„Eine gewisse Sicherheit braucht es im Leben“, sagen viele Leute, wenn du sie fragst, wieso sie nicht genau so leben, wie sie es gerne hätten. Damit ist dann meistens gemeint, dass sie einen sicheren Job brauchen oder einen Partner, der ihnen eine gewissen (finanzielle) Sicherheit geben kann.

Streben nach Sicherheit = Angst

Wir wissen genau, dass wir irgend eine Sicherheit brauchen. Dass wir einen Job haben müssen, der uns monatliche Einkünfte versichert. Und eine Wohnung, die wir für uns mieten können über eine lange Zeit.

Eigentlich sollte es nicht „Sicherheit“ heissen. Denn das, was wir in der Sicherheit suchen ist: Keine Angst haben zu müssen. Irgendwo hat fast jeder Mensch Angst, dass er seine Rechnungen nicht zahlen kann und dann aus der Wohnung fliegt und ein Sozialfall wird oder Ähnliches.

Und genau das ist der Grund, wieso so viele Menschen Dinge tun, die sie eigentlich gar nicht unbedingt tun wollen.

Stell dir mal diese Frage: Was würde ich täglich tun wollen, wenn Geld keine Rolle spielen würde?

Ich denke, dass die meisten Leute auf genau diese Frage nicht antworten würden „Ich würde gerne so weiter machen wie bisher“.

Sam Cadosch - Sicherheit, Sicherheit gibt es nicht, sei selbst die Sicherheit - chain

Sicherheit gibt es nicht

Ich frage mich immer wieder, wieso Leute überhaupt immer noch von Sicherheit reden?

Wo gibt’s denn Sicherheit? Ich meine du kannst jederzeit von deiner Firma gekündigt werden, dein Partner kann dich jederzeit verlassen und die Nummern, die da stehen, wenn du dich im Online Banking einloggst können morgen schon nichts mehr Wert sein.

Und wie sieht’s mit der Rente aus? Viele Leute reden heute davon, dass sie sparen wollen für später, damit sie dann eine gewisse Sicherheit haben. Und auch die Pensionskassen sind Sicherheiten, richtig?

Aber wer kann denn davon tatsächlich gut leben im Alter? Also ich kenne da nicht sehr viele…

Aber um das soll’s hier auch nicht gehen. Sondern darum, dass wir unseren Geist mal öffnen sollten und die Sicherheit mal hinten anstellen.

Natürlich wäre es trotzdem nicht sinnvoll, ohne Sicherheitsgurt Auto zu fahren, oder deine Bitcoins ungesichert rumliegen zu lassen (falls du welche hast 😉 Ist übrigens die sicherste Währung, die es momentan gibt.). Ich rede hier von der „mentalen Sicherheit“.

Gib dir selbst die Sicherheit

Trotzdem ist es möglich, sich sicher zu fühlen.

Gib dir die Sicherheit selbst. Schlussendlich geht’s nur darum. Ich kann mich sicher fühlen, weil ich mir sicher bin, dass ich alles schaffen kann. Egal was passiert, ich kann da wieder raus kommen und mich dabei sogar noch weiterentwickeln.

Als ich damals meinen Job gekündigt habe, war meine Familie schockiert. Sie konnten nicht verstehen, wie ich mein „sicheres“ Einkommen einfach so hinter mir lassen konnte und in eine Tätigkeit einzusteigen, bei der ich nicht jeden Monat meinen Fixlohn am 25. erhalte.

Sie wussten damals aber nicht, dass ich die Sicherheit nicht mehr von Aussen beziehe, sondern von Innen. Ich wusste, dass das Ganze auch schief laufen könnte und ich dann tatsächlich ohne nichts dastehen könnte. Und es war auch tatsächlich nicht immer alles so einfach.

Aber ich wusste, wieso ich mich dafür entschieden habe und ich war mir sicher, dass ich einfach weitermachen musste, um schlussendlich da anzukommen, wo ich hin will.

Und so ist es überall im Leben 🙂

Es geht nur darum, dass du an dich selbst glaubst und Durchhaltevermögen zeigst. Und genau so wirst du irgendwann an deinem Ziel ankommen. So „einfach“ ist das 🙂

Zu dem Thema „Ziele erreichen“ habe ich übrigens gestern ein Video gedreht. Schau’s dir an! 😀