I’m so excited for this blogpost! Letzte Woche war ich nämlich alleine auf einem Konzert und wie ihr euch vielleicht denken könnt, war das für mich eine ziemliche Herausforderung, da ich nicht gut mit Menschenmassen umgehen kann und introvert as hell bin.

Mitte August habe ich mir überlegt, ob ich alleine auf dieses Konzert gehen soll und habe auch mit einigen von euch auf Instagram darüber gesprochen, weil ich gefragt habe, ob schon jemand von euch Erfahrungen mit Konzerten gemacht hat und alleine da war.

Zu meiner Überraschung gab es ziemlich viele, die schon alleine auf einem Konzert waren und die Erfahrungen waren in allen Fällen positiv! Das hat mich noch mehr bestärkt und nachdem ich einige Blogartikel zu dem Thema gelesen habe, habe ich mir das Konzertticket dann auch gekauft.

Da war meine Angst aber noch nicht überwunden…

Alleine auf ein Konzert gehen | Sammy C

Da es noch 3 Wochen bis zum Konzert waren, habe ich mir einige Zeit keine Gedanken mehr darüber gemacht. Als dann aber die Woche des Konzerts angebrochen war, hat mich die Angst wieder überholt. So sehr, dass ich mein Ticket sogar versucht habe zu verkaufen. Ich habe mir nicht die grösste Mühe gemacht, um es wirklich wegzubringen, aber 2 Leute haben sich gemeldet und mir gesagt, dass Freunde von ihnen das Ticket vielleicht brauchen.

Diese 2 Leute haben das Ticket dann nicht gekauft (zum Glück) und ich bin am Freitag den 13. September also alleine nach Zürich zum Konzert gefahren. Ich war SO aufgeregt. Anfangs konnte ich mich überhaupt nicht freuen – ich war einfach nur unglaublich nervös. Wahrscheinlich mehr, als die Menschen, die auf der Bühne auftraten. 🙉

Ein Freund von mir hat mir den Tipp gegeben, ich soll mich einfach drauf einlassen und FALLS es mir zu viel werden würde, einfach vom Konzert gehen soll, ohne mich dafür zu verurteilen. Dieser Gedanke hat mich irgendwie sehr beruhigt und mir bewusst gemacht, dass mir alle Wege offen standen. Dass ich nirgends bleiben muss, wo es mir nicht gut geht.

Als ich in Zürich ankam war ich schon überfordert mit all den Menschen da am Bahnhof. Ja, SO schwierig ist es für mich, von vielen Menschen umgeben zu sein. Ich bin nämlich nicht nur introvertiert, sondern auch hochsensibel. Heisst, dass ich alles viel extremer wahrnehme. All die Stimmen, Geräusche, Gerüche, Stimmungen, Emotionen, Licher, Farben, etc.

Also suchte ich zuerst mal die Toilette auf. Nicht nur, weil ich dringend Pipi musste, sondern auch, um einfach kurz alleine in einem Raum zu sein. Danach fühlte ich mich wieder super und machte mich auf die Suche nach einem Kaffee und Wasser. Damit ging ich dann aber nicht zur Konzert-Location, sondern setzte mich an die Limmat (ich hoffe, dieser Fluss ist wirklich die Limmat 😂).

Eine halbe Stunde oder länger sass ich also da, bevor ich losging. Ich wusste so gar nicht, was mich erwarten würde und fühlte mich komisch. Aber irgendwie gar nicht mehr nervös. Es war okay. Wow 😂

40 Minuten vor Türöffnung kam ich an und setzte mich zu 3 Leuten, die mich direkt angesprochen haben. Sie waren meeega lieb drauf und ich fühlte mich sofort aufgehoben. Noch mehr, als mir einer von ihnen erzählt hat, dass er selbst auch so seine Probleme mit vielen Menschen hat. Die Wartezeit ging schneller um, als ich dachte, obwohl es gefühlt 1000 Grad heiss war und wir in der prallen Sonne warten mussten.

Die Türöffnung war 1.5 Stunden vor Konzertbeginn und ich wollte mit den Leuten zusammenbleiben, die ich beim Eingang kennengelernt habe. Deshalb begleitete ich sie zum Merch-Stand, obwohl ich nichts kaufen wollte. Danach sassen wir zusammen auf dem Boden und warteten, bis das Konzert losging…

Um 19:30 Uhr war es dann soweit und das Konzert ging los. Anfangs fühlte ich mich etwas komisch und irgendwie nicht wirklich frei. Bereits nach gefühlten 10 Minuten rastete die Menge komplett aus und veranstalteten einen Moshpit. Darauf war ich so gar nicht vorbereitet und ich hasse sowas ja. Aber nicht da. Nachdem ich kurz dachte, ich sterbe, weil gefühlt 50 Leute gleichzeitig auf mich drauf fielen und ich in eine komplett andere Richtung geschupst wurde, als ich anfangs stand, fühlte ich mich angekommen. Ich konnte mich komplett darauf einlassen und habe mit der Musik und den Menschen mitgefeiert, als wäre es das Normalste für mich. Und das war es in dem Moment auch.

Nach dem Konzert sass ich noch 15 Minuten mit den anderen 3 – die ich wieder gefunden habe – auf dem Boden. Alle waren irgendwie komplett geflasht und niemand hat viel geredet. Es fühlte sich an wie die Ruhe nach dem Sturm. Kurz darauf machte ich mich auf den Weg zum Bahnhof und fuhr nach Hause. Mein Herz war voll. Ich war so unglaublich glücklich und stolz. Stolz, dass ich es gemacht habe und alleine auf das Konzert gegangen bin. Glücklich, weil die Erfahrung einfach so unendlich gut war!

Wenn du sehen willst, wie das alles an dem Tag ausgesehen hat, kannst du dir gerne das Video unten anschauen. Ich habe ein bisschen was gefilmt und ein paar Gedanken geteilt. 🙂

Warst du schonmal alleine auf einem Konzert? Oder würdest du alleine auf ein Konzert gehen? Ich würde mich sehr über einen Kommentar von dir freuen, damit wir uns hier noch ein bisschen mehr darüber austauschen können! ❤️


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