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Alle Brücken abbrechen, um an’s Ziel zu kommen

Sam Cadosch - Brücken abbrechen, neuer Weg, warum, Entscheidung - cover

Wieso sollte man alle Brücken abbrechen?

Früher hatte ich immer einen Plan B und Brücken, die mich wieder zurück bringen hätten können. Insgeheim vertraute ich immer ein bisschen auf sie und ich wusste, dass wenn Plan A nicht funktioniert, gibt’s immer noch Plan B oder eben „die Brücke zurück“.

Heute weiss ich jedoch, dass mein Leben besser funktioniert, ohne diese Brücken hinter mir. Und wieso das so ist, erkläre ich dir in diesem Blogpost. 🙂

100% FokusSam Cadosch - Brücken abbrechen, neuer Weg, warum, Entscheidung - pin2

All die erfolgreichen Leute machen’s vor: Nur mit (mindestens) 100% Fokus, kommst du an’s Ziel. Und auch nur, wenn’s nur Plan A gibt. Denn Plan B hält dich auf.

Wenn du alle Brücken abbrichst, dann weisst du, dass der einzige Weg, den es gibt, der nach vorne ist. Denn hinter dir sind die Wege geschlossen. Das mag vielleicht einschüchternd klingen für einige von euch. Aber es ist der einzige Weg, wie du wirklich etwas erreichst.

Und ich rede hier nicht von ganz kleinen, alltäglichen Zielen. Sondern von grossen Zielen, die ein gewisses Risiko beinhalten und nicht immer ganz einfach oder schnell zu erreichen sind.

Ohne Zertifikat bist du nichts

Ihr kennt sie bestimmt langsam schon alle – meine Geschichte des Lehrabbruchs letzten Jahres. Und doch finde ich sie immer wieder super, um Beispiele damit zu machen.

Ich hätte damals natürlich die letzten 9 Monate auch noch beenden können und meinen Abschluss machen. Das war auch das, was mir alle empfohlen haben. Nur wollte ich das nicht. Denn wenn ich dann immer im Hinterkopf gehabt hätte, dass ich ja vorübergehend irgendwo wieder im Büro arbeiten könnte, hätte ich niemals den gleichen Fokus gehabt. Denn mein Ziel war überhaupt kein leichtes. Es braucht viel Mut, Kraft und Durchhaltevermögen. Und genau deshalb habe ich alle Brücken abgebrochen, damit Plan A einfach funktionieren MUSSTE!

„Ich kann ja sonst auch dies oder das“

Seit damals wurde mir sehr oft bewiesen, dass meine Entscheidung die richtige war. Denn auf meinem Weg begegne ich immer wieder Leute, die meine Hilfe wollen, damit sie das gleiche oder Ähnliches auch erreichen wie ich. Und dann wenn sie merken, dass es nicht in einer Woche geschafft ist, kommen Sätze wie „Naja wenn’s jetzt so weiter geht bei mir, werde ich wohl doch die Weiterbildung zum wasweissich machen“. Das sagen sie dann, damit sie da auch  noch ne Absicherung haben. Nur funktioniert das so nicht. Denn entweder du beisst durch, bis du es hast, oder du fängst gar nicht erst an.

Sam Cadosch - Brücken abbrechen, neuer Weg, warum, Entscheidung

Zurücklaufen ist nichts ausser Faulheit

Ich habe noch nie jemanden gesehen, der ständig 100% gegeben hat, alle Brücken abgerissen hat und NICHT an seinem Ziel angekommen ist!

Aber ich habe schon sehr viele Leute gesehen, die ihre alten Brücken bestehen liessen und nach einiger Zeit, als sie merkten, dass es anstrengend ist, zurück gingen. Und das ist in meinen Augen pure Faulheit.

Denn wer will, der kann!

Wenn du übergewichtig bist und dein Ziel ist es, abzunehmen, bis du deine Wunschfigur erreicht hast, dann brichst du – wenn du es ernst meinst – auch nicht nach einem Monat ab und isst einfach weiter und hörst auf mit dem Sport. Nein, du machst weiter, bis du dein Ziel erreicht hast. Und dazu musst du die alten Brücken in deinem Kopf abbrechen und dir neue Gewohnheiten antrainieren, bis die alten komplett überschrieben sind in deinem Hirn. Nur so funktioniert das Ganze.

Dein WARUM muss nur stark genug seinSam Cadosch - Brücken abbrechen, neuer Weg, warum, Entscheidung - pin

Und weil wir hier wieder einmal bei einem „Unterkapitel“ des Themas „Ziele erreichen“ sind, spielt natürlich dein Warum hier auch wieder eine grosse Rolle.

Denn bevor du überhaupt anfängst, in eine neue Richtung zu gehen, oder alte Brücken abzubrechen, muss dein Warum felsenfest sein. Für dich muss ganz klar sein, wieso du diesen neuen Weg gehen willst, und wieso du den alten auf keinen Fall weitergehen willst.

Denn wenn das nicht ganz klar ist, ist die Gefahr gross, dass du wieder „rückfällig wirst“. So war es bei mir früher auch immer wieder.

Ich wollte einfach etwas anderes, dachte mir, dass dies und das besser sei und bin losgegangen. Ohne mir tiefere Gedanken drüber zu machen. Und da habe ich natürlich auch keine Brücken abgebrochen oder sonst was. Und jedes Mal bin ich wieder zurück gegangen und am selben Punkt stehen geblieben.

Kurz und knapp

Und hier nochmals ganz kurz zusammengefasst 🙂

  1. Werde dir klar, wie dein neuer Weg aussehen soll
  2. Frag‘ dich, wieso dieser Weg so aussehen soll und was daran besser ist
  3. Werde dir bewusst, wieso du den alten Weg nicht mehr gehen willst
  4. ENTSCHEIDE dich, alles zu geben, um dein neues Leben auf dem neuen Weg zu gehen
  5. Brich‘ alle Brücken hinter dir ab und richte den Blick nach vorne
  6. Lächle, weil du es geschafft hast. <3

Hast du schonmal alle Brücken hinter dir abgebrochen?

 

 

18 Comments

  1. Jil sagt:

    Du hast ja so recht. Aber es ist echt super schwierig alles hinter so zu lassen. Ich werde mir diesen Beitrag aber auf jeden Fall zu Herzen nehmen!
    Lieben Gruß
    Jil

  2. Genau so und nicht anders! So rede ich auch immer und viele erklären mich für verrückt 😉

  3. Sigrid Braun sagt:

    Dein Bericht ist wirklich sehr interessant und für einige auch sehr hilfreich. Leider kann man nicht immer alle Brücken hinter sich lassen und einen neuen Weg gehen.
    Liebe Grüße
    Sigrid

  4. Simone sagt:

    Ich finde Deinen Beitrag sehr anregend. Ich verstehe durchaus, was du sagen möchtest. Brücken abzureißen bedeutet 100 % Fokus auf das eigentliche Ziel. Nur ist das alles nicht immer so einfach. Ich habe Familie und damit Verantwortung für andere. Da kann man leider nicht immer nur den eigenen Zielen nachgehen. Zumindest dann nicht, wenn man nicht weiß, ob dieses Ziel überhaupt schaffbar ist. Dazu muss man ein Risiko eingehen, und dass ich fürchte, dass ich mir kein Risiko „leisten“ kann. Vielleicht bin ich auch einfach zu feige ? Ich hätte gerne etwas mehr von deinem Mut.

    • Sam Cadosch sagt:

      Liebe Simone

      Vielen Dank!

      Genau, einfach ist es nicht. War es auch für mich nicht. Und wird es wahrscheinlich für niemanden sein, denn es ist ein grosser Schritt.

      Jedoch ist es IMMER möglich in eine neue Richtung zu gehen, die dich glücklicher macht und den Rest hinter dir zu lassen. Klar, wenn du Familie hast, musst du Rücksicht nehmen auf einige andere Personen – das heisst aber nicht, dass du nichts an einer nicht-so-tollen Situation ändern kannst.

      Und ein Ziel ist immer „schaffbar“, wenn du dich zu 100% dafür ENTSCHEIDEST, alles zu tun, um es zu erreichen 🙂 Und Risiken musst du immer eingehen, wenn du was ändern willst 😀

  5. Daniel sagt:

    In meinem Alter (42) mit zwei Kindern und einer Frau und einem gut bezahlten Job fällt es einem schwer mit so viel Verantwortung neue Wege zu gehen. Dennoch ist es schön zu lesen, dass junge Menschen die sowieso einer unbestimmten Zukunft entgegen gehen, sich darauf besinnen, was sie können und dann entschließen genau den Weg zu gehen, den sie für sich wollen. Die Konsequenzen, die sich durch Fehlentscheidungen ergeben, oder auch für richtige Entscheidungen, kommen auch in dem normalen Arbeitstrott vor. Ich finde das Klasse und wünsche Dir viel Glück und Erfolg für Dein Leben! Du machst das Richtig!

    Gruß
    Daniel

    • Sam Cadosch sagt:

      Hey Daniel 🙂

      Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Es ist allgemein nie einfach so einen Schritt zu wagen – und wenn man dann noch Verantwortung für Kinder hat, macht’s das natürlich auch nicht einfacher 🙂 Aber möglich ist alles 😀

      Vielen lieben Dank für deinen Zuspruch und den Mut! Freut mich sehr zu lesen, Daniel 🙂

      Ich wünsche dir und deiner Familie ebenfalls alles Gute und viel Erfolg! Macht’s gut 🙂

  6. Das ist ein wirklich schöner Beitrag. So sollte es sein, aber es ist nicht immer so einfach die Brücken hinter sich zu lassen.

    Liebe Grüße Fabian

  7. Alina sagt:

    Huhu Sam,
    ein sehr schöner Beitrag, machmal muss man so manche Brücken abbrechen um neue Wege oder andere Brücken zu entdecken,
    auch wenn es manchmal nicht die richtige Brücke war, hat man trotzdem aus den Fehlern gelernt & sozusagen dazu gelernt (:
    Liebe Grüße Alina (:

  8. Ben sagt:

    Ich glaube einfach das loslassen und auch alles vergangene vergessen für viele zu schwer ist.

    • Sam Cadosch sagt:

      Klar. Für mich war es auch nicht einfach. Aber nötig. Und nur wer sich traut, etwas zu machen was extrem viel Mut braucht und auch nicht einfach ist, kommt vorwärts 🙂

  9. Avaganza sagt:

    Liebe Sam,

    ich gebe dir zu 100% recht! Ich coache viele Führungskräfte und Menschen, die sich verändern möchten. Es bewahrheitet sich immer wieder – wer nach vone schaut und sein Ziel mit voller Kraft verfolgt, der erreicht es auch! Erfolgreich Menschen brechen die Brücken hinter sich ab und zögern nicht Ich habe auch schon oft die Brücken hinter mir abgebrochen … auch wenn es manchmal nicht so leicht ist.

    Schöner Beitrag!
    Liebe Grüße
    Verena

    • Sam Cadosch sagt:

      Wow cool, dass du das so hautnah erlebst und es selbst auch schon einige Male gemacht hast! Hut ab 🙂

      Und nein, leicht ist es mit Sicherheit nicht – aber es lohnt sich 🙂

      Danke dir, Verena!

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