Absichtlich weinen? Hell yes! That’s why.

Weinen als Therapie? Naja vielleicht ist Therapie ein bisschen krass ausgedrückt. Aber irgendwie ist es ja therapierend, also Therapie.

Eigentlich wollte ich über ein anderes Thema schreiben heute. Dieses hier passt aber viel besser zu meiner momentanen Situation, denn in letzter Zeit (im Vergleich zu sonst) habe ich ziemlich oft geweint. Teilweise auch fast absichtlich. Aber dazu unten mehr.

Lesefaul? Wenn du willst, kannst du dir auch die Podcastfolge zu diesem Thema anhören 🤗

Weinen ist NICHT schwach

Irgendwie finde ich es immer noch komisch, dass wir in einer Welt leben, in der Weinen als etwas schwaches angesehen wird. Wieso überhaupt?

Früher, als wir Babys waren, war Weinen zur Kommunikation da. Wir haben ausgedrückt, dass wir etwas brauchen, oder etwas nicht stimmt. Weinen ist wie Lachen – egal welche Sprache die Menschen sprechen – jeder Mensch kann lachen und weinen. Es ist eigentlich etwas ganz Normales und trotzdem versteckt man sich, wenn man es tut oder lässt es eben ganz sein.

Ich kenne SO viele Menschen, die nicht weinen. Sie sagen selbst, dass weinen schwach ist und dass es nichts bringt. Oft sind es Männer, die dieser Ansicht sind und sich das Weinen „abtrainiert“ haben. 

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Photo by Spencer Dahl on Unsplash

Meiner Meinung nach ist weinen viel stärker, als das Weinen zu unterdrücken und nicht zuzulassen. Ausserdem kann ich die Aussage, dass es nichts bringt überhaupt nicht unterschreiben.

Warum ich nicht mehr geweint habe

Es gab eine Zeit in meiner Jugend, da habe ich dieses Mindset auch übernommen. Dass weinen schlecht ist. Und ich war übrigens kein Mensch, der ständig in aller Öffentlichkeit zu weinen angefangen hätte. Ich habe oft alleine zu Hause geweint, weil einfach sehr vieles passiert ist in meiner Kindheit/Jugend.

Irgendwann habe ich aber ebenfalls die Meinung übernommen, dass das schwach und einfach nicht gut ist. Deshalb habe ich aufgehört und es unterdrück. Das funktioniert bei mir nicht immer, weil ich sehr nah am Wasser gebaut bin 😂 Aber ich habe immer mit aller Kraft alles zurückgehalten, solange ich es konnte. 

Und das war so unglaublich ungesund für mich. 

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Gerade jetzt beim Schreiben fällt mir auf, dass genau das meine „Süchte“ ausgelöst hat. Ich habe angefangen zu rauchen und bekam ein extrem ungesundes, gestörtes Essverhalten. Diese zwei Dinge haben sozusagen das Weinen ersetzt.

Bis mir eines Tages klar wurde, dass ich mein Leben wieder selbst in die Hand nehmen werde, dass ich ab heute auf eigenen Füssen stehen werde und mich um meine physische- und mentale Gesundheit kümmern werde. 

Ich habe damals nicht bewusst entschieden, dass ich jetzt wieder anfange zu weinen und Gefühle zuzulassen – das ist automatisch passiert.

Mit den Tränen kam die Gesundheit

Es war krass, wie schnell es damals (Anfang 2014) aufwärts ging. Ich habe angefangen, mich mit Persönlichkeitsentwicklung, Achtsamkeit und meinen Wünschen und Träumen zu befassen.

Statt ständig vor meinen Problemen wegzulaufen und sie mit irgendwas zu überdecken, habe ich angefangen viel Zeit mit mir selbst zu verbringen und das ganze innerliche Chaos aufzuräumen. Und da kamen auch die Tränen wieder zurück. Tränen, die ich endlich wieder zulassen konnte.

Ich versuche diesen Artikel hier nicht zu persönlich zu machen, weil’s nicht um meine Geschichten gehen soll. Ich versuche bloss meine Erfahrungen damit aufzuzeigen, damit klarer wird, was dieser Artikel hier bewirken kann. 🙂 Trotzdem muss ich euch jetzt eine „Geschichte“ erzählen, die in meinem Leben immer wieder passiert. Gerade gestern auch wieder.

Weinen ist eine Erlösung

Gestern Abend ging’s mir nicht gut. Ich habe mich richtig schlecht gefühlt und wusste gar nicht so wirklich warum. Deshalb bin ich schon um 20:30 Uhr in’s Bett gegangen und habe versucht zu schlafen – was nicht funktioniert hat, weil ich nicht gut atmen konnte. Es fühlte sich an, als würde ein Fels auf meiner Brust liegen. Ich bekam wirklich schlecht Luft und es war sehr anstrengend, zu atmen. Mein ganzer Rücken hat sich bei jedem mal Einatmen so dermassen verkrampft, dass ich es heute noch spüre. 

Irgendwann habe ich mich im Bett dann aufgesetzt, weil ich so besser (fast problemlos) atmen konnte. Aber ich wusste nicht, wieso ich überhaupt so schlecht Luft bekam. Das alles hat mich mit der Zeit so sehr belastet, dass ich gemerkt habe, ich muss gleich weinen. 

Es war aber die Art von weinen, die ich locker zurückhalten hätte können. Das habe ich aber nicht getan, sondern habe absichtlich angefangen zu weinen. Ich habe wie ein kleines Kind die Tränen rausgedrückt und muss dabei echt bescheuert ausgesehen haben. So wie Menschen eben aussehen, wenn sie ungehemmt einfach losheulen.

Und guess what: Nach diesem „Heulanfall“ konnte ich atmen! Ich bekam wieder normal Luft und konnte kurz darauf sogar einschlafen. 

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Photo by Brooke Cagle on Unsplash

Ich weiss auch heute nicht genau, was das war. Wieso ich mich überhaupt so schlecht gefühlt habe. Wahrscheinlich war es einfach eine Ansammlung an Stress der letzten Wochen, die irgendwann zu viel wurde. Keine Ahnung. Aber ist doch auch egal, oder? Hauptsache die Last sitzt nicht mehr auf meinen Schultern.

Genau dieses Szenario, das ich gestern erlebt habe, habe ich schon ein paar Mal erlebt. Vor allem, wenn auch körperliche Symptome dazu kommen, die immer schlimmer werden, hat Weinen schon so oft alles einfach weggeblasen, als wäre nie was da gewesen. 

Nicht nur die Seele ist traurig, sondern auch dein Körper

Ich finde es ziemlich interessant, wie ich bei mir selbst so gut beobachten kann, wie schnell der Körper reagiert, wenn es mir mental, seelisch, wie auch immer, nicht so gut geht. Bei mir reagiert der Körper meistens schon bevor es innerlich wirklich unaushaltbar wird.

Bei den meisten Menschen ist das wahrscheinlich nicht so. Ich habe auf jeden Fall noch nie jemanden getroffen, der so schnell körperliche Symptome bekommt, die dann auch noch so laut sind. Aber eigentlich tut es jeder Körper. Er zeigt sehr gut, auf was wir achten müssen, oder wann wir eine Pause brauchen. 

Früher hatte ich extreme Angst vor Flügen und dem Schulbeginn nach langen Sommerferien. Diese zwei Dinge haben mich so dermassen gestresst, dass ich dann immer mega schlechte Haut bekam. Klar, habe ich Neurodermitis und da ist es vielleicht etwas anders. Aber schon damals wusste ich, dass so vieles von Innen ausgelöst wird. Manchmal ist es schwer, die Ursache zu finden, aber allein schon dieses Wissen ist unendlich wertvoll, weil es eine grosse Portion Achtsamkeit in’s Leben bringt.

Ich denke auch, dass Grippen nur da sind, um uns mal zu bremsen und uns (liebevoll) zu zwingen, mal im Bett zu bleiben und nichts zu tun.

Weinen ist unglaublich stark

Warum weinen so einen schlechten Ruf hat und vielfach als lächerlich, schwach oder was weiss ich, bezeichnet wird, verstehe ich nicht.

Eigentlich ist es doch viel stärker, einfach mal „in Ruhe zu weinen“. Also für mich persönlich ist das Heilung. Ich fühle mich danach IMMER viel besser und finde oft direkt danach eine Lösung für mein Problem. 

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Mehr solche Bilder findest du auf meinem Pinterest Profil ❤️

Ausserdem ist es stark, wenn man in der Lage ist, Gefühle zu beobachten, anzunehmen und sich Zeit für sie zu nehmen. Es ist stark, sich zuzugestehen, dass es gerade schwierig ist und einfach mal loszuheulen. Es ist stark, so mutig zu sein, dass du deine Gefühle nicht einfach verdrängst oder überdeckst, sondern sie rauslässt und dich somit mit ihnen konfrontierst.

Für mich ist Weinen auch ein wichtiger Bestandteil der Reflexion. Durch diese Momente, in denen wir nicht so tun, als wäre alles okay, bringen oft sehr viel Klarheit an’s Licht und helfen dabei, das Leben immer bewusster zu leben. 

In der Öffentlichkeit den Tränen freien Lauf lassen

Vor Kurzem habe ich einen Podcast gehört, wo ein Interview mit einem Mann geführt wurde. Leider weiss ich gerade nicht mehr, wie er hiess. Auf jeden Fall hat er eine ziemlich schwere Vergangenheit hinter sich – auch weil er homosexuell ist und das früher sehr schwer war für ihn, weil es nicht akzeptiert wurde.

Heute geht’s ihm sehr gut. Der Grund dafür sei unteranderem, dass er gelernt habe, seine Gefühle rauszulassen. Sie zu leben. Er geht dabei so weit, dass es ihm auch egal ist, wo er sich befindet. Wenn er im vollen Zug sitzt und ihm nach weinen ist, dann tut er es. Egal, was die anderen davon halten. 

Genau sowas finde ich mega stark und bewundernswert! Wir machen nämlich viel zu viele Dinge, nur damit die anderen nicht blöd von uns denken. Teilweise sind „die anderen“ sogar Menschen, die wir gar nicht kennen und wahrscheinlich nie wieder sehen werden. 

Ist das nicht krass?

Was denkst du zu diesem Thema? Welchen Stellenwert hat „weinen“ in deinem Leben und wie siehst du das im Allgemeinen? Schreib’s mir in die Kommentare. ❤️


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31 Antworten

  1. ein wunderbarer Reminder daran, dass wir alle menschlich sind und Weinen genau dazu gehört!
    ich habe früher auch nicht sehr viel geweint, vor Scham und weile „es sich nicht gehörte“, aber irgendwann hat mir mein Pa dann gesagt, dass es gut ist manchmal zu weinen und diesen Rat habe ich mir zu Herzen genommen … es ist erlösend!

    absichtlich könnte ich aber dennoch nicht weinen … dazu braucht es schon einen richtigen, guten Grund!

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

    • Sam Cadosch sagt:

      Oh wow wie schön, dass dir dein Papa das an’s Herz gelegt hat! Diese Message ist unglaublich wichtig ❤️

      Ja, einen richtigen Grund braucht es immer. Und den gibt’s bei mir auch immer, wenn ich „absichtlich“ weine 🤪

  2. Mira sagt:

    Ein sehr toller, tiefgehender und wichtiger Beitrag! Viel zu viele sehen Weinen immer noch als Schwäche. Danke für die schönen Impulse!

  3. melanie sagt:

    hei meine Liebe!
    Einen bewundernswerter Beitrag! Ein wenig sprachlos fühle och mich, ein wenig angesprochen und ein wenig verstanden.
    Gerade diesen Sommer, ich war oft alleine, hatte Probleme mit meinem Freund und fühlte mich einsam.. ich habe so oft geheult. Ich hatte schon das Gefühl das sei nicht mehr normal aber ich war alleine Zuhause & habe einfach alles rausgelassen!
    Ich finde es sehr wichtig emotionen nicht in sich hineinzufressen..
    alles liebe, melanie

    • Sam Cadosch sagt:

      Oh wow! Das freut mich sehr zu lesen – also, dass du dich angesprochen und verstanden fühlst 🙂

      Ja, das sehe ich auch so! Ich denke, solange es Emotionen gibt, die das Weinen auslösen soll’s auch so sein. Natürlich gehört dann auch dazu, dass man sich mit dem was hochkommt beschäftigt, aber das macht man normalerweise automatisch 🙂

  4. Loving Carli sagt:

    Ich weine nicht oft aber wenn dann meistens vor Wut. Und du hast vollkommen Recht. Weinen ist eine Erlösung.

    Liebe Grüße
    Melanie von https://www.lovingcarli.com/

  5. Lisa sagt:

    EIn wirklich sehr schön geschriebener Post und du redest da vielen Menschen aus der Seele! Weinen ist was Gutes und gehört zu uns dazu – es sollte nicht Schlechtes ein.

    Liebe Grüße
    Lisa

  6. Avaganza sagt:

    Ich durfte früher meine Gefühle nicht zeigen. Mir wurde von meinen Eltern immer gesagt ich soll nicht weinen und mich zusammenzureißen. Ich habe aber trotzdem sehr viel geweint und tue es auch heute noch … allerdings immer alleine, wenn es keiner sieht. Ich kann als Psychologin nur bestätigen wie wichtig es ist seine Gefühle zu zeigen.

    lg
    Verena

    • Sam Cadosch sagt:

      Genau so bin ich auch aufgewachsen und das hat viel bewirkt (im negativen Sinn). Jetzt bin ich aber froh, dass ich ein Bewusstsein dafür bekommen habe 🙂

      Schön, dass auch du den Wert der Tränen kennst 🤗

  7. Hey,das ist ja ein wirklich interessantes Thema, das jeden betrifft! Vor allem bei Jungs bzw. Männern ist das ja ein heikles Ding – die werden immer gleich als Schwächlinge dargestellt, wenn sie weinen. Und bei Frauen heißt es gleich, sie habe ihre Gefühle nicht unter Kontrolle und sei eine Jammerliese… Dabei ist das etwas total Natürliches und wie du schon sagst – es dient auch der Kommunikation!
    Liebe Grüße
    Marie

  8. Jessica sagt:

    Ich finde weinen auch furchtbar wichtig. Das ist einfach eine natürliche Reaktion des Körpers auf ganz verschiedene Ereignisse. Trotzdem kann ich vor anderen Menschen nie weinen, so dass alle immer denken, ich bin total gefühlskalt. :/

  9. Jessica sagt:

    Ich finde weinen auch furchtbar wichtig. Das ist einfach eine natürliche Reaktion des Körpers auf ganz verschiedene Ereignisse. Trotzdem kann ich vor anderen Menschen nie weinen, so dass alle immer denken, ich bin total gefühlskalt.

  10. Diana sagt:

    Ein sehr interessanter Post, der vielen sicherlich aus der Seele spricht. Ich denke es hängt viel mit der Erziehung zusammen, wir haben gesagt bekommen „ist doch nix passiert“ etc, als wir Kinder waren. Uns wurde unser Weinen abtrainiert und wir haben verlernt unsere Gefühle anzunehmen und ihnen Ausdruck zu verleihen. Daher reagiere ich echt allergisch darauf, wenn jemand (vor allem ältere Generationen, weil sie es halt selbst so gelernt haben) sagt, dass „nix passiert ist“ wenn meine Tochter weint. Ich weiß, damit möchte man beruhigend auf das Kind einwirken, die Situation entspannen. Aber ich versuche stattdessen einfach zu trösten anstatt das Weinen so schnell wie möglich unterdrücken zu wollen.

    Liebe Grüße,
    Diana

    • Sam Cadosch sagt:

      Oh ja! Die Erziehung und das was man vor allem in den Kindheitsjahren mitbekommen hat, hat einen extremen Einfluss daraus im späteren Leben.

  11. busymamawio sagt:

    Eine sehr interessante Sichtweise! Bisher habe ich persönlih weinen nur als lästig empfunden und fühle mich danach eher schlechter als besser. Allerdings bin ich auch sehr nah am Wasser gebaut, daher ist es keine sonderliche Seltenheit, dass es mich überkommt.
    Viele Grüße
    Wioleta von http://www.busymama.de

  12. Emilie sagt:

    Ich denke dass es mittlerweile in der Gesellschaft angekommen ist, dass Weinen nicht schwach ist und das ist auch gut so! ICh kann mir vorstelle, dass wenn man extra weinen kann, das total befreiend ist.
    Liebe Grüße,
    Emilie

  13. Janina sagt:

    Guten Morgen, ein sehr guter und interessanter Beitrag von dir! Ehrlich gesagt, ich weine sehr oft und habe mir da noch nie Gedanken darüber gemacht 🙂 Vielleicht weil ich sehr sensibel bin, dann noch Sternzeichen Fisch? Ich weine aber nicht nur wenn ich traurig bin sondern oft sogar wenn z.B. Emotionales im TV gezeigt wird, da kann ich vor Freude richtig losheulen 😉 Ich finds eher komisch / irritierend wenn Menschen so gar nicht weinen, meinen Mann hab ich glaub ein einziges Mal weinen sehen… ich finde es ist wichtig Gefühle zu zeigen bzw. den Gefühlen ihren freien Lauf zu lassen… GlG, Janina (https://maus1980-reiseblog.blogspot.com)

    • Sam Cadosch sagt:

      Sehr schön, dass das für dich ganz normal ist!
      Und ja, das Sternzeichen passt auch dazu 😛 Bei mir aber auch 🙂 Ich bin Krebs und dazu hochsensibel – keine Ahnung, wie ich es geschafft habe, diese Emotionen jahrelang zu unterdrücken 🙈

  14. Marion sagt:

    Beim Weinen werden nicht nur Emotionen ausgelöst sondern allerhand Chemie findet im Körper statt. Angeblich schwemmt es sogar Gifte mit den Tränen aus. Das gleiche gilt übrigens beim Lachen. Unlängst beobachtete ich eine Gruppe Leute, die im Kreis standen und lachten. Wie die Irren. Ein Lachseminar. Was soll ich sagen? Ich lag da so auf der Liege in der Therme, sah zu, und musste mitlachen. Danach fühlte ich mich seltsam frei und gut gelaunt. Wäre das nicht auch einen Versuch wert? LG Die Marion

    • Sam Cadosch sagt:

      Oh ja, das ist auch ein sehr guter Rat!

      Ich habe bei diesem Thema ganz klein angefangen, in dem ich einfach in den Spiegel gelächelt habe. Das hilft auch sehr 🙂 Je nach Situation braucht man das eine oder das andere, denk‘ ich 🙂

  15. Wiebke sagt:

    Selber weine ich tatsächlich mittlerweile mehr als früher und ich lasse es auch mehr zu, dass mich andere Menschen weinen sehen.
    Wie du in deinem klasse Beitrag erwähnt hast geht es mir damit viel besser.

    Aber ich muss gestehen, dass nicht das Weinen an sich wirklich hilfreich war, sondern allein schon die Tatsache, dass ich es mir nicht mehr krampfhaft verboten habe. Das hat mir die Möglichkeit gegeben in „verzweifelten Situationen“ mich nicht auf das „Heul jetzt bloß nicht!“ zu konzentrieren, sondern ich konnte meine ganze Energie darauf verwenden positive Aspekte und Lösungen zu finden. Egal ob dabei Tränen flossen oder nicht.

    Ein unglaublich schöner Appell an die Menschlichkeit und daran, dass wir keine gefühlskalten Roboter sein müssen.

    Lieber Gruß,
    Wiebke

    • Sam Cadosch sagt:

      Oh wow! Was für eine schöne Geschichte aus deinem Leben! Danke für’s Teilen, Wiebke!

      Ja, dieses Zulassen ist wahrscheinlich das Geheimnis dahinter und nicht die Tränen selbst.☺️

  16. Nessi sagt:

    Hey,
    das ist ein klasse Post, denn es gibt (leider) viel zu viele Menschen, die ihren Kummer in sich hineinfressen und daran zerbrechen.
    Liebe Grüße
    Nessi

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