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Akzeptanz bekam eine ganz neue Bedeutung | Akzeptanzchallenge

Sammy C - Akzeptanz - bodyimage

Akzeptanz ist so ein Wort, das wir heutzutage immer wieder überall hören. Fast schon wie „Selbstliebe“ oder „Me-time“. Aber ich glaube die Bedeutung dahinter verstehen die wenigsten.

Letztes Jahr habe ich einen Blogartikel zum Thema Akzeptanz geschrieben, den ich mir gerade vorhin nochmals durchgelesen habe. Dabei ist mir eins ganz klar geworden: Damals hatte ich überhaupt keine Ahnung, was Akzeptanz ist. Ich hatte zwar eine Idee, in welche Richtung dieses Thema führt und was es bewirken kann. Im Vergleich zu meinem heutigen Stand, war ich da aber noch überhaupt nirgends, wenn’s um dieses Thema geht. Wahrscheinlich werde ich das selbe in einem Jahr wieder sagen, wenn ich wieder mehr dazugelernt habe. Mal schauen, wo die Reise hinführt. 🙂

Den Blogartikel von letztem Jahr findest du übrigens hier.

Akzeptanz und Gesundheit

Wie ihr in meinem Lifeupdate von letztem Sonntag lesen konntet, hatte ich einen extrem intensiven Monat, was die Gesundheit angeht. Den ganzen August habe ich zu Hause verbracht und versucht meine extremen Neurodermitis-Schübe in den Griff zu bekommen.

Es waren unendliche Stunden, in denen ich weder schlafen, noch essen, noch sonst was tun konnte. Stunden, in denen ich zwei Optionen hatte: Akzeptieren oder daran zerbrechen.

Letzteres ist aber eigentlich gar keine Option. Also bliebt nur noch das Akzeptieren übrig.

Nackt vor dem Spiegel

In dieser Zeit, in der es so schlimm war mit meiner Haut, hat das natürlich alles andere als schön ausgesehen. Meine Haut war offen, rot wie Feuer und die Hautstruktur sah aus wie die von einem Elefanten oder einem ganz alten Menschen.

Am Anfang der Zeit lief ich immer voll bekleidet herum, damit ich – und auch sonst niemand – meine Haut sehen musste. Ich habe sie versteckt und ständig versucht „normal“ zu sein und einfach alles „abnormale“ abzudecken. Eine Zeit lang hat das auch funktioniert. Bis sich das Ganze auch auf das Gesicht übertragen hat. Das Gesicht konnte ich natürlich nicht mehr verstecken.

Und da fing die Akzeptanz an. Ich habe mich nicht bewusst mit dem Thema befasst, sondern bin automatisch mit der Zeit da „reingerutscht“. Ich habe mich immer öfter erwischt, wie ich vor dem Spiegel stand und mich einfach anschaute ohne mich zu verurteilen. Am Anfang war es einfach ein „nicht verurteilen“. Mit der Zeit begann ich aber sogar Schönheit darin zu sehen. Ich konnte viele Dinge aufzählen, die ich schön fand an mir, obwohl meine Haut echt schlimm aussah – und die Haut ist nunmal das, was man eben als erstes sieht, wenn man einen Menschen anschaut.

Sammy C - Akzeptanz - bodyimage

Es war unglaublich schön, diesen Prozess zu beobachten und zu durchleben. Viele Tage lang ging das alles noch unterbewusst und ich habe nicht wirklich begriffen, was ich da mache. Als ich das aber realisiert habe, habe ich angefangen diese Akzeptanz bewusst zu „praktizieren“. So fing ich an, mich vor den Spiegel zu stellen. Nackt. Jeden Tag.

Wahrnehmen, annehmen, akzeptieren

Diese Übung hat mir so unglaublich gut getan, dass ich bisher nicht wieder damit aufgehört habe! Es ist so unglaublich, wie sich mein Blickwinkel – jetzt speziell auf den Körper bezogen – verändert hat! Ich will jetzt einfach nur noch, dass es diesem Körper gut geht und dass ich ihn voll und ganz unterstütze.

Wenn diese Akzeptanz also so sehr hilft, den Körper zu akzeptieren und zu lieben, wo kann sie denn sonst noch überall helfen?

Ich denke es gibt keinen Part im Leben, wo Akzeptanz nicht der Schlüssel zu etwas Besserem ist.

Akzeptanz und das innere Kind

Irgendwann habe ich angefangen, mich zu fragen, wieso diese Akzeptanz denn eigentlich so schwer fällt. Bzw. wieso ich solche Mühe damit hatte. Geht es dir dabei auch so, oder bin das nur ich? 😂

Ziemlich schnell sind mir so viele Beispiele aus der Kindheit durch den Kopf geschossen, in denen Akzeptanz eine „schlechte Rolle“ gespielt hat.

In meiner Kindheit habe ich ziemlich oft von meinem Vater den Satz „Akzeptier’s jetzt einfach“ gehört. In ganz unterschiedlichen Situationen. Meistens waren es Momente, in denen ich gefragt habe, wieso ich etwas nicht darf oder wieso etwas so sein muss, wie es eben war. Dieses „Akzeptier’s jetzt einfach“, hat mir ein gewisses Ohnmachtsgefühl vermittelt. Ich wusste dann, dass ich nichts machen kann und andere Menschen jetzt über mein Leben entscheiden, obwohl ich das überhaupt nicht verstehen konnte.

Versteht mich nicht falsch: Ich weiss, dass es normal ist, dass als Kind andere Menschen über uns bestimmt haben. Das ist auch gut so!

Aber es gab einfach viel zu viele Momente, wo’s „um’s Prinzip“ ging oder darum, Rollen klarzumachen. Dass ich nicht die bin, die Entscheidungen fällt und dass ich gehorchen muss.

Und ich glaube, dass ich unterbewusst dieses Gefühl im Zusammenhang mit Akzeptanz irgendwie mitgenommen habe. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass wenn ich Situationen akzeptiere, ich sie nicht mehr in der Hand habe. Dass ich dann nicht mehr entscheiden konnte, wie sie weitergehen würden. Deshalb wollte ich nicht akzeptieren, sondern die Kontrolle behalten und alles tun, damit das passiert, was ich will. Mit viel Druck und Zwang.

Das ist nicht unbedingt in allen Fällen schlecht. Sobald es aber vor allem um’s Thema Körper und Gesundheit geht, ist genau diese Einstellung sehr hinderlich. Genau da geht es darum, zuerst zu akzeptieren was ist, und danach sorgfältig in die richtige Richtung MIT dem Körper/der Seele zu gehen.

Sammy C - Akzeptanz - denken

Alltag mit Akzeptanz

In unserem Alltag passieren so viele Dinge, die uns aufregen können. Über die wir uns ärgern und fluchen. Genau diese kleinen Momente haben meiner Meinung nach auch sehr viel mit Akzeptanz zu tun.

Deshalb frage ich mich regelmässig, ob ich denn was ändern kann an dem was passiert ist?

Dabei geht es meistens um Dinge wie: Ein Glas zerbricht, ich muss warten, weil jemand zu spät kommt, jemand hat schlechte Laune und lässt es an mir aus, etc.

All diese Situationen können ärgerlich sein. Jedoch nur solange wir sie nicht annehmen und akzeptieren. Wenn wir das nämlich nicht tun, nehmen wir sie persönlich und das führt dazu, dass wir uns aufregen, ungerecht behandelt fühlen, etc.

Deshalb: Durchatmen und annehmen. Diese Akzeptanz verändert so vieles im Alltag, in der Gesundheit, einfach im ganzen Leben.

Akzeptanzchallenge

Momentan geht das Thema Akzeptanz auch auf Instagram mega rum – was ich persönlich super finde! Das ganze nennt sich Akzeptanzchallenge & Leute posten da alles mögliche zu diesem Thema. Auch ich habe meinen Post dazu gemacht und fand die Erfahrung bzw. die Rückmeldungen unglaublich schön! Schau’s dir doch mal an und lass‘ dich inspirieren 🤗

 

Welche Beziehung hast du zum Thema Akzeptanz? Und was ist dabei das Wichtigste für dich? Schreib’s mir in die Kommentare. ❤️


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