So, I’m back. Wahrscheinlich haben die meisten von euch gar nicht gemerkt, dass ich „weg“ war. Ich und mein Ego. Mir kam es jedoch vor wie eine Ewigkeit. Ich hatte mal wieder einige gesundheitliche Herausforderungen die letzten Tage und bin jetzt langsam aber sicher wieder zurück. Mit ein paar neuen Lebenslektionen natürlich 🙂 Das war auch der Grund, wieso am Donnerstag kein Blogartikel kam. Ich wollte die Woche aber auch nicht einfach verstreichen lassen, ohne was kreiert zu haben und deshalb kam am Donnerstag anstelle eines Blogartikels mein VLOG vom Montag auf YouTube online 🙂

Du bist gar nicht du und ich bin nicht ich

Falls du dich fragst, was die komsiche Anspielung „Ich und mein Ego“ oben soll: Darum geht’s hier in diesem Blogartikel. Denn ich hatte mal wieder extrem viel Zeit zum Lesen und habe somit wieder einiges gelernt, was ich hier mit euch teilen möchte 🙂

„Ich“ ist das meist genutzte Wort in so ziemlich jeder Sprache. Und es ist das Wort, das am häufigsten falsch gemeint ist. Wenn es jedoch richtig verwendet wird, heisst es immer noch „ich“. Jedoch weiss der Mensch dahinter dann, was er wirklich mit diesen drei kleinen Buchstaben meint.

Meistens wenn wir „ich“, „mir“, „mein“, etc. sagen, meinen wir damit unser Ego. Und das sind nicht wir. Du bist nicht dein Ego.

Und genau darum geht’s hier heute. Denn das Thema „Ego“ ist ein extrem wichtiges Thema – was ich bis vor einigen Tagen auch noch nicht wusste.

Dein Ego unterbricht die Verbindung zu dir

Das Ego ist dieses kleine Ding, was in der heutigen Welt am meisten anzutreffen ist. Das Ego will Recht haben, es identifiziert sich mit Dingen und Menschen, es will beeindrucken, es will andere schlechter sehen, damit es selbst besser dasteht, es will so vieles. Und es regiert unseren Tag und unser Leben, wenn wir nicht anfangen uns damit auseinanderzusetzen.

Unser Ego denkt übrigens auch sehr viel. Es denkt, dass das Denken sein Sein ausmacht. Weil es denken kann, ist es etwas.

Diese wirren Gedanken in deinem Kopf kommen also von deinem Ego. Und nicht von dir.

Leute, als ich diesen Satz gelesen habe, war ich so erleichtert und ich kann irgendwie nicht erklären, wieso ?

Weil unser Ego eigentlich die ganze Zeit Macht ausspielen will und die Kontrolle behalten muss bleibt gar kein Platz mehr, um zu sein. DU selbst zu SEIN. Weil das Ego die ganze Zeit zwischen euch steht.

Sam Cadosch - Ego, Freiheit, Glück, Liebe

Photo by Anthony Intraversato on Unsplash

Ich muss es loswerden!

Das war einer meiner ersten Gedanken, als ich mich damit auseinandergesetzt habe. Doch irgendwie ist das auch wieder eine Handlung, die nicht von mir selbst ausgeht. Denn ich selbst würde nichts bekämpfen, weil ich weiss, dass das keinen Sinn macht.

Beobachten und fühlen

Der grösste Schritt auf dem Weg zu uns selbst ist die Erkenntnis. Dass du weisst, dass es das Ego gibt und dass das nicht du bist ist schon ein grosser Schritt in die richtige Richtung. Doch deswegen wird es nicht verschwinden oder sich zurückhalten.

Jetzt geht’s darum, genau zu beobachten was denn in dir passiert und was in deinem Kopf für Gedanken rumspuken. Und versuche nicht, sie loszuwerden! Sie werden stärker dadurch. Beobachte sie friedlich mit dem Wissen, dass das kein Teil von DIR ist.

Wenn du einem Kind SEIN Spielzeug wegnimmst

Wenn du einem Kind das Spielzeug wegnimmst, fängt es mit hoher Wahrscheinlichkeit an zu weinen und ist traurig/verletzt.

Wenn du einem Kind sein Spielzeug nicht wegnimmst, ist es ihm egal. Kinder wechseln sehr schnell ihre Interessen. Und es liegt nicht am Spielzeug, dass das Kind traurig wird, wenn es ihm weggenommen wird. Es liegt am „MEIN“. Das Kind hat das Gefühl, dass jetzt ein Teil von ihm fehlt, weil das Spielzeug weg ist. Weil es sich  mit dem Spielzeug idenzifiziert hat.

Wir identifizieren uns ständig mit Äusserlichkeiten

Nicht nur Kinder identifizieren sich mit Gegenständen. Im Erwachsenenalter passiert das noch viel häufiger, denke ich. Und viele Menschen „bestehen“ nur aus Besitz. Sie „sind“ ihre Villa, ihr teures Auto, ihr neues Smartphone, ihr Job und was es sonst noch gibt.

Ist euch schonmal aufgefallen, dass viele Menschen sagen „Ich bin Sales Manager“. Es geht hier nicht um die Berufsbezeichnung. Sondern um das „Ich BIN…“.

Was „bist“ du?

Das sagt man einfach so. Aber das Ego hat sich daran geklammert und fühlt sich bestätigt und bevorzugt, wenn es eine tolle Berufsbezeichnung hat.

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Vergessen, wer wir sind oder einfach nur zu faul?

Wir haben wirklich vergessen, wer wir wirklich sind. Wer unser Selbst ist. Und ich denke das Ganze passierte aus Bequemlichkeit. Weil’s zu oft darum geht, Dinge zu benennen. Zu sagen, was die Wahrheit ist und wer wir sind. Aber ich denke die wahren „Wichtigkeiten“ im Leben lassen sich nicht in Worte fassen.

Ein Mensch, der weiss wer er wirklich ist, kann das nicht in Worte fassen und es jemandem erzählen, meiner Meinung nach.

Es geht nicht darum, wie schön dein Äusseres aussieht. Das ist vergänglich.
Es ist egal, welches Auto du fährst oder OB du ein Auto fährst.
Es ist egal, wo du wohnst und wie hoch angesehen oder unbekannt du bist.

Was wirklich zählt ist, dass du weisst wer du bist und dein Leben mit Glück und Liebe verbringen kannst und zurückfindest zu all den Momenten, die WIRKLICH zählen.

Und noch was zum Identifizieren:

Ich denke wir sollten uns genauso wenig mit unserem Körper identifizieren wie mit sonst was. Du bist nicht dein Körper. Dein Körper ist „nur“ dein Haus, das dich physisch anwesend sein lässt. Natürlich sollst du dich um diesen Körper kümmern, denn du willst es ja schön und gemütlich haben. Aber identifiziere dich nicht damit.

Diese Gedanken kamen mir in den Sinn, als ich die letzten Tage wieder in meinem Bett verbrachte und nicht viel tun konnte, ausser lesen und YouTube Videos schauen. Ich hatte wieder irgendwas mit der Lunge und hatte extreme Atemnot teilweise. Und da gab es Momente, in denen ich dachte: „Wieso zur Hölle muss ich ständig solche bescheuerten Krankheiten und Umstände durchmachen und erleben? Gab es nicht schon genug körperliche Herausforderungen in meinem Leben? Ich denke schon!“.

Und ihr könnt’s euch vorstellen… Ich habe mich danach kein bisschen besser gefühlt. Im Gegenteil: Ich wurde zum Opfer. Besser gesagt ich wurde die Krankheit höchstpersönlich. „Ich bin krank.“ Nein! Ich bin Leben. Ich bin. Vielleicht ist der Körper gerade ein bisschen müde unterwegs. Aber ich bin deswegen nicht weniger oder mehr.

Das war so ein komischer Geistesblitz, der mich unglaublich glücklich machte in dem Moment.

Verstehst du was ich meine?

Hätte nicht gedacht, dass es so schwer sein wird, diese Gedanken in Worte zu fassen ?

Was nimmst du daraus für dich mit? 


Und hier noch das YouTube Video von dem ich am Anfang gesprochen habe 🙂


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