Ich war die letzten 8 Tage krank. Und irgendwie bin ich dafür sehr dankbar.  Ich kann jetzt wieder lachen. Und ich bin fast wieder ganz gesund. Eine Woche ca. war ich jetzt offline, bzw. hab‘ nichts gepostet und auch meine berühmten Instastories blieben aus. Weil ich einfach nicht mehr konnte.

Zuerst dachte ich, das sei eine Grippe. Ganz normal. Mit Fieber, Schnupfen, Kopfschmerzen und so. Aber dann am dritten Tag dachte ich, ich muss mich ernsthaft ins Krankenhaus einliefern lassen. Kein Witz. Ich bin überhaupt kein Fan von Ärzten und herkömmlicher Medizin. Aber ich wusste einfach nicht mehr weiter. Ich glaube es war sowas wie eine Lungenentzündung. Da ich aber nicht beim Arzt war habe ich keine Diagnose. Fühlte sich auf jeden Fall so an. Hatte das schonmal. Aber egal. Jetzt geht’s ja wieder.

Und hier in dem Artikel will ich euch erzählen, wieso ich dankbar dafür bin. Für diese Tagen. Leute ich hab‘ ein Sixpack vom Husten und bin wieder 3kg leichter. Vielleicht könnt ihr euch ein bisschen vorstellen was für ne Anstrengung die Tage waren ?

Sam Cadosch - Schlechte Zeiten, krank, Hoffnung, bessere Zeiten, neu - cover

3 enorm wichtige Dinge, die ich gelernt habe

In den letzten 8 Tagen habe ich so ziemlich alle Emotionen durchlebt. Von körperlichem Schmerz zu seelischem. Dann zu tiefer Traurigkeit. Und dann kam die Leere. Hoffnung. Lachen, wenn’s gerade besser ging. Erleichterung wenn ich endlich schlafen konnte. Glück, wenn ich normal atmen konnte. Panik, wenn die Luft weg blieb. Und all die anderen Emotionen eben.

Wenn ich etwas gar nicht gut kann, dann ist das krank sein. Rumliegen. Ich muss immer was tun. Ich kann nicht einfach den ganzen Tag rumliegen und nichts tun. Auch nicht wenn ich krank bin. Aber dieses Mal musste ich. Es gab Zeiten da hatte ich ganz YouTube, Insta, Facebook und was es sonst so gibt durch. Es gab einfach nichts Neues mehr zu sehen, was mich interessiert hätte.

Und da fing ich an nachzudenken. Über mein Leben. Auf der tiefsten Ebene überhaupt.

Wo stehe ich?

Ich habe mich gefragt, wo ich denn stehe im Leben. Ok eigentlich habe ich mich das gar nicht gefragt. Mein Kopf hat mir einfach auf einmal alles mögliche erzählt über mein Leben. Ich dachte irgendwann so nach dem dritten Tag, dass ich krank werden musste, damit ich mal endlich aufhöre die ganze Zeit dies und das zu tun. Dass ich mal zur Ruhe komme. Nicht die ganze Zeit diesen Stress habe, den ich mir selbst mache.

Mir wurde so einiges bewusst über mich und mein Leben. Einige Punkte, die ich verbessern will. Ändern. Wo ich neue Wege einschlagen kann wenn die Zeit reif ist.

Ich glaube es war sowas wie ein Weckruf.

Die weise innere Stimme

Eigentlich dachte ich, dass ich auf meine innere Stimme höre. Aber das stimmt wohl so nicht. Ich beisse immer durch und mache weiter obwohl ich eigentlich gar nicht mehr mag. Hauptsache ich habe gemacht, was ich mir vorgenommen habe. Oder was von mir erwartet wurde.

In den letzten Tagen musste ich auf meine innere Stimme hören. Ich habe nein gesagt, wenn jemand was von mir wollte. Einfach nein. Ich habe gar nichts gemacht. Nicht gekocht, geputzt oder sonst was. Gott sei Dank, wohne ich nicht alleine. Sonst wäre ich wohl verhungert 😛 <3

Wenn ich mitten am Tag schlafen wollte, ging ich schlafen. Wenn ich nicht mehr essen wollte obwohl der Teller nicht mal ansatzweise leer war, habe ich nicht mehr weiter gegessen.

Und irgendwie bin ich nicht zu 100% stolz darauf, wie ich auf meine innere Stimme gehört habe. Denn ich war ja dazu gezwungen und konnte gar nicht anders. Deshalb zählt das für mich nicht so ganz. Aber ich weiss auf jeden Fall, dass ich mehr so handeln sollte wie in den letzten Tagen. Die Stimme weiss, was sie sagt. Sie weiss, was für uns richtig ist.

Sam Cadosch - Schlechte Zeiten, krank, Hoffnung, bessere Zeiten, neu - Kontrast

Gelassenheit

Ich glaube ich weiss jetzt, was Gelassenheit ist. Am Montag konnte ich das Bett verlassen. Ich ging raus auf den Balkon, mit zum einkaufen und habe sogar das Essen in den Kühlschrank eingeräumt teilweise. Meisterleistungen, ich weiss ? Und das Ganze habe ich richtig langsam gemacht. Es war gemütlich.

Meine Challenge war es nämlich darauf zu achten, dass ich nichts mache, was meine Atmung belastet. Schnelleres Gehen war schon zu viel weil dann der Puls höher schlägt und ich schneller atmen musste.

Also musste ich schauen, dass sowas nicht passiert. Deshalb habe ich alles in einem Tempo gemacht, das sich unglaublich gut anfühlte. Ich hatte gar keinen Stress. Ich war im Flow mit mir selbst. Ich fühlte mich wie Gandhi oder Buddha. Ok, jetzt reicht’s ? Ihr könnt euch wahrscheinlich schon vorstellen, was ich meine.

Sam Cadosch - Schlechte Zeiten, krank, Hoffnung, bessere Zeiten, neu - Tee

Alles hat einen Grund

Ich bin fest entschlossen, dass alles was passiert so sein muss, wie es eben ist. Früher habe ich mich immer aufgeregt wenn was schlechtes passiert ist oder wenn ich krank war.

Heute weiss ich IMMER, dass es besser wird. Klar ist es nicht immer einfach. Aber ich habe gelernt an das Gute zu glauben und die Lektionen aus den nicht so tollen Zeiten mitzunehmen und diese anzuwenden.

Und manchmal passieren die gleichen Dinge immer wieder. Bis wir die Lektion wirklich gelernt haben und sie in unser Leben einbauen.

Reflektiere dein Leben. 🙂


Hier findest du mich & meine Gedanken bei Instagram.<3

& Hier bei YouTube. ?