Es ist mittlerweile November und das Jahr ist fast um. Was war das denn bitte? Hätte mir im Januar jemand gesagt, dass 2020 so aussehen wird, hätte ich das niemals geglaubt. But here we are. Deshalb möchte ich in diesem Beitrag ein wenig auf das kollektive Bewusstsein in Zeiten von Corona eingehen und wie du bewusst Gutes tun kannst.

Dieses Jahr hat für jeden Menschen so seine Herausforderungen gebracht, würde ich mal behaupten. Lange Zeit habe ich immer gesagt, dass mich das alles gar nicht betrifft. Dass ich nichts mit Corona zu tun habe und davon auch gar nicht beeinflusst werde weil ich sowieso schon seit 4 Jahren von Zuhause aus arbeite und mein Business komplett online basiert ist. Wie soll mich das also beeinflussen? Alles geht bei mir einfach weiter wie zuvor – und dafür bin ich dankbar! So war mein Glaubenssatz im März diesen Jahres noch, als die ganze Krise begann.

Heute, mehr als ein halbes Jahr später, sehe ich das Ganze ein bisschen anders. Meine Aussagen haben zwar „eigentlich“ schon gestimmt. Beruflich merke ich jetzt wirklich keine grosse Veränderung. Ich arbeite immer noch von Zuhause aus und merke finanziell nicht gross was von Corona und allem, was damit zusammenhängt.

Mittlerweile weiss ich aber sehr gut, dass diese kollektive Energie, die gerade über der Welt hängt jeden einzelnen von uns betrifft. Einige Menschen merken es vielleicht mehr als andere, aber betreffen tut sie uns alle. Wir alle sind Teil des kollektiven Bewusstseins.

Wenn ich heute das Haus verlasse – nicht um einen Spaziergang in der Natur zu machen, sondern um in die Stadt zu fahren – zieht sich in mir alles zusammen und ich muss mich bewusst entspannen, um mich davon nicht runterziehen zu lassen. Es liegt so viel Unsicherheit und Stress in der Luft, dass ich teilweise das Gefühl habe, daran zu ersticken und viel zu sehr davon eingenommen zu werden.

So habe ich mich ziemlich oft gefühlt seit die Welt Kopf steht. Bis ich das Wunder darin erkannt habe…

Das Geschenk, das uns 2020 gemacht hat

Was ist eigentlich dieses kollektive Bewusstsein?

Das Internet sagt folgendes:

Das kollektive Bewusstsein ist ein Energiefeld, durch das Gruppen von Menschen oder alle Menschen sich mit Ideen und Überzeugungen über unsere Welt verbinden und diese teilen. Dies ist kein physischer Raum, sondern ein energetischer oder bewusster Raum.“

Es ist also ein Energiefeld, das uns alle verbindet. Und ich persönlich muss sagen, dass ich das sehr deutlich spüre. Deshalb auch dieses überforderte Gefühl, wenn ich das Haus verlasse, wo ich dieses Energiefeld noch viel mehr spüre, als wenn ich Zuhause in meinen geschützten vier Wänden sitze.

Anfangs habe ich nicht wirklich was Positives in all dem gesehen. Ist doch blöd, wenn die Gesellschaft gefühl nur negativ drauf ist und alle Angst haben. „Ich will das nicht fühlen.“, dachte ich mir sehr oft. Ich bin ein sehr feinfühliger Mensch, der auch Energien, Launen und Emotionen vom Umfeld sehr stark wahrnimmt. Diese Fähigkeit, so hellfühlig zu sein, habe ich dieses Jahr echt verteufelt. Obwohl es dazu gar keinen Grund gibt. Jetzt sehe ich es als schöne Gabe, die ich auch umgekehrt nutzen kann: Um anderen Menschen ein gutes Gefühl zu geben.

Kommen wir also zum Wunder, das ich im vorherigen Absatz erwähnt habe.

Die ganze Weltsituation hat mich mir selbst viel näher gebracht. Denn all die Unsicherheit und Angst, die gerade die Welt zu regieren scheint, traf mich auch persönlich sehr und hat mir Bereiche in meinem Leben aufgezeigt, die aufgelöst werden dürfen. Ich habe eigene Unsicherheiten und Ängste plötzlich sehr klar gesehen und kann mit ihnen arbeiten. Es ist also mehr Segen als Fluch. Wenn es überhaupt irgendwo ein Fluch ist. Es ist nicht einfach, sich mit sich selbst zu befassen und seine eigenen Schatten zu betrachten. Gleichzeitig kann es aber auch Spass machen – und ganz bestimmt bringt es uns weiter.

Kollektives Bewusstsein - Sam Cadosch

Natürlich bin ich heute nicht „geheilt“ von allen Unsicherheiten und Ängsten. Ich habe die Weisheit und Klarheit nicht mit Löffeln gefressen, sondern befinde mich selbst mitten im Prozess. Das Leben ist ein Prozess und niemand lernt je aus. Und das ist ein Geschenk. Ich denke, dass jeder von uns genau jetzt das Potential hat, sein eigenes Leben extrem zu optimieren, indem wir uns hinsetzen und hinschauen. Denn genau so verändern wir auch die Welt.

Eine Zeit lang dachte ich, dass es auch nichts bringt, wenn ich jetzt an mir selbst arbeite und mehr wachse. Das ändert doch nichts an dem, was da draussen passiert, oder? Oh doch, und wie! Genau jetzt braucht die Welt Menschen, die über sich selbst hinauswachsen und positive Energie in’s kollektive Energiefeld geben. Genau jetzt braucht die Welt Menschen, die einander zulächeln und freundlich sind. Mehr als je zuvor. Genau das versuche ich jeden Tag zu tun – und es funktioniert! Wenn ich mich selbst sammle, bevor ich mit anderen Menschen im Bus sitze oder im Laden einkaufen gehe trage ich eine Energie an die Mitmenschen, die sichtbar ansteckend ist. Ich lächle die Menschen an und darf zusehen, wie ihre versteinerte Mimik plötzlich warm und heiter wird.

Es sind auch jetzt die kleinen Dinge, die Grosses bewirken.

Ausserdem beobachte ich auch, dass immer mehr Menschen aufwachen und Dinge hinterfragen, einfach weil sie jetzt Zeit dazu haben und auch merken, dass es fünf vor zwölf ist. Manchmal braucht es eben heftige Situationen, um schlussendlich nachhaltig etwas positiv zu verändern.

Akzeptanz ist nicht immer nur was Gutes – für das kollektive Bewusstsein

Wenn wir schon beim Thema Hinterfragen sind, möchte ich noch auf etwas anderes aufmerksam machen, das mir gerade sehr stark auffällt: Akzeptanz ist gut – aber alles akzeptieren ist keine Lösung. Oder vielleicht können wir schon alles akzeptieren, müssen danach aber etwas ändern.

Gerade jetzt akzeptieren nämlich (meiner Meinung nach) zu viele Menschen einfach alles, was ihnen vorgegeben wird, ohne es zu hinterfragen und geben diese Energie ins kollektive Bewusstsein. Menschen kämpfen gegen Menschen und spielen Polizei, ohne dass sie vielleicht wirklich wissen, warum sie das tun.

Ein kleines Beispiel:

Bei uns in der Schweiz wurde im Juli die Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln verkündet. 4 Tage bevor diese neue Regelung in Kraft tritt sass ich (natürlich) ohne Maske alleine an einer Bushaltestelle und habe auf den Bus gewartet. Eine ältere Frau sass an der Bushaltestelle auf der anderen Strassenseite. Als sie mich sah, kam sie über die Strasse gerannt und hat mir ziemlich nervös und unfreundlich mitgeteilt, dass ich ohne Maske auf keinen Fall in den Bus einsteigen dürfe, weil ab heute die Maskenpflicht gälte. Das war nicht korrekt und das wusste ich. Also habe ich vorsichtig und freundlich gesagt: „Okay, also so viel ich weiss, gilt das erst ab Montag nächste Woche. Aber ich kann gerne kurz googeln, damit hier kein falsches Wissen verstreut wird.“ Sofort entgegnete sie, dass das nicht stimmt: „Meine Nichte hat mir gesagt, dass das ab heute so ist. Sonst würde ich ja auch keine Maske tragen – das ist für mich ja auch unangenehm!“.

Anhand dieses Beispiels sieht man sehr gut, dass Menschen oft einfach Dinge glauben, ohne sich selbst darüber informiert zu haben und sich dann auch noch verpflichtet fühlen, andere Menschen zurechtzuweisen, obwohl sie anscheinend selbst noch nicht einmal hinter dem Ganzen stehen. Warum genau Menschen sowas machen weiss ich nicht. Aber ich finde dieses Beispiel gut, um zu zeigen, dass es wichtig ist, Dinge zu hinterfragen. Auch Dinge, die noch viel grösser und einschneidender als mein Beispiel sind.

Wie siehst du das? Was sind deine Beobachtungen? Ich freue mich immer, von dir zu lesen und deine Gedanken zu hören! Hinterlasse gerne einen Kommentar oder schreibe mir persönlich. ❤️

Und denk immer daran: Das kollektive Bewusstsein beeinflusst nicht nur dich; du kannst es als einzelner Mensch genauso beeinflussen – nein, du tust es sogar. Ob du willst oder nicht. Aber du kannst bewusst entscheiden, welche Energie in die Welt getragen werden soll und welche Energie du im Umkehrschluss auch zurückbekommst. ❤️

Danke, dass es dich gibt.


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