Geld kann nicht zerstören und auch nicht heilen

Über Geld redet man nicht. Oder doch? Also ich schon. Und ich meine hier nicht Geldbeträge. Denn die sind ziemlich uninteressant. Interessanter finde ich, was Geld anrichten kann oder besser gesagt, was wir Geld anrichten lassen. Egal ob gut oder schlecht.

Das dachte ich früher über Geld

Ich hatte eine richtig schlechte Einstellung zu Geld. Dachte immer, dass reiche Leute schlechte Menschen sind und schlechte Dinge tun. Dass sie nur zu dem Geld gekommen sein, weil sie irgendwas Illegales oder unmoralisches gemacht haben. Oder wenn sie es ehrlich verdient haben, dachte ich, dass sie spätestens wenn sie die ersten grossen Summen auf dem Konto haben zu schlechten Menschen werden und ihre Familie vernachlässigen und in komische Kreise geraten. Diese Ansicht auf Geld habe ich als Kind schon mitbekommen, weil ich von meinem Umfeld immer eingeredet bekommen habe, dass reiche Leute „Bonzen“ sind, die schräge Dinge tun. Und auf einige Leute passt diese Beschreibung bestimmt. Aber sicherlich nicht auf alle.

Und so denke ich heute

Heute mache ich mir gar nicht mehr viele Gedanken über Geld. Für mich ist es einfach ein Mittel zum Zweck. In der heutigen Welt ist es eben so, dass wir Geld brauchen, um uns ein Leben finanzieren zu können. Ausser du lebst im Wald ohne Materielles. Aber naja das ist nicht unbedingt das, was ich will 😛 Ich will mir einfach keine Gedanken darüber machen müssen, ob ich mir jetzt dies oder das leisten kann. Aber ich habe keinen Zielbetrag mehr der irgendwie 100 Millionen heisst. Das hatte ich nämlich früher, als ich mein gestörtes Verhältnis zum Geld abgelegt habe. Da wollte ich dann Millionen auf dem Konto haben und habe mir das auch so aufgeschrieben als Ziel.

Jetzt ist es mir egal, wie der Betrag aussieht. Solange ich mir keine Gedanken darüber machen muss, ob ich jetzt meine Rechnungen zahlen kann oder nicht. Oder ob ich jetzt irgendwo hin reisen kann oder nicht. Oder ob ich mir jetzt eine neue Wohnung zulegen kann oder nicht. Ich weiss in diesem Moment auch nicht, welcher Betrag dies ermöglicht. Das kommt eben drauf an je nach Standard und Lifestyle. Aber wenn der Tag gekommen ist, werde ich es wissen.

Mir ist es wichtig, dass ich mich nicht stressen lasse von solchen Zahlen und meine Arbeit mit Liebe und Hingabe erledigen kann. Denn alles andere erfüllt mich nicht und ich könnte mein Leben nicht in Ruhe leben.

Sam Cadosch - Geld, Druck, Stress, Kontrolle, loslassen - money

Nimm den Druck weg

Die Leute unter euch, die mich schon einige Zeit hier verfolgen wissen, dass ich mich letztes Jahr selbstständig gemacht habe und meine Ausbildung von einem Tag auf den anderen hingeschmissen habe, weil sich der Moment dazu einfach richtig angefühlt hat. Und ich bin heute immer noch unendlich dankbar, dass ich diesen Schritt gewagt habe. Es ist mit das Beste, was ich in meinem Leben gemacht habe. Und ich bin sehr dankbar für all die Menschen in meinem Leben, die mich auf diesem Weg hier unterstützen und unterstützt haben.

Das alles klingt immer wie ein Traum. Als wäre alles total einfach und toll. Aber worüber ich noch nie geredet habe ist dieser Druck. Den Druck, den ich mir selbst immer gemacht habe wegen meinen Finanzen. Und damit bin ich nicht alleine auf der Welt. Die meisten Menschen machen sich selbst extrem viel Druck wegen Geld. Oder sie lassen sich Druck machen.

Das Chaos in meinem Kopf

In einem Angestelltenverhältnis sieht das Ganze ja meistens so aus, dass man an einem bestimmten Tag im Monat sein Gehalt bekommt. Egal ob man gut oder schlecht, viel oder wenig gearbeitet hat. Und so war es auch bei mir.

Als ich dann aber jeden Tag selbst entscheiden konnte, was ich tun will und was nicht, hatte ich auch keinen Fixlohn mehr. Ich hatte keine „Aussicht“ mehr auf den 25. im Monat, weil da sicher mein Geld wieder auf dem Konto war. Wer weiss… vielleicht kommt morgen wieder ne Summe, vielleicht aber auch erst in 2 Monaten. Und das hat mich extrem gestresst. Bzw. ich habe mich davon extrem stressen lassen. So sehr, dass ich angefangen habe zwanghaft zu arbeiten. Und meine „Arbeit“ ist ja eigentlich etwas, was mir total viel Spass macht. Ich meine ich mache nichts anderes als mein Team betreuen und neue Kontakte knüpfen und ihnen zeigen, wie sie selbst auch finanziell frei werden können – wenn sie das wollen. Ansonsten schreibe ich Blogartikel und drehe ab und zu mal ein YouTube Video. Besser geht’s doch gar nicht, vorausgesetzt diese Dinge machen einem Spass. Und mir macht genau das Spass und es ist meine Leidenschaft. Doch irgendwann wurde das Ganze zwanghaft…

Ich stand morgens um 5 Uhr auf und war bis spät abends dabei irgendwas zu tun, was mich weiterbringen sollte im Business. Ich habe mich gezwungen täglich mit einer gewissen Anzahl an Leuten zu telefonieren und Youtube Videos zu drehen, auch wenn ich eigentlich gar nicht in der Laune dazu war. Einfach nur weil ich finanziell erstmal eine Basis schaffen musste.

Sam Cadosch - Geld, Druck, Stress, Kontrolle, loslassen - druck

Die Lösung in meinem Kopf

Eines Tages konnte ich das nicht mehr. Nichts was ich tat, hat mehr Spass gemacht. Obwohl es genau die Dinge waren, die ich liebe. Es hat keinen Spass mehr gemacht, weil alles erzwungen war und viel zu viel auf einmal erledigt werden musste, weil ich einfach überhaupt nicht ausgeglichen war. Und lustig finde ich: Ich habe nicht mehr Geld verdient, obwohl ich viel mehr gearbeitet habe. Und deshalb habe ich mir dann eine Auszeit genommen von allem. Habe einige Tage nichts mehr gemacht. Dafür habe ich mir wieder Zeit genommen um mich persönlich weiterzubilden und meine Balance wieder zu finden. Und seit genau dem Zeitpunkt läuft alles immer besser.

Klar habe ich auch heute jeden Tag noch Ziele, die ich erreichen will, um vorwärts zu kommen. Aber sie sind realistisch und lassen immer Zeit, um auch was für mich zu tun, was mich geistig weiterbringt und mir Zeit gibt, meine Balance zu behalten.

Und weisst du was? Mit dem richtigen Mindset kommt das Geld immer, wenn es sein muss. Ich hatte einige Engpässe wo ich nicht wusste, wie ich die Rechnungen zahlen soll, die in 4 Tagen fällig waren. Aber es ist immer aufgegangen. Und seit ich mir nicht mehr selbst so einen Druck mache und mich unter Stress setze, um schneller mehr zu verdienen läuft es umso besser.

Geld spielt mit deiner Angst

Es ist schon krass, dass Geld sowas auslösen kann in uns Menschen. Ich meine, was ist Geld schon? Es sind nur Zahlen. Sie können uns nichts antun oder uns verletzen. Es ist nur die Angst in unserem Kopf, die uns verrückt werden lässt. 

Die meisten Leute, die beim Sozialamt landen und auch da bleiben sind Menschen, die im Kopf eine riesige Blockade haben. Sie fühlten sich so extrem gestresst von den ersten Mahnungen, dass sie sich da schon um ihre Existenz fürchteten. So sehr, dass sie schon keinen Ausweg mehr sahen, als es eigentlich gar noch nicht schlimm war. Es ist nur Papier, das in unserem Briefkasten landet auf dem „Rechnung“ steht. Und wenn die Zahl auf dem Konto kleiner ist als die Zahl auf dem Papier verfallen wir der Panik. Aber was kann denn eigentlich wirklich passieren?

Solange du den Verstand behältst und nach Lösungen suchst, statt dich von den Forderungen überrumpeln zu lassen, kann nichts passieren. Und genau das musste ich zuerst auch mal begreifen.

Mir ist es extrem wichtig, über dieses Thema zu schreiben, weil ich täglich  mit Menschen Kontakt habe, die sich so extrem von ihrer Angst leiten lassen, dass sie keinen freien Platz in ihrem Kopf mehr haben, um nachzudenken, was sie eigentlich vom Leben wollen. Und das geht Jahre so weiter, bis die Leute irgendwann aufwachen und traurig auf ihr Leben zurückblicken und sehen, dass sie ständig nur fehlendem Geld hinterhergelaufen sind.

Übernimm selbst die Kontrolle

Geld ist so ein extrem grosses Thema auf dieser Welt und trotzdem machen sich so viele Leute gar nie wirklich Gedanken darüber, was das Ganze eigentlich soll.

Für all die Leute, die diese Probleme nicht haben, freue ich mich aus tiefstem Herzen! Und für alle Leute, die diese Probleme kennen, wünsche ich, dass sie es schaffen, selbst die Kontrolle zu übernehmen. Und ja, das geht immer. Egal an welchem Standpunkt du dich befinden magst.<3

Es ist nur ein Mittel zum Zweck und kein Lebenssinn oder Grund zur Lebenszerstörung. Es sind bloss Zahlen, mehr nicht.

Wenn du Fragen zu dem Thema hast, oder wissen willst, was ich genau mache oder selbst auch eine andere Richtung eingehen willst, bei der du mehr Zeit für dich hast, schreib mir einfach eine Nachricht über Facebook oder hier über das Kontaktfomular. 🙂



Hier findest du mich & meine Gedanken bei Instagram.<3

& Hier bei YouTube. 🙂

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14 Antworten

  1. Jacqueline sagt:

    Liebe Sam

    Mein Mann und ich hatten gerade vor ein paar Wochen das Geld Thema, wie krass das alles ist auf unserer Welt! Eigentlich sehr schade, das sehr viele Themen Geld regiert!

    Danke Dir für Deinen interessanten Bericht!

    Hab einen schönen Tag!

    xoxo
    Jacqueline

  2. Leider ist es bei dem Thema ja schon so, dass ein zuviel, aber auch ein zu wenig an Geld Dein Leben zerstören kann… Uns geht es gut, Leider kenne ich genug Menschen die tagtäglich an Geld denken müssen – eben weil sie es NICHT haben und oft nicht wissen wie sie die Miete oder das Essen bezahlen sollen…

    • Sam Cadosch sagt:

      Geld alleine kann nicht zerstören. Geld ist nur eine Zahl. Was die Welt mit unserem Kopf macht in Bezug auf Geld, das kann zerstören, wenn wir es zulassen.

  3. Sigrid Braun sagt:

    Geld regiert die Welt, traurig aber war. Ich glaube, dass viel Geld den Charakter verdirbt und Menschen oberflächlich werden lässt. Schaut euch doch nur mal die jungen Promis an, die wissen nichts mit ihrem Leben anzufangen. Drogen und Alkohol regiert meist deren Welt, weil sie mit dem vielen Geld total überfordert sind.

    • Sam Cadosch sagt:

      Naja ich denke nicht, dass sie vom vielen Geld überfordert sind sondern eher von dem Stress, den sie immer haben. Ist wahrscheinlich schwer so ein bisschen Ruhe zu und Privatsphäre zu finden.

      Ich denke dass niemand wegen Geld schlecht WIRD. Geld zeigt eher den wahren Charakter eines Menschen…

  4. Steffi sagt:

    Hi,

    leider regiert das Geld die Welt… Ich finde das sehr schade, aber ich sage immer: man kann sich alles kaufen, aber nicht die Gesundheit und Glück… Wie viele reiche Menschen haben kein erfülltes Leben?

    Ich denke schon lange nicht mehr über mein Gehalt etc. nach, ich versuche zufrieden zu sein mit dem was ich habe.

    Schöner Beitrag von dir 🙂

    Lg

    Steffi

  5. Jonas sagt:

    Da gebe ich dir sehr Recht. Bei mir hat es auch etwas gebraucht, bis das wahre Verständnis gekommen ist…

  6. Sarah sagt:

    Ich find toll wie du über das Thema schreibst ! Zu viel oder Zu wenig, beides hat seine vor und Nachteile aber am wichtigsten ist was man selbst draus macht. 😉

    Liebe Grüße

  7. Avaganza sagt:

    Liebe Sam,

    ja, das liebe Geld 😉 … immer ein Thema! Zuviel verdirbt oft den Charakter und zu wenig schafft zusätzliche Probleme. Mein Zugang ist der dass ich gerne Geld verdiene … aber nie „schmutzige“ Geschäfts dafür machen würde. Und ich streite nicht um Geld – wenn mich jemand betrügt, wird es demjenigen kein Glück bringen. Da glaube ich einfach an Karma!

    Liebste Grüße
    Verena

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