Das hier ist einer der meist angefragten Beiträgen auf meinem Blog: Das Update zum Pille absetzen nach 2.5 Jahren. Ok, eigentlich sind es mittlerweile schon fast 3 Jahre, aber ich würde zum „3-Jahres-Jubiläum“ gerne noch einen Beitrag schreiben, weil ich das Gefühl habe, dass ich das Thema dann für mich abhaken kann. Mitte Februar 2018 habe ich die Pille abgesetzt, bzw. mein Implanon (Stäbchen) rausnehmen lassen, weil es für mich einfach nicht mehr gepasst hat und ich keine künstlichen Hormone mehr zu mir nehmen wollte. Der Einfachheit halber spreche ich hier (und in allen anderen Beiträgen zu dem Thema) über’s Pille absetzten. 🙂

Heute schreibe ich übrigens wieder von meinem neuen Lieblingsplatz zum Blog schreiben aus. Ich sitze mit meiner warmen Kuscheldecke draussen vor dem Feuer und es schneit. Besser könnte das Setting zum Schreiben gar nicht sein. 🙂

Kommen wir aber wieder zurück zum Thema Pille absetzen und allem, was für mich damit zusammenhing.

Pille absetzen – Kurzzusammenfassung der letzten Zeit

Den letzen Beitrag zum Thema Pille absetzen habe ich am 29. Mai 2019 veröffentlicht und das war auch der Zeitpunkt, an dem mir sehr vieles klar wurde. Davor habe ich nämlich viele Zusammenhänge mit dem Pille absetzen gar nicht wirklich gesehen oder verstanden. Es war auch der Zeitpunkt, zu dem ich mir endlich Hilfe von einer Heilpraktikerin gesucht habe, die mir auch bis heute noch zur Seite steht und ein echter Gamechanger ist und war.

Schon früher als Kind hatte ich Neuordermitis. Ziemlich stark sogar. Irgendwann im Jugendlichenalter hat sich das aber gut gelegt und ich hatte praktisch keine Probleme mehr – auf jeden Fall keine, die mich eingeschränkt hätten. Als ich dann die Pille abgesetzt habe, veränderte sich das extrem und meine Neurodermitis war wieder sehr präsent. 2 Jahre lang war es wirklich fast jeden Tag mindestens so schlimm, dass es mich auf die eine oder andere Weise eingeschränkt hat. Ich wusste nicht mehr weiter und wollte nichts mehr, als eine gesunde Haut zu haben und mich einfach gut zu fühlen. Wenn du Genaueres dazu wissen möchtest, kannst du dir gerne meine anderen Beiträge zu diesem Thema durchlesen. 

Heute bin ich unglaublich dankbar, sagen zu können, dass diese schlimme, lange Phase vorüber ist und es mir viel besser geht in jeder Hinsicht. Meine Energie ist wieder zurück, meine Haare wachsen wieder super (hatte extremen Haarausfall nach dem Pille absetzen) und meiner Haut geht es viel besser!

Pille absetzen - Erfahrungsbericht nach 2.5 Jahren

 

 

War wirklich das Pille absetzen Schuld an allem?

 

Eine Zeit lang, direkt nach dem Absetzen der Pille, war mir gar nicht wirklich bewusst, warum es bei mir gesundheitlich so abwärts ging und anscheinend nichts zu helfen schien. Danach kam eine lange Zeit, in der ich mir sicher war, dass das alles die Schuld der Pille ist bzw. des Absetzens der Pille ist. Und heute bin ich unglaublich dankbar für diese Zeit und denke nicht mehr, dass alleine das Pille absetzen all das verursacht hat. Der Zeitpunkt des Absetzens war vielleicht der Auslöser dafür, dass all das ins Rollen kam, jedoch denke ich, dass diese Herausforderung sowieso auf mich gewartet hat und sie sonst einfach über einen anderen Weg zu mir gefunden hätte. In der Zeit seit ich die Pulle abgesetzt habe, habe ich nämlich unendlich viel gelernt und bin so viel mehr gewachsen, als all die Jahre davor. Ich bin mir selbst viel näher gekommen und habe so viel mehr an Lebensfreude erhalten, die ich ohne diesen „Zwischenfall“ wohl nicht so sehr gefühlt hätte.

 

Natürlich ist dieser Prozess noch nicht ganz vorbei, aber ich sehe mittlerweile ganz deutlich das Geschenk, das sich darin verbirgt.

 

Bioidentische Hormone

 

Kommen wir also zum heutigen Stand. Wie ich oben erwähnt habe, bin ich gesundheitlich noch nicht ganz da, wo ich hin möchte – aber fast. Vor wenigen Monaten habe ich mit einer Hormontherapie angefangen weil ich nach der langen Zeit, in der es mir nicht gut ging, doch nochmal genauer auf meine Hormone schauen wollte. Das habe ich dann mit meiner Heilpraktierin auch gemacht. Angefangen haben wir mit einem Hormontest, dessen Ergebnis ziemlich schockierend und befreiend zugleich war. Meine Hormonwerte waren extrem niedrig. Von allen getesteten Hormonen produzierte mein Körper zu wenig. Aufgrund dieser Ergebnisse schlug mir meine Heilpraktikerin eine Therapie mit bioidentischen Hormonen vor und ich sagte sofort zu, weil ich mich schon lange mit diesem Thema beschäftigt hatte und das Gefühl hatte, dass mir das gut helfen würde.

 

Naja, was soll ich sagen… Mein Gefühl hatte recht und die bioidentischen Hormone helfen mir auch heute noch. Die Dosis konnte sogar schon gut runtergesetzt werden.

In den letzten 4-5 Monaten hat sich meine Gesundheit nochmal extrem verbessert und ich verstehe meinen Körper noch viel mehr und entwickle von Tag zu Tag ein besseres Gefühl dafür, was mein Körper gerade braucht.

Das Beste an dieser Geschichte: Eigentlich „wusste“ ich von Anfang an, als meine Probleme begannen, dass ich mit bioidentischen Hormonen richtig gut meinen Körper unterstützen könnte. Irgendwas in mir wollte all das aber lieber „alleine auf die Reihe“ bekommen, also habe ich alles mögliche ausprobiert, um meine Gesundheit wiederherzustellen. Ich habe meditiert, meine Ernährung nochmals angepasst, gefastet, Atemübungen gemacht, Nahrungsergänzungsmittel ausprobiert und noch einiges mehr. Als ich dann im Mai letzen Jahres zu meiner Heilpraktikerin kam wollte ich sie direkt auf bioidentische Hormone ansprechen und sie fragen, ob sie mir diese Therapie empfehlen kann bzw. ob ich diese Therapie mit ihrer Hilfe durchführen konnte. Irgendwas hat mich aber über ein Jahr lang davon abgehalten – und heute denke ich, dass „irgendetwas“ meine innere Stimme war, die wollte, dass ich all das lerne, was ich in der Zeit gelernt habe. Als ich das realisiert habe, bzw. dieser Gedanke zum ersten Mal aufkam, war ich so unendlich fasziniert und erleichtert, weil seit da alles einen Sinn hat, den ich auch sehen kann.

Disclaimer: Das hier soll auf keinen Fall eine Empfehlung sein, dass du nicht zum Arzt gehst oder Therapie XY nicht machst, weil du denkst, dass es besser ist, es alleine zu versuchen! Egal worum es geht, Hilfe annehmen ist immer etwas Gutes.

Ich bin ein Fan davon, selbst nachzudenken und zu entscheiden, was man mit seiner Gesundheit macht und nicht blind Ärzten, Psychologen oder auch Heilpraktikern zu vertrauen. Es ist wichtig, dass wir selbst verstehen, was mit uns passiert und vielleicht auch WARUM es passiert. Das schliesst aber nicht aus, dass wir auch Hilfe von Aussen annehmen.

Fazit zum jetzigen Zeitpunkt

Ich bin unendlich froh, dass ich die Pille abgesetzt habe und seit da auf natürliche Weise verhüte. Und ich bin auch froh über all die Challenges, die in meiner Welt auftauchten seit dem Absetzen der Pille, denn dank ihnen wird es mir in Zukunft besser gehen. 🙂 Was mir auch in diesem Beitrag am Herzen liegt: Bitte denke über deine Gesundheit nach und über das, was du ihm gibst. Gerade wenn es um so gravierende Themen wie die Pille geht, finde ich, dass wir uns alle noch viel besser informieren dürfen, denn was wir da teilweise jahrelang zu uns nehmen ist wirklich nicht ohne. Ich bin keine Gegnerin der Pille. Ich bin eine Befürworterin dafür, dass wir nicht einfach machen, was alle machen, nur weil es „normal“ ist. Und das lässt sich auf jeden Bereich im Leben übertragen – aber speziell wenn es um die Gesundheit geht sollten wir es uns wert sein, zweimal über unsere Handlungen nachzudenken. 😊

Wie stehst du zum Thema Pille absetzen? Ich würde mich sehr freuen, in den Kommentaren deine Gedanken dazu zu lesen! 

Schön, dass du hier bist! ❤️


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