Viele von uns arbeiten extrem viel aber erreichen nicht automatisch auch dementsprechend viel.
Häufig messen wir unsere Arbeit an der Zeit, die wir dafür gebraucht haben. Das ist aber nicht produktiv. Denn Produktivität hat nichts mit der Zeit zu tun, die wir für etwas aufgewendet haben.

„Jetzt habe ich 8 Stunden daran gearbeitet.“. Wir denken dann, dass wir mega viel erreicht haben oder eine grosse Leistung vollbracht haben.

Produktivität beginnt mit einem Plan - Bild von MacBook und Planbuch mit Stift

Häufig ist es jedoch so, dass wie das gleiche Resultat auch in der Hälfte der Zeit erzielt hätten.

Denn mal ehrlich: Wenn uns jemand ein Zeitlimit setzt, das total krass ist, dann schaffen wir es meistens trotzdem.

Oder früher in der Schule haben 90% der Schüler (ich mit inbegriffen)  erst am Abend vor der PrüfungSam Cadosch - Produktivität, produktiv, kreativ, plan - pin angefangen zu lernen. Obwohl wir eigentlich schon vor einer Woche gewusst haben, dass wir morgen die Prüfung haben. Und in den meisten Fällen war dann auch die Note nicht wirklich schlechter, als wenn wir eine Woche zuvor schon angefangen haben zu lernen.

Ich habe einmal das Lernen für eine Italienisch Prüfung richtig lange hinausgezögert. Ich musste drei A4 Seiten Vokabular auswendig lernen und habe am Sonntag um 14:oo Uhr erst angefangen. Zudem war ich übertrieben müde, weil ich nicht viel geschlafen hatte in der Nacht.

Ich habe dann um 14:00 angefangen und mir einen Wecker gestellt auf 14:30 Uhr. Denn da war ich fertig und habe geschlafen. Ja, mein ernst. Um 14:30 Uhr habe ich den Wecker gestellt auf 15:00 Uhr, dass ich dann wieder wach werde und wieder 30 Minuten lerne. Und danach immer so weiter. Um 17:00 Uhr konnte ich alle Wörtchen auswendig, kein Witz. Und an der Prüfung am Montag schrieb ich eine 6 (In der Schweiz ist das die beste Note).

Was ich damit sagen will? Dass wir nur lernen müssten, tatsächlich produktiv zu sein, statt  nur beschäftigt. Wir würden so viel mehr erreichen in viel weniger Zeit. 🙂

Tag am Abend zuvor planen

Für mich der wichtigste Punkt beim Thema Produktivität ist bei mir mein Tagesplan. Jeden Abend, bevor ich in’s Bett gehe, schreibe ich mir meine Ziele für den nächsten Tag auf und habe somit einen Plan. Ich muss also nicht am Morgen aufstehen und mich fragen, was so ansteht. Ich weiss es bereits und kann direkt starten.

Priorisieren

An diesem Punkt bin ich früher sehr oft gescheitert. Ich wusste zwar meistens schon, welche Aufgabe welche Priorität hat – habe aber trotzdem fast immer das zuerst gemacht, was mir am meisten Spass macht. So hat sich dann das wichtige und nicht so spassige immer weiter nach hinten verschoben, bis ich total im Stress war und den ganzen Tag gar nicht geniessen konnte.

Heute mache ich immer das zuerst, was am wichtigsten ist. Und wenn’s das ist, was am wenigsten Spass macht – umso besser! Dann können die restlichen Aufgaben nur noch besser werden und das Schlimmste ist schon getan.

Belohnung am Schluss

Die Belohnung kommt zum Schluss. Belohnungen können motivierend sein und uns dazu bewegen, Ziele schneller zu erreichen.

Wenn’s um die Produktivität geht: Ich habe jeden Tag kleine Belohnungen. Nicht im Sinne von „Ich kauf mir jetzt was, weil ich’s verdient habe“. Sondern ganz kleine Belohnungen. Zum Beispiel will ich heute mal wieder was zeichnen. Das ist meine Belohnung, denn ich fange erst damit an, wenn ich meine Ziele erreicht habe. So erreiche ich meine Ziele schneller als der Blitz 😛

Freue dich auf die Zeit, die du deinem Hobby widmest oder sonst etwas, das du sehr gerne machst.

Ideen immer sofort aufschreiben

Etwas sehr wichtiges, in Sachen Produktivität ist das Aufschreiben von Ideen. Früher habe ich immer wieder nach Ideen suchen müssen, wenn ich sie brauchte.

Heute passiert das sehr selten. Denn ich schreibe mir meine Ideen immer sofort auf meinem Handy in den Notizen auf. Meistens sind das Ideen für neue Blogartikel oder Ideen, die meinem Team nützen könnten.

Wenn ich also unterwegs bin, schreibe ich mir diese Dinge im Handy auf und wenn ich dann wieder zu Hause bei meinem Planbuch bin, schreibe ich es da von Hand nochmals auf. So geht nichts vergessen und ich muss nie nach etwas suchen, um produktiv zu sein. 🙂

Mach mal Pause!

Sam Cadosch - Produktivität, produktiv, kreativ, plan - plan to be productiveMeine oben beschriebene Vorgehensweise, klingt als würde ich die ganze Zeit voll „durcharbeiten“, bis ich mir dann am Abend irgendwann meine Belohnung gönne und danach in’s Bett gehe. Das ist aber nicht so.

Um produktiv zu sein, sind Pausen sehr wichtig. Unser Hirn kann sich nicht unendlich lange auf etwas konzentrieren. Deshalb brauchen wir Pausen. Meistens gehe ich in meinen Pausen mit dem Hund spazieren oder trainieren, denn ich brauche diesen Ausgleich von Kopf und Körper täglich.

Ein Buch lesen ist natürlich auch eine gute Beschäftigung für eine Pause.

Wichtig ist nur, dass du nach deiner Pause auch wieder weiter machst. Ausserdem darf die Pause so lange gehen, wie du willst. Solange es in deinen Plan passt. Ich mache zum Beispiel nicht 3 Stunden Pause, wenn ich dann bis Mitternacht dran bin, bis ich alle Tagesziele erreicht habe 🙂

Das gesunde Mass ist auch hier das Geheimnis.

Produktivität kann alles sein

Früher als ich das Wort „Produktivität“ gehört habe, fühlte sich das so kalt und unbequem an. Ich wollte dieses Ding nicht. „Produktivität“. Es hörte sich langweilig und viel zu strukturiert an.

Doch das ist sie gar nicht! Produktivität ist genau das, was du aus ihr machst! Produktivität ist kreativ, intelligent, planend und alles was du sonst noch willst. Du musst sie nur passend für dein Leben gestalten und mit den oben genannten Tipps funktioniert das für jeden Typ Mensch 🙂

Ich hoffe, dass dir dieser Artikel ein wenig weitergeholfen hat und wünsche dir einen produktiven Tag!

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, habe ich hier noch was Tolles für dich: Mein Artikel zum Thema Ziele erreichen. Viel Spass damit!

Ausserdem freue ich mich natürlich immer über ein Like auf meinen Artikel hier und auf deine Gedanken dazu in den Kommentaren!

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