzen.

Am Abend dann merkte ich die erste Veränderung. Ich wurde extrem müde und hatte Kopfschmerzen. Ich erkläre mir das so, dass da der Entgiftungsprozess begonnen hat und der Körper noch einmal protestieren wollte, weil es nichts bekommt.

Ich bin dann einfach schlafen gegangen 🙂

Tag 2

Am zweiten Tag merkte ich die Auswirkungen mehr. Die Kopfschmerzen waren zwar weg, aber ich war total müde und brauchte immer wieder Pausen. Was ja auch der Sinn ist in der Fastenzeit. Also bin ich den Tag langsam angegangen und habe mich immer wieder erholt zwischendurch.

Hunger hatte ich jedoch den ganzen Tag nicht. Ich habe Zitronenwasser getrunken und Tee.

Tag 3

Am dritten Tag hatte ich am Vormittag noch ein bisschen Mühe und war müde. Danach am Nachmittag passierte es aber: Ich hatte mega viel Energie und habe von 14:00 Uhr bis 00:00 Uhr gearbeitet an meinem Blog und meinem anderen Projekt. Es war überwältigend.

Und ausserdem ist mir aufgefallen, dass mein Heuschnupfen weg war und meine Haut wieder um einiges besser aussah! 😀

Sam Cadosch - Fasten, arbeit, Tee, Nahrung, Tasse

Tag 4

Am vierten Tag blieb die Energie ebenfalls. Schon vor 7 Uhr bin ich aufgestanden und habe direkt angefangen Blogartikel zu schreiben und meine Nachrichten zu bearbeiten.

Später dann am Nachmittag habe ich es mir auf dem Balkon mit einem Buch gemütlich gemacht, weil ich bis dahin sowieso schon alle Ziele erreicht hatte, die ich bis dahin erreichen konnte.

Gegen Abend habe ich dann wieder weitergearbeitet und wieder Nachrichten beantwortet. Dieser Tag war bisher der beste!

Natürlich freute ich mich auch, dass morgen Freitag war und ich dann nur noch 24 Stunden ohne essen sein musste 😛

Tag 5

Tag 5 war wie ein ganz normaler Tag auch, einfach  mit viel mehr Klarheit im Kopf. Ich wusste, dass die Fastenzeit gleich vorbei ist und deshalb war es mir total egal, dass ich momentan nicht esse.

Und ich war richtig stolz auf mich! Dass ich das durchgezogen habe! Denn so einfach ist es nicht, wie es klingt. Vor allem die ersten zwei Tage sind hart. Aber ich wusste wofür ich es mache und deshalb konnte ich die Challenge so ziemlich gut meistern!

Tag 6 (Fastenbrechen)

Zum 6. Tag gibt’s nicht mehr so viel zu erzählen, ausser: DAS ESSEN SCHMECKTE BESSER ALS JE ZUVOR! Das hätte ich mir vorher niemals vorstellen können! Es war der Hammer!

Mein Fazit

Sam Cadosch - Fasten, arbeit, Tee, Nahrung, Tasse - pinIch bin wirklich froh, dass ich das gemacht habe, denn es hat mir gesundheitlich sehr geholfen und auch für meinen Geist war es top! Sich mal die Ruhe gönnen und auf den Körper hören, wenn er etwas sagt.

Und ich habe noch nie in meinem Leben so vie Getrunken. Bestimmt 3 Liter oder mehr am Tag! Was auch mal ne Meisterleistung für meine Verhältnisse ist 😛

Und ja, ich habe dabei auch abgenommen. Wie viel weiss ich nicht, weil ich es nicht gemessen habe. Ich habe nicht mal ne Waage zu Hause. Aber ich so wie ich mich einschätze und so wie es beim Hosenbund aussieht werden es wahrscheinlich 5 – 7 kg gewesen sein (wie beim letzten Mal).

Ausserdem habe ich jetzt wieder einen ganz anderen Bezug zum Essen. Ich esse nicht mehr zu viel, einfach weil’s so gut ist. Sondern nur so viel wie „Platz da ist“. Und was extrem ist: Ich möchte mich jetzt während dem essen zu 100% auf das Essen konzentrieren. Normalerweise ist das Essen ja etwas, was man „nebenbei“ macht, während man mit jemandem redet oder der Fernseher läuft oder was auch immer.

Seit dieser Woche ist Essen wieder etwas Heiliges und ich bin sehr dankbar für diese Zeit! Sie hat mich wieder enorm nach vorne gebracht in allen Hinsichten. 🙂

Wenn ihr solche „Experimente“ jeweils „live“ mitverfolgen wollt, folgt mir auf Instagram – da teile ich in den Stories jeden Tag alles was gerade so aktuell ist. 🙂

Hier siehst du, was dein WARUM wirklich ausmacht in jeder Lebenslage: Der Sinn für dein Ziel – Dein Warum. 

Hast du auch schon Erfahrungen mit dem Fasten gemacht? Oder hast du vor, mal zu fasten?

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25 Antworten

  1. Zhunami sagt:

    Das klingt wirklich toll. Insbesondere in Bezug auf die Haut habe ich festgestellt, dass es sehr große Auswirkungen hat, was man isst. Kuhmilch und weißer Zucker lösen bei mir sofort richtig hässliche Akneschübe aus. An das Fasten traue ich mich allerdings nicht wirklich ran. Ich glaube, dass ich das nicht durchhalten kann. Toll, dass du es geschafft hast!

  2. Romy sagt:

    Huhu, erfüllt vielleicht seinen zweck, aber ich würde das sicherlich nicht durch halten. Lg

  3. Reloves.de sagt:

    Ich habe nicht das Durchhaltevermögen und könnte niemals solch eine Teefastenzeit durchstehen. Ich wäre schnell überzuckert und mein Kreislauf könnte das nicht. Ich habe großen Respekt vor jedem der diese Tortur durchsteht.
    Liebe Grüße Regina

    • Sam Cadosch sagt:

      Naja eigentlich geht es NUR um das Durchhaltevermögen. Denn unser Körper ist so vieles im Stand, von dem wir nichts wissen. Auch deiner. Aber natürlich nur, wenn der Kopf will. 🙂

  4. Andrina sagt:

    Huhu 🙂 Ich habe zwar jetzt seit einem knappen Monat meine Ernährung nahezu komplett umgestellt, aber so etwas wie Heilfasten, halte ich einfach nicht durch. Ich habe das jetzt schon ein paar mal versucht, aber spätestens an Tag drei schlägt die Migräne bei mir immer zu und es geht mir dann hundeelend.
    Liebe Grüße
    Andrina

    • Sam Cadosch sagt:

      Gratuliere zu der Ernährungsumstellung! ;D

      Ja ich hatte auch Kopfschmerzen und Gliederschmerzen auch eine Nacht lang. Aber das habe ich ausgeblendet und durchgebissen, weil ich ein Ziel hatte 🙂

  5. christian sagt:

    Ich habe es auch für 5 Tage durchgezogen, allerdings so, wie es hier bei uns die Ägypter im Fastenmonat Ramadan machen. Und zwar essen und trinken die Muslime von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang nichts, nicht einmal Wasser oder Tee und das war in den ersten Tagen schon extrem hart. Für mich war dann auch noch die Umstellung der Schlafgewohnheiten extrem, weil ich mir den Wecker auf 2:45 gestellt habe, um noch eine letzte leichte Mahlzeit und eine Flasche Wasser zu mir zu nehmen. Aber mit der Zeit wird es immer leichter und ab dem 4ten oder 5ten Tag merkt man den Entgiftungsprozess und stellt sein Denken mehr auf Dankbarkeit und Freude um, als man das im „normalen Alltag“ macht. Vielleicht ziehe ich es im nächsten Jahr mal die komplette Zeit durch, wer weiss. Warum ich das gemacht habe? Viele sagten, hey du bist doch gar kein Muslim, warum machst du das? Ganz einfach, weil ich wissen möchte wovon ich rede, wenn ich etwas sage und nicht einfach spekulieren oder etwas annehmen will.

    • Sam Cadosch sagt:

      Wow Respekt! Finde ich mega krass, das mit dem nicht Trinken.

      Und finde ich mega cool, dass du auch solche Dinge ausprobierst. Ich finde es sind die besten Erfahrungen 🙂

  6. Sigrid Braun sagt:

    Alle Achtung, ich bewundere dein Durchhaltevermögen, ich würde das niemals schaffen.
    Liebe Grüße
    Sigrid

  7. Melli sagt:

    Hi Sam,
    wow, 5 Tage nur Wasser und Tee, das würde ich nicht aushalten. Was mich aber total erstaunt, dass du viel mehr Energie hattest obwohl dein Körper keine neue Energie durch Nahrung aufnehmen konnte. Das hätte ich nicht gedacht.
    LG Melli

  8. Erich Buchner sagt:

    Habe das mit clean 9 gemacht !

  9. Alexandra sagt:

    Danke für diesen ausführlich Beitrag. Ich kannte mich bisher bei diesem Thema nicht so aus. Vielleicht probiere Ich es auch mal aus. Es hört sich definitiv gut an. Lg Alex von https://margreblue.de

  10. Maximilian Mungenast sagt:

    Liebe Samy,

    vielen Dank für diesen Artikel! Freut mich, dass Du so positiv davon profitiert hast! 🙂
    Wir haben uns ja die Woche, als Du gefastet hast sehr oft unterhalten. Nachdem Lesen dieses Artikels ist mir klar geworden, dass es noch andere Methoden als die klassische Schulmedizin gibt und freue mich sehr, dass Du so großen Erfolg damit hattest und davon profitiert hast. 🙂
    Wünsche Dir weiterhin alles Gute und Gesundheit! 🙂

    Viele, liebe Grüße,
    Maxi

    • Sam Cadosch sagt:

      Hey Maxi 🙂

      Vielen Dank für deinen Kommentar 🙂

      Freut mich sehr, dass du den Artikel gelesen hast und ein bisschen in die Materie eingetaucht bist 😀

      Das wünsche ich dir ebenso 🙂

      Liebe Grüsse
      Sam

  11. Das klingt sehr spannend! Dieses Jahr habe ich etwas Ähnliches zum Anfang der Fastenzeit geschrieben. Allerdings zur Lust am Verzicht. So ganz ohne Nahrung kann ich als Ausdauersportlerin nicht aushalten. Danke für deinen Post!

    Liebe Grüße,
    Alexandra.

  12. crayolaer sagt:

    Bravo, seems remarkable idea to me is
    crayolaer

  1. 1. Februar 2018

    […] jeden Fall habe ich mir in letzte Zeit wieder extrem Gedanken darüber gemacht. Die Intension dazu kommt wahrscheinlich vom fasten. Ja, ich hab‘ mich wieder gewagt, einige Tage nicht zu essen und nur Wasser und Tee zu mir zu […]

  2. 8. Februar 2018

    […] ich jedoch heute einfach mal 5 Tage nichts esse, passiert das aus purer Selbstliebe. Weil ich meinem Körper wieder eine Zeit lang volle […]

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