Druck bringt dich nicht weiter – es nimmt nur die Freude

Ich stand unter Druck, die letzten Tage. Und das obwohl ich immer überall erzählt habe, dass ich die Ultraenergie habe und mich einfach so supertoll fühle. Und das stimmt übrigens auch. Immer noch. ❤

Es hat sich echt einiges verbessert in meinem Leben in letzter Zeit und ich fühle mich super. Ich habe auch wieder sehr viel Energie, um Dinge zu erledigen. Die Tage, an denen ich nach dem Mittagessen in’s Bett liege, weil ich einfach so mal ne zweistündige Pause brauche, sind vorbei.

Ich brauche nicht einmal mehr einen Wecker. Ich stelle ihn zwar immer auf 08:00 Uhr, wache aber meistens um 07:37 auf – keine Ahnung, wieso genau dann. Wahrscheinlich habe ich jetzt irgendwie sowas wie ne innere Uhr entwickelt. 😜

Ja, und trotzdem gibt’s da so einen inneren Druck.

Bis jetzt habe ich immer geglaubt, dass ich einfach nicht immer kreativ sein kann und Blogartikel regelmässig rausbringen kann, wenn ich eine schlechte/traurige Phase hatte.

Das stimmt aber überhaupt nicht, wie ich jetzt festgestellt habe.

Denn auch genau jetzt in so einer energievollen und hochmotivierten Phase, fällt es mir nicht gerade leicht, mich auf das Schreiben zu konzentrieren.

Auf die innere Stimme hören

Normalerweise kommt immer am Donnerstag und am Sonntag ein neuer Artikel online hier auf dem Blog. Letzten Sonntag war das jedoch nicht der Fall. Ich war irgendwie einfach nicht inspiriert dafür.

Ich war sehr produktiv und habe sehr viel neues gelernt und gemacht. Vor allem waren das grafische Arbeiten (für Pinterest) oder Programmiersachen 😂

In den letzten Tagen habe ich festgestellt, dass es so gewisse Phasen gibt, in denen das eine viel einfacher fällt, als das andere und umgekehrt.

Und ich denke genau deshalb ist es so wichtig, auf seine innere Stimmt zu hören und die Dinge mit dem richtigen Gefühl dahinter zu machen. Es bringt niemandem was, wenn ich Blogartikel schreibe, obwohl ich eigentlich überhaupt nicht in der Stimmung dafür bin und eigentlich lieber etwas ganz anderes machen würde, wofür ich auch die richtige Energie hätte.

Sam Cadosch - Druck, Energie, innere Stimme, nutzen, produktiv - Energy

Und genau deshalb habe ich mich dann am Sonntag einfach entschieden, dass ich jetzt nicht einfach noch einen Blogartikel schreibe, damit ich einen geschrieben habe. Ich habe mich bewusst entschieden, es einfach sein zu lassen und wieder zu schreiben, wenn ich auch zu 100% dafür bereit bin und genug Inspiration, Kreativität und Stille vorhanden sind. ☺

Und das war wie’s aussieht wohl die beste Entscheidung überhaupt! Heute ist erst Montag – ein Tag nach meiner „Schreibblockade“ – und schon schreibt’s wieder!

Vorhin habe ich mir in Ruhe Frühstück gemacht und einen Podcast gehört. Ich hatte überhaupt nicht das Ziel, jetzt einen Blogartikel zu schreiben. Aber auf einmal war es da. Ich habe den Podcast ausgemacht, mich an meinen Schreibtisch gesetzt und jetzt bin ich hier und schreibe meine Gedanken aus meinem Kopf. ❤

Der Druck von aussen

Jeder von uns kennt es, wenn von Aussen Druck ausgeübt wird und man sich richtig gestresst fühlt von anderen Menschen, Situationen, Arbeiten oder Orten. Es macht einfach nichts mehr Spass und falls man es tatsächlich schafft, das zu erledigen, was von einem erwartet wird, braucht man danach meistens eine Zwangspause, weil der Puls erstmal runterkommen muss und das Hirn viel zu voll ist.

Wenn’s um das Thema Druck geht, bin ich schon einen grossen Schritt weiter, als früher, würde ich sagen. Und dennoch gibt es einiges zu lernen und zu verbessern.

Ich erinnere mich noch sehr gut an meine Schul- und Ausbildungszeit. Ab der 5. Klasse hatte ich den Stress des Lebens, weil einfach sooooo viel erwartet wurde von Lehrern, Familienmitgliedern und Freunden. Gute Noten, guter Ausbildungsplatz, gute Sozialkompetenz und gute Freunde musste man haben.

Sam Cadosch - Druck, Energie, innere Stimme, nutzen, produktiv - Stress

Es geht irgendwie sowieso viel zu oft um solche Dinge. Erfolg, Geld verdienen, gute Noten, Diplome… und irgendwann hat man keine Freunde mehr, sondern nur noch Konkurrenz.

Das mag jetzt vielleicht ein bisschen krass klingen – ich bin jedoch überhaupt kein Einzelfall, der sowas in seinem Leben erlebt (hat).

Der Druck von Innen

Wenn wir ehrlich sind, kommt der meiste Druck jedoch von Innen. Schlussendlich sind wir selber dafür verantwortlich, ob wir uns unter Druck setzen lassen, oder nicht. Obwohl ich nicht unbedingt ein Fan bin von „Egal was dir passiert und wie du dich fühlst, du bist selbst Schuld.“. Auch wenn es genau genommen ja so ist. Aber ich bin der Meinung, dass es ein seeeehr hohes Mass an persönlicher und spiritueller Entwicklung geben muss, um wirklich an so einem Punkt anzukommen, wo man „immun“ gegen diesen Druck ist.

Und schlussendlich finde ich auch nicht, dass ein Kind selbst Schuld ist, wenn es auf gewisse Arten erzogen wird oder wenn es gewisse Ängste, Blockaden oder Glaubenssätze hat. Schlussendlich wurde man ja irgendwie geformt von seinem Umfeld und den Umständen.

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Photo by MI PHAM on Unsplash

Das einzige, was man daran ändern kann, ist das, was danach kommt. Dann, wenn man sehr gut seine eigenen Entscheidungen treffen kann und man sein Leben selbst in der Hand hat. Wir müssen uns nur einfach mal damit auseinandersetzen und offen in uns hineinhören, um zu merken, was wir denn eigentlich wirklich wollen.

Sorry, ich bin ein bisschen vom Thema abgekommen… Also wieder zurück zum Druck, den wir uns selbst machen.

Erwartungen und Ansprüche an sich selbst

Jetzt weiss ich sogar wieder, wieso ich das mit dem Umfeld und diesem Druck überhaupt erzählt habe 😂

Ich bin an so einem Punkt, da habe ich eigentlich nicht wirklich viel Druck von aussen. Es gibt niemanden mehr, der mir sagt, was ich tun oder lassen muss/soll. Und das gibt mir schon eine menge Freiheit.

Aber dann fällt mir teilweise wieder auf, dass ich es jetzt selbst bin, die mich unter Druck setzt. Ich bin selbstständig und kann jeden Tag aufstehen wann ich will, kann entscheiden, was ich heute mache und was nicht, kann mich jederzeit für ein ganz neues Leben entscheiden oder dafür, so weiterzumachen wie bisher.

Das ist richtig toll und alles, was ich je wollte in der Hinsicht!

Und dann kommt da das innere Teufelchen, das mir immer ein schlechtes Gewissen machen muss. Ich glaube ich habe hier auch schon ein paar mal erzählt, dass ich manchmal nicht einfach nichts tun kann oder mir mal keine Ziele vornehmen kann, weil ich dann immer das Gefühl habe, dass ich nicht genug mache, um meinen Zielen näher zu kommen und um erfolgreich zu sein.

Sam Cadosch - Druck, Energie, innere Stimme, nutzen, produktiv - Arbeit

Photo by Andrew Neel on Unsplash

Dieses „Problem“ ist jetzt jedoch schon viiiiel besser geworden. Ich nehme mir jetzt jeden Tag bewusst Zeit, um eine Tasse Kaffee zu geniessen, ohne nebenbei weiterzuarbeiten. Oder ich stehe am Morgen auf und mache die ersten 1 – 2 Stunden nichts „produktives“, sondern lese in Ruhe, geniesse mein Frühstück, höre einen Podcast, gehe spazieren oder meditiere ein paar Minuten. Und glaubt mir, das bringt mir wirklich extrem viel!

Wow, ich habe schon 1100 Worte geschrieben bis hier und immer noch nicht gesagt, was mich denn unter Druck setzt – was für eine Leistung, Sam! 😂

Der Druck, als Creator

Ja, genau hier sind wir beim Thema angekommen. Alles, was ich tue ist kreieren. Ich schreibe Blogartikel, drehe YouTube Videos, arbeite an meinem anderen Projekt, wo ich auch permanent Neues kreiere oder mache Pläne, um noch mehr zu kreieren.

Und ich liebe das!

Manchmal gibt es aber so Zeiten, da ist der Druck enorm. Ich arbeite jeden Tag an einem von den oben beschriebenen Arbeiten. Aber sehr oft kommt dann die Frage auf „Mache ich genug für YouTube? Mache ich genug für den Blog? Sollte ich nicht jetzt eigentlich lieber einen Blogartikel schreiben, statt hier am CSS Code rumzubasteln, um dieses neue Widget einzubauen?“

Das sind diese Fragen, die mich dann abhalten, egal woran ich gerade arbeite. Dieses Gefühl, wenn ich mir selbst so viel Druck mache, weil es immer noch besser sein muss und noch mehr Leute erreicht werden sollen.

Bis irgendwann der Moment kommt, in dem ich mich selbst bremsen muss, weil ja eigentlich gar kein wirkliches Problem besteht.

Denn das alles hier, was ich mache, soll aus dem Herzen kommen und von meiner inneren Stimme geschrieben oder gesprochen sein. Und nicht mit irgendwelchen zwanghaften Hintergründen.

Aber ich glaube, ich bin auf einem guten Weg dahin. Denn immer, wenn ich solche Muster erkenne und sogar darüber schreibe, ist das meistens so der Punkt, an dem ich eigentlich schon viel weiter bin, als ich denke.

Woher kommt der Druck?

Ich wollte das hier mit euch teilen, weil ich weiss, dass es nicht nur mir so geht.

Es gibt eine Frage, die mir hier echt weitergeholfen hat: „Woher kommt dieser Druck?“. Und die Antwort war „Keine Ahnung. Vielleicht unterbewusst noch von Anforderungen und Erwartungen von anderen Leuten von früher? Weil ich gerade nicht im Gleichgewicht mit mir selbst bin?“

Sam Cadosch - Druck, Energie, innere Stimme, nutzen, produktiv - pin

Die Antwort ist nicht klar. Es sind nur einige Ideen, die dazu durch meinen Kopf schiessen. Und doch ist die Antwort eigentlich glasklar: Egal wie man es genau formulieren will – auf jeden Fall hat es überhaupt nichts mit der momentanen Situation zu tun oder mit sonst was, worüber ich mir ernsthaft Gedanken machen müsste. Es ist nur mal wieder sowas Komisches, das im Kopf entsteht und auch da wieder gelöst werden kann.🤗

Wie gehst du mit Druck um? Und kennst du die Situation auch, wenn du dir selbst einfach unnötig Druck machst? 


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16 Antworten

  1. Der Artikel spricht mir so aus der Seele – ich kanns dir gar nicht sagen! Als absolute Perfektionistin tu ich mich oft schwer, loszulassen und mir einfach mal nicht Sorgen zu machen.
    Ich bin auch stark daran zu arbeiten. Auf meinem Blog hab ich mich auch schon damit auseinander gesetzt 🙂
    Alles Liebe,
    Theresa

    • Sam Cadosch sagt:

      Das war die Story of my life! So viele Jahre lang – und ich bin auch jetzt nicht frei davon. Aber es wird immer besser 🙂

      Nice! Dann muss ich da gleich vorbeischauen 🙂

  2. ein wundervoller Beitrag liebe Sam!
    es stimmt leider absolut und auch ich kann mich nicht ausnehmen, dass ich unter Druck immer wieder in kreative Engpässe kommen :/

    gute Tipps sind da immer gern genommen … und ein bisschen Om und Durchatmen 🙂

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von http://www.liebewasist.com

  3. Melanie sagt:

    Ein wirklich toller Beitrag ♡

    Man macht sich selbst viel zu viel Druck und Stress.

  4. Ina sagt:

    So gings mir im jungen alter, umso älter ich werde umso weniger lasse ich mich unter Druck setzen. Daher lasse ich eigentlich nur noch positiven Druck zu.

    Lg aus Norwegen
    Ina

    http://www.mitkindimrucksack.de

  5. Es ist definitiv so das man unter Druck schlechter oder gar nicht arbeitet… man muss einfach runterkommen um kreativ zu sein. Dann werden die Ergebnisse auch wieder viel viel besser 🙂

    Toller Beitrag!

  6. Tina sagt:

    Sehr sehr cooler Beitrag. Dieses Thema ist so heikel und deshalb ist es umso wichtiger, dass jeder weißt, dass es eigentlich eh jedem gleich geht. Wichtig ist, dass man mit den Dingen, die man tut glücklich ist. Das zählt im Endeffekt.

    LG
    Tina

  7. Das kommt mir sehr bekannt vor. Ich setze mich auch oft selbst unter Druck, bürde mir zu viel Arbeit auf und will es unbedingt so schaffen, wie ich es mir in den Kopf gesetzt habe.

    Liebe Grüße,
    Diana

  8. Anni sagt:

    Was für ein inspirierender Artikel, in dem du einfach beschreibst wie es für dich war. Auch ich setze mich viel mit Druck auseinander. Aber konnte in letzter Zeit etwas Abstand von meinen Gedanken nehmen, was enorm hilft. Da Druck ja etwas ist, dass nur in meinem Kopf entsteht und nicht real ist.
    Witzig, darüber habe ich auch gerade geschrieben!

    Generell gefällt mir dein Blog super gut 🙂 Ich werde definitiv wieder reinschauen!!

    Lieben Gruß, Anni von http://www.yogagypsy.de

    • Sam Cadosch sagt:

      Danke, Anni! 🙂

      Es freut mich sehr für dich, dass du Abstand von deinen Gedanken gewinnen konntest! ❤️

      Und danke für das Kompliment! Ich habe mich gestern auch ein bisschen auf deinem Blog umgeschaut und habe viele Ähnlichkeiten gefunden 😍 Sehr schön, dass du da auch zu solchen Themen Texte schreibst! 🙂

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