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Perfekt? Bitte nicht! Wusstest du DAS über Perfektionismus?

Sam Cadosch - perfekt, Perfektionismus, besser nicht - cover

Kennst du das auch? Deine Arbeit kam nicht so perfekt raus, wie du es dir vorgestellt hast? Deine Idee und die Vorstellung im Kopf, haben sich irgendwie auf dem Weg zum Papier völlig verändert? Die Wohnung sieht nicht genau so aus, wie du sie dir vorgestellt hast? Das Gesamtbild ist alles andere als perfekt.

Früher haben mich solche Dinge extrem gestresst. Und nein: In Sachen Ordnung war ich noch nie ein Mensch, der 24/7 nur am aufräumen ist. Ich brauchte schon immer das gewisse „Chaos“, um meiner Kreativität seinen Lauf zu lassen.

Trotzdem gab es immer wieder unperfekte Sachen, die mich dann richtig gestört haben. Vor allem, wenn es sich dabei um eine Leistung von mir handelte…

Sam Cadosch - perfekt, perfektionismus, ist es jetzt perfekt

Nicht perfekt – Nochmals alles von vorne!

Ich mache extrem gerne Dinge mit Hand und Stift. Schreiben, Malen, Zeichnen, egal was. Hauptsache kreativ und mit den Händen. Trotzdem versaue ich es mir immer wieder selbst, indem ich von Anfang an diese perfekte Vorstellung im Kopf habe. Ich stelle mir (wie jeder andere wahrscheinlich auch) immer das Endprodukt vor, bevor ich anfange. Und dieses ist logischerweise – perfekt. Jedoch vergesse ich manchmal, dass ich (zum Glück) nicht perfekt bin und auch noch nicht so geübt, dass es schlussendlich dann wirklich so aussieht.

Extrem schlimm war das früher bei mir, wenn’s um meine Handschrift ging. Wenn das Ganze am Schluss nicht genau so schön und perfekt aussah, wie ich es mir vorgestellt habe, habe ich NOCHMALS VON VORNE ANGEFANGEN. Kein Witz.

Alles pure Zeitverschwendung

Heute bin ich zum Glück um einiges schlauer, was das anbelangt. Denn wenn ich etwas gelernt habe, dann das:

Beende lieber etwas unperfekt, als etwas perfekt nie zu beenden. 

Damit meine ich, dass es sinnvoller ist, etwas einfach zu veröffentlichen, abzugeben, aufzuhängen oder was auch immer – auch wenn es nicht perfekt ist. Denn das wird es sowieso nie sein. Es ist pure Zeitverschwendung, immer alles perfekt machen zu wollen. Denn schlussendlich ist es einfach viel mehr Zeit, die wir investiert haben, ohne es wirklich besser zu machen. Und schlussendlich haben wir meistens auch noch eher negative Gefühle dabei. Weil wir immer denken, dass „es noch nicht gut genug ist“. Dazu habe ich übrigens hier einen Artikel geschrieben: DU bist genug! 

Weniger ist mehrSam Cadosch - perfekt, Perfektionismus, besser nicht - pin

Dieses Sprichwort haben wir bestimmt alle schonmal gehört. Hier in diesem Zusammenhang finde ich das mehr als nur passend.

Weniger Gedanken und weniger Perfektionismus bringt die bessere Leistung.

Und wisst ihr was? Etwas, mit kleinen Fehlern kommt bei den meisten Leuten besser an. Wenn wir das „menschliche Beispiel“ nehmen, ist das ganz klar ersichtlich. Oder willst du einen perfekten Partner? Eine perfekte beste Freundin?

Also ich nicht. Denn schlussendlich ist das Leben ja so schön wegen den kleinen Einzigartigkeiten in den Menschen und Dingen.

Wie ich heute ticke: Nicht PERFEKT!

Ich bin extrem schnell. Wenn ich etwas erledige, egal ob es die Wäsche ist oder ein neuer Facebook-Post: Meistens brauche ich dafür etwa halb so viel Zeit, wie die meisten Menschen. Und das Ergebnis ist trotzdem etwas das gleiche.

Weil ich gelernt habe, mich auf das Wesentliche zu fokussieren.

Ich will keine perfekten Bilder mehr hochladen oder eine perfekte Bildüberschrift erfinden. Ein Blogartikel soll ebenfalls nicht perfekt sein – sondern echt.

Dieser Wandel liegt aber auch daran, dass ich heute einfach weniger Wert auf die Meinung anderer lege. So kann ich viel freier handeln und fühle mich nicht gleich unwohl wenn ein Bild nicht ganz perfekt ist.

Perfektionismus hält dich vom MACHEN ab

Vielfach ist es so, dass die Leute gar nicht in’s MACHEN kommen, weil sie Angst haben, dass es schlussendlich nicht so perfekt wird, wie sie es sich vorgestellt haben.

Gestern habe ich ein Video auf YouTube hochgeladen. Das erste Video, in dem ich mich echt vor die Kamera gesetzt habe und geredet habe. Und auch das erste Video, das ich mit einem neuen Videoschnittprogramm gemacht habe.

Da hatte ich auch am Anfang Vorstellungen, Ideen und alles was dazu gehört. Ich wollte es unbedingt so haben. OBWOHL ich von dem Programm keine Ahnung hatte und vorher noch nie wirklich damit gearbeitet habe. Logischerweise ging das nicht auf.

Da ich mich zum Glück mit dem Thema Perfektionismus genau jetzt so auseinandersetzte wurde mir klar, dass es besser ist, einfach das zu machen, was ich kann und was ich in absehbarer Zeit lernen kann, statt hier ein perfektes Video zusammen zu basteln, das aber erst in einem Monat erscheint.

Und so habe ich es dann gestern hochgeladen auf YouTube – zum Glück! Denn ich bin extrem befreit, seit ich es einfach GEMACHT habe – perfekt hin oder her.

Vorteile vom „nicht perfekt sein wollen“Sam Cadosch - perfekt, perfektionismus, weisheit

Das Ganze hat für mich einige Vorteile, die mein Leben viel einfacher gemacht haben. 🙂

  • Du sparst Zeit.
  • Das Resultat ist echt
  • Du machst dir weniger Druck
  • Du kannst viel mehr erledigen
  • Du musst dir weniger Gedanken über die Dinge machen
  • DU MACHST!

Und ausserdem: Auch wenn etwas perfekt ist – Das ist alleine deine Ansicht. Andere Menschen, die es ebenfalls betrachten finden es nicht perfekt. „Perfekt“ gibt’s nicht“.

Hör auf dir Gedanken darüber zu machen, ob etwas perfekt ist oder nicht. Wichtig ist nur, dass du es MACHST.

Und hier noch ein kleines Video zu dem Thema 🙂

Bist oder warst du auch ein Perfektionist? Wie ist’s bei dir? Schreib’s in die Kommentare! 🙂 

 

14 Comments

  1. Haferhexe sagt:

    Das ist ein toller Gedanke. Leider klappt es gerad im beruflichen Alltag nicht immer, abery niemand ist perfekt 😀 😉 LG

  2. Nicole sagt:

    Wenn ich an Früher denke, war ich schon fast wie du.. Zum Beispiel mit der Wohnung. Da gab es mal eine Woche, in der ich ständig umgeräumt habe und mir diese am Ende dennoch nicht gefallen hat und ich tatsächlich umgezogen bin deswegen. Oder beim kochen, arbeiten. Ganz egal. Heute ist es zum Glück nicht mehr so und ich lebe einfach 😉
    Sehr schöner Beitrag.

    Alles liebe

  3. Jasmin sagt:

    Wirklich sehr schöner Text. Ich finde niemand ist perfekt und muss man auch nicht sein.
    Ich wünsche dir noch einen schönen Abend.

    LG Jasmin

  4. Lisa sagt:

    Ein wirklich toller Blogpost! Bei den Vorteilen stimme ich dir nur zu. 🙂

    Liebe Grüße
    Lisa

  5. Romy sagt:

    Na da gebe ich dir recht, und das ist ein wirklich sehr interessanter Beitrag.

  6. Hallo Sam,

    ein genialer Beitrag, der mich zum Nachdenken anregt. Ich versuche so viel wie möglich in meinem Berufsleben bestmöglich ja sogar perfekt zu machen! In all deinem Genannten stimme ich Dir zu und werde einiges überdenken…

  7. Manuela P. sagt:

    Ich bin kein Perfektionist. Ich finde keiner ist perfekt, deswegen kann man auch nichts perfekt hinbekommen 😉

  8. Sarah sagt:

    Ein wirklich toll geschriebener Beitrag 🙂

    Lg

  9. Reloves.de sagt:

    Ein toller Beitrag von Dir!Wir sind zuhause herrlich unperfekt und es stört uns überhaupt nicht. Auf der Arbeit sind wir dafür absolut perfekt. Also das genaue Gegenteil. Wir können uns Unperfektionismus in unseren Berufen nicht erlauben.
    Liebe Grüße
    Regina

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