Es ist wieder Frühling (endlich ?) und alle sind auf dem Weg zur Bikinifigur oder wollen auf jeden Fall wieder zur Bikinifigur zurück. Deshalb erfährst du hier in diesem Blogartikel, wie du eine Bikinifigur bekommst in weniger als 24 Stunden! Wie du dich endlich wieder vor den Spiegel stellen kannst, dir selbst in die Augen schaust und sagst „Daaaamn, siehst du geil aus heute!“

Sam Cadosch - Bikinifigur, Fitness,Mindset, 24h - laugh

Was ist überhaupt eine Bikinifigur?

Wer mir auf Instagram folgt (es gibt jetzt übrigens ein neues Profil von mir), der hat vielleicht mitbekommen, dass ich mich am Sonntag ein wenig über das aktuelle Thema aufgeregt habe, wo alle ihre Fitness- und Ernährungstipps für die perfekte Figur präsentieren.

Ich meine, was ist denn überhaupt eine Bikinifigur?

Wikipedia sagt:

Bikinifigur (auch Bikini-Figur, Bikinikörper, Strandfigur) als Bezeichnung für ein Schönheitsideal ist ein Schlagwort, das vorwiegend in Lifestyle- und Fitness-Magazinen, Frauenzeitschriften und Boulevardzeitungen in Artikeln über Fitnesstraining und Diäten zur Gewichtsreduktion verwendet wird.

Aha, wieder was gelernt also.

Wieso wollen wir eine Bikinifigur?

Ja, wieso? Das ist die nächste Frage. Müssen wir alle diesem besagten „Schönheitsideal“ entsprechen? Sind wir auch in Magazinen, Frauenzeitschriften und Boulevardzeitungen in Artikeln über Fitnesstraining und Diäten zur Gewichtsreduktion zu sehen mit unseren Bikinifiguren? Werden da Bilder von uns publiziert, die vorher auch so bearbeitet wurden wie die von all den anderen Models mit ihren Bikinifiguren?

Also ich nicht – zum Glück! ??

Und hier sind wir schon langsam beim Punkt. Hier in diesem Artikel wirst du nicht erfahren, wie du dein Fett los wirst und es durch schöne definierte Muskeln ersetzt. Du wirst auch nicht erfahren, wie du dich am besten hinstellst, damit dein Bäuchlein nicht zu sehen ist. In diesem Artikel schreibe ich über meine Meinung zu diesem Thema, das anscheinend jedes Jahr extrem interessant für die halbe Menschheit ist. Und wie du trotzdem zur Bikinifigur kommst, wenn du das willst 😉

Dieser Druck schon von Anfang an

Wenn ich heute solche Artikel und Videos sehe, wo jedesmal eine andere Technik gezeigt wird, wie man seine Bikinifigur erreicht, kommt mir echt das Kotzen. Und das hat den Grund, dass ich seit ich mich erinnern kann so extrem gestresst wurde mit diesem Schönheitsideal. Und ich bin bei weitem nicht die einzige. Ich glaube, Menschen die sich nicht schonmal unter Druck gesetzt gefühlt haben von all den „schönen“ Menschen in den Zeitschriften, gehören eher einer Seltenheit an.

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Wer mich hier schon ein weniger länger verfolgt, hat vielleicht auch schon am Rande mitbekommen, dass ich einige Jahre meines Lebens mit Essstörungen zu kämpfen hatte. Ich habe das hier noch nie wirklich als Hauptthema angesprochen, weil ich das Thema irgendwie zu gross finde und noch nicht bereit bin, richtig darauf einzugehen, weil ich mich noch immer nicht zu den „Geheilten“ zählen würde, wenn wir mal ehrlich sind.

Aber genau deshalb ist es mir umso wichtiger, dieses Thema hier anzusprechen.

Es sind nicht nur die Zeitschriften, Werbeplakate und Social Media Kanäle, die diese perfekt bearbeiteten Körper überall zeigen und so tun als wäre es normal, dass man keine Falten am Bauch bekommt, wenn man sich hinsetzt. Es sind vielfach auch die Menschen im Umfeld. Die Arbeitskollegen, Mitschüler oder Familienmitglieder.

Der Sommer kommt, ich muss wieder in Form kommen!

Mal abgesehen davon, dass das Thema „Figur“ überall und immer ein Thema ist, finde ich es noch viel extremer speziell dann, wenn es um die Bikinifigur geht und die Leute wieder „fit für den Sommer“ werden wollen.

Ohne Witz, seit ich nicht mehr angestellt bin, komme ich nie auf die Idee, dass ich ab März meinen Körper anders behandeln sollte als im Winter. Ich höre, lese und sehe nichts mehr von diesem Bikinifigurding. Ausser letzte Woche, als ich mal wieder ein paar Blogs durchstöbert habe und gesehen habe, dass jeder 2. Blog Tipps hat, um wieder in Form zu kommen. Und da ist mir erst aufgefallen, wie krass das beeinflusst.

Früher als plötzlich im März alle anfingen mit diesem Thema habe ich automatisch auch gleich angefangen darüber nachzudenken, wie auch ich besser in Form sein kann für den Sommer und was ich dieses Jahr wohl mache, um gut auszusehen.

Ich bin so dankbar, dass das heute nicht mehr so ist. Der Grund ist einerseits, dass ich nicht mehr ständig mit Medien und solchen Trends bombardiert werde und andererseits, weil ich gelernt habe, was mein Körper für einen Wert hat. Ich habe aufgehört, ihn im Winter anders zu behandeln als im Sommer. Und deshalb gibt es auch keine Notwendigkeit, im März mit einer neuen Superdiät anzufangen.

Bikinifigur & Wohlfühlfigur

Ausserdem, wer hat überhaupt das Recht zu sagen, wann man eine „Bikini“figur hat? Ob ich 50kg schwer bin oder 100 – ich kann einen Bikini tragen. Wieso heisst es aber nur Bikinifigur, wenn gewisse Schönheitsideale eingehalten werden?

Ich habe einfach eine Figur. Keine Bikinifigur, keine Badeanzugfigur und auch keine Sommerfigur. Ich habe einfach eine Figur. Und die darf genau so sein, wie es sich gut anfühlt. Nicht, wie es „ideal“ ist.

Und genau so sollen meiner Meinung alle Figuren sein. Egal ob Mann oder Frau. Egal ob klein oder gross. Egal ob weiss, schwarz, gelb oder violett. Hauptsache DU fühlst dich wohl.

Ich fühle mich unwohl, wenn ich nicht meine Wunschfigur habe!

Mit diesem Artikel hier will ich nicht sagen, dass wir jetzt einfach alle fressen sollen und dann einfach das Ergebnis davon akzeptieren sollen. Ich persönlich fühle mich extrem unwohl, wenn ich mich nicht bewege und mich nicht ausgewogen, leicht und gesund ernähre. Ich liebe meine Wunschfigur und mache (fast) täglich etwas dafür, dass ich mich in meiner Figur gut fühle.

Was ist deine Wunschfigur?

Meiner Meinung nach ist das einzig erstrebenswerte, die Wunschfigur. Und das nicht nur, wenn man sich der Öffentlichkeit im Bikini zeigt, sondern immer. Für andere müssen wir nicht schön sein. Und meiner Meinung nach ist diese „Bikinifigur“ nicht für einen selbst bestimmt, sondern nur für alle anderen.

Sam Cadosch - Bikinifigur - T2

Zur Bikinifigur Wunschfigur in weniger als 24 Stunden

Hier eine kleine Anleitung:

  1. Stell‘ dich vor den Spiegel.
  2. Schau‘ dich an. So wie du bist.
  3. Frag‘ dich, ob das was du siehst deine Wunschfigur ist oder nicht. Tu‘ das nicht wertend, sondern einfach um den Stand der Dinge zu klären.
  4. Wenn das deine Wunschfigur ist, sag‘ dir jetzt „Daaaaaam, siehst du heute wieder geil aus!“ ❤
  5. Wenn es nicht deine Wunschfigur ist, lächle dein Spiegelbild an und sag‘ dir selbst: „Du bist ok, genau so wie du bist! Ich akzeptiere dich! Du hast schon viel durchgemacht und überstanden. Ich bin stolz auf dich! Und ab jetzt schaue ich ein bisschen mehr auf dich, damit du dich mit jedem Tag wohler fühlst.“
  6. Und dann‘ fang‘ an, dir zu überlegen, was es braucht, damit du zu deiner Wunschfigur kommst. Das Ganze ist keine Hexerei und funktioniert für jeden anders. Und es wird auch funktionieren. Völlig stressfrei – weil du es für dich selbst machst.

You’re worth it! ❤

Ich würde sehr gerne deine Meinung zu all dem in den Kommentaren lesen. Dieses Thema ist mir unglaublich wichtig und ich hoffe, ich konnte damit ein wenig mehr Bewusstsein schaffen. Es geht hier überhaupt nicht darum, welche Körperfigur gut ist und welche nicht. Und auch nicht darum, ob man etwas für seinen Körper tut oder nicht. Und wenn es für dich richtig ist, dich ab März auf den Sommer vorzubereiten, weil du dir eine Winterpause gegönnt hast oder was auch immer – cool! Dann mach‘ das. Es geht hier bloss darum, dass wir mit unserem Körper ein bisschen ehrlicher umgehen und nicht einfach nur Dinge tun und uns stressen lassen weil es eben alle so machen und weil es „normal“ ist.

Was denkst du zu diesem Thema und wie gehst du damit um? 


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